Archive for Dezember 2nd, 2005
Bnr.de - NPD im "Parkhotel"
Der NPD stehen in Niedersachsen demnächst neue Hotelräume zur Verfügung.
Nach Recherchen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ pachtet der NPD-Funktionär Gustav Arnold Eggerking ab 1. Dezember das abseits gelegene „Parkhotel“ im Kurort Bad Essen. Eigentümerin der geräumigen Immobilie ist Eggerkings Schwester. In der rechtsextremen Monatszeitschrift „Nation&Europa“ hat Eggerking bereits geworben: „Tagungsort für Nationale, ideal auch für Feste und Feiern“. Für das Objekt war eine Zwangsverwaltung durch das Amtsgericht Osnabrück bestellt worden. Ein Verkauf konnte mit dem Pachtvertrag abgewendet werden, der neue Pächter Eggerking will die Hotelnutzung weiterführen. Der Finanzberater kandidierte bei der Bundestagswahl 2005 für die NPD im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I. Während des Wahlkampfes war er auch gemeinsam mit Bewohnern des Dörverdener „Heisenhofes“ und dem stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Adolf Dammann in Stade unterwegs.
Bnr.de - Braune Veranstaltungsserie geplant
In der Gaststätte „Stern“ in Oderwitz in der Oberlausitz soll am ersten Dezemberwochenende ein Konzert mit Neonazis-Bands wie „Hauptkampflinie“ aus Kassel, „Asatru“ aus Bautzen und „Eisenherz“ aus dem Raum Dresden mit etwa 200 Gästen stattfinden. Eingeladen hat die NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) unter dem Motto: „Nationale Musikkultur statt Multikultikultur“. Nach Angaben von Szeneinsidern plant der JN Stützpunkt Oberlausitz im „Stern“, ähnlich wie 2004 in der Diskothek „Wodan“ in Mücka, eine Reihe von Neonazi-Veranstaltungen bis zum Frühjahr 2006.
IDGR - Blood & Honour-Gruppe ‘Bund Oberland’ vertreibt Schulhof-CDs
Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz sorgen Neonazis mit der kostenlosen Verteilung von so genannten “Schulhof-CDs” für Schlagzeilen. So wurden dort im Kanton Aargau Ende September an mehreren Schulen das komplette Sortiment rechtsextremer so genannter Schulhof-CDs verteilt. Hinter der Aktion stehen Mitglieder der Neonazi-Gruppe Bund Oberland, einer Gruppe aus dem Blood & Honour-Netzwerk mit Schwerpunkt im Berner Oberland.
Die Neonazis verteilten dabei nicht nur die in Deutschland verbotene CD “Anpassung ist Feigheit” (Aktion Schulhof) der deutschen Kameradschaftsszene und die amerikanische “Project Schoolyard”-CD von Panzerfaust Records, sondern auch aktuelle NPD-Wahlkampf-CDs kostenlos an Schüler. Entsprechende Lieferungen in die Schweiz wurden vom NPD-Bundesvorstandsmitglied Frank Schwerdt gegenüber der Presse bestätigt. Ein geringer Teil der verteilten CDs konnte von der Polizei beschlagnahmt werden. Mit den “Schulhof-CDs” wird versucht, das umzusetzen, was Panzerfaust Records in Anlehnung und Weiterführung von Aussagen von Ian Stuat Donaldson über Neonazi-Propaganda mit Musik deklariert hat: “Wir unterhalten nicht nur rasssistische Kids - wir schaffen sie uns!”
siehe auch: Artikel bei dokmz
Frankfurter Rundschau online: Verwirrspiele mit der Wahrheit
Weiß man’s? Und wenn ja, kann man es wirklich beweisen? Hat Hitler davon gewusst? Und waren die Amis wirklich auf dem Mond? Irgendwann im Laufe seiner Karriere muss David Irving über den vielen Belegen und Nachweisen, wie sie nun mal zum Geschäft des Historikers gehören, den natürlichen Kompass für die Wahrheit verloren haben. Seither spielt er damit.
Ist der Tisch wirklich ein Tisch, auch wenn ich die Augen zumache? Wenn Hitler gar nicht auf der Wannsee-Konferenz gewesen ist, warum muss er dann überhaupt von der Vernichtung der Juden gewusst haben? Jetzt sitzt Irving als Holocaust-Leugner in Wien im Gefängnis und spielt weiter - und mit ihm spielt bald ein ganzes Land. Hat er wirklich den Holocaust geleugnet? Was ist Leugnen? Was ist, wenn es ihm heute leidtut? Mehr als mit seinen unsinnigen Thesen über nachträgliche eingebaute Gaskammern im Vernichtungslager Auschwitz verunsichert Irving gegenwärtig mit seinen Verwirrspielen. Nichts scheint klar in seinem Fall, weder der Vorwurf noch die Fakten - und wenn es so weitergeht, wird er irgendwann freigelassen, und zurück bleibt eine vollends verwirrte Öffentlichkeit.
Die Nachrichten über seinen Fall scheint Irving selbst in der Hand zu haben. Via Internet informierte der Hitler-Biograf die Öffentlichkeit davon, dass er in Österreich verhaftet worden sei. Irvings Mitteilung fiel knapp aus, legte aber zwei interessante Fährten. Er sei von “mutigen Studenten in Wien” eingeladen worden, Und: “Mr. Irving”, heißt es auf der Website weiter, “hatte auf dem Weg nach Österreich privat seinen wehrhaften Freund Rolf Hochhuth besucht.” Indirekt verriet er auch, wer die Studenten waren: Von seiner Website führte ein Link an die E-Mail-Adresse der Burschenschaft Olympia, einer starken, extrem rechten Vereinigung, die den Kontakt mit Neonazis nicht scheut und zu deren Alten Herren auch einige FPÖ-Politiker gehören.
Rechtsextreme attackieren Polizei mit Brandanschlag
Privatwagen eines Beamten in Königs Wusterhausen wurde gezielt zerstört. Aus Sorge vor weiteren Angriffen verließ er mit seiner Familie die Stadt
Die Glassplitter liegen noch auf dem Parkplatz. Das ist alles, was heute noch an den Wagen des Kriminalkommissars Kay Schmidt (Name geändert) erinnert. Am Abend des 31. Oktober zündeten junge Rechtsextremisten in Königs Wusterhausen das Fahrzeug an. Der Brandanschlag in einem Plattenbauviertel war offenbar ein gezielter Racheakt gegen den Polizeibeamten, der sich seit 2002 als Mitglied der Spezialeinheit „Tomeg“ (Täterorientierte Maßnahmen gegen extremistische Gewalt) mit der rechten Szene in der Kleinstadt befasste. Brandenburgs Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Ein Experte spricht sogar vom „Grenzbereich zum Terrorismus“. Das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) hielt die Situation für so bedrohlich, dass es dem Beamten rasch eine neue Stelle in größerer Entfernung von Königs Wusterhausen verschaffte. Der Polizist ist außerdem mit Frau und Kleinkind weggezogen. (…) Erstmals in der Geschichte des Bundeslandes Brandenburg habe es die rechte Szene gewagt, die Polizei mit einem Brandanschlag zu attackieren. Auch im Hinblick auf die Sicherheit der Ehefrau und der Tochter von Kay Schmidt habe ihm das Präsidium „ein neues Lebensumfeld gewährleistet“, so Salender. Zwar hätten Neonazis schon in der Vergangenheit Polizisten attackiert, auch geschlagen, doch habe es sich immer um spontane Angriffe meist angetrunkener junger Männer gehandelt .
Nach dem Anschlag bot die Polizei sofort alle verfügbaren Kräfte auf, um den oder die Täter zu fassen. Dies scheint auch schon einen Tag später gelungen zu sein. Vier Rechtsextremisten im Alter von 15, 16, 17 und 24 Jahren wurden festgenommen. Die Polizei konnte die Tatverdächtigen so schnell ermitteln, weil sie beim Benzinzapfen an einer nahen Tankstelle von der Überwachungskamera gefilmt worden waren. Gegen den Erwachsenen wurde Haftbefehl erlassen, ein Jugendlicher kam in ein Heim. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auf die Festnahmen reagierte die rechte Szene mit Wut. Ein Neonazi meldete zwei Demonstrationen „gegen Polizeiwillkür“ vor der Wache in Königs Wusterhausen an. Die Aufzüge wurden verboten, die Rechtsextremisten wichen nach Berlin aus. Etwa 50 Neonazis, darunter frühere Mitglieder verbotener Kameradschaften, marschierten Anfang November durch Prenzlauer Berg und skandierten „Freiheit für nationale Sozialisten“.
siehe auch: Neonazis rächen sich an Polizisten, Neonazis zünden Auto eines Polizisten an. Präsidium bestätigt Anschlag - Betroffener versetzt, Neonazis zünden Privatauto eines Polizisten an. Beamter arbeitete in Spezialeinheit gegen Rechtsextremismus
Verfassungsschutz glaubt an Aufschwung der NPD nach Führungswechsel
Nach Führungswechsel glaubt Verfassungsschutz an Aufschwung der Partei
Die rechtsextreme Szene rückt näher zusammen - und sie wird zunehmend gewaltbereiter. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ist die NPD Nutznießer dieser Entwicklung. Sie hat ihre Kontakte zu den Kameradschaften vertieft und hält auch Verbindungen zum Musiknetzwerk, sagte die Abteilungschefin Verfassungsschutz, Claudia Schmid, gestern im Abgeordnetenhaus. “Die NPD ist Gewinner der Volksfrontstrategie.” Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte dazu: “Die NPD rückt nach rechts.”
Hintergrund dieser Entwicklung ist offenbar der Führungswechsel an der Spitze der Berliner NPD. Vor zwei Wochen wurde der 34jährige Eckart Bräuniger zum Landesvorsitzenden gewählt. Er ist in der Neonazi-Szene verankert und nach Angaben Schmids ein “bekannter Rechtsextremist”. Zudem gelte er “als gewaltbereiter Führungsaktivist”, der Kontakte zur DVU, in den Musikbereich und Aktionsbündnisse unterhalte. Schmid geht daher von einer “wachsenden Gefährdung” durch die NPD aus. Sie habe zwar nur noch 150 Mitglieder, das könne sich aber bald ändern.
siehe auch: “NPD rückt nach rechts”. Nach Führungswechsel glaubt Verfassungsschutz an Aufschwung der Partei
Immer mehr Hooligans prügeln gemeinsam mit Nazis
Innensenator: Vermischung erhöht Gewaltbereitschaft der Extremisten. Rechte demonstrieren am Sonnabend in Treptow – Gegenproteste angekündigt
Die Verbindungen zwischen Neonazis und Hooligans sind enger als vermutet. Bei einem Abgleich der Daten von Landeskriminalamt und Verfassungsschutz ergab sich, dass jeder Achte der 1200 Berliner Rechtsextremisten bereits bei Fußballspielen aufgefallen ist. Dies teilte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gestern im Verfassungsschutzausschuss des Abgeordnetenhauses mit. Von diesen 150 Personen soll nach Angaben Körtings ein Drittel Neonazigruppen wie den „Freien Kräften“ oder den „Autonomen Sozialisten“ angehören, zwei Drittel sind keiner festen Gruppe zuzurechnen. Diese 150 Hooligans sollen je zu einem Drittel den Vereinen BFC Dynamo, Union Berlin und Hertha BSC angehören. „Die Schnittmenge ist Ausländerfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft“, sagte Körting. Durch die Vermischung mit den Hooligans ist die Gewaltbereitschaft der rechten Szene gestiegen, hieß es. Körting kündigte an, diese Verbindungen „sehr aufmerksam zu beobachten“. Ob bei der jüngsten Prügelei der Hooliganszene zwischen Berliner und polnischen Fußballgewalttätern vor einer Woche in Brandenburg bekannte Rechtsextremisten waren, sei noch nicht bekannt.
Die Gewaltbereitschaft hat nach Einschätzung des Verfassungsschutzes nicht nur gegen die linke Szene zugenommen, sondern auch gegen Polizeibeamte, sagte die Chefin des Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, gestern. Hintergrund seien auch die jüngsten Niederlagen der Neonaziszene bei Demonstrationen. Diese waren bei dem Aufmarsch zum 60. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai in Berlin und danach im November in Potsdam und in Halbe von jeweils einer großen Zahl von Gegendemonstranten am Marschieren gehindert worden. Körting sagte, dass in der rechten Szene derzeit intensiv über die Gewaltfrage diskutiert werde. So sei es vorstellbar, dass künftig auch die Rechte – nach linkem Vorbild – bei Demos versuchen werde, durch Polizeiabsperrungen zu brechen.
siehe auch:
Nazis wollen sich mit der Polizei anlegen. Behörden erwarten mehr Gewalt bei rechten Demos
meinberlin.de: Proteste gegen Nazi-Aufmarsch geplant
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick und der Landesbezirk des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben für Samstag zu einer Kundgebung gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch durch die Stadtteile Johannisthal und Niederschöneweide aufgerufen. Es sei unerträglich, dass der Bezirk immer häufiger zu einem Aktionsfeld von Rechtsextremisten werde, heißt es im Aufruf des Bezirksamtes.
Mit der Gegendemonstration solle gezeigt werden, dass die Verbreitung von rassistischer Propaganda und Naziparolen nicht geduldet wird.
taz 2.12.05 Die neuen Codes der jungen Nazis
Den Hitler-Gruß kennen alle. Das Hakenkreuz sowieso. Und wer sich mit einem grünen Militäranzug und einem schwarz-rot-weißen Reichskriegsemblem an der rechten Schulterseite in der Öffentlichkeit sehen lässt, dürfte ebenfalls nicht lange unbehelligt bleiben.
Doch die Zeiten sind vorbei, in denen man Rechtsextremisten allein an der Glatze, der Bomberjacke und den Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln erkennen konnte. Skinheads gelten in der rechten Szene inzwischen als old school und sind nur noch vereinzelt auf Aufmärschen in der tiefen Provinz zu sehen. Der moderne Neonazi gibt sich unauffällig, vielseitig, sportlich, vor allem aber chic - und wird von Gleichgesinnten dennoch als Angehöriger der rechten Szene erkannt.
Tarnen und Täuschen - das Aufstellen neuer Codes hat sich in den vergangenen Monaten in der rechten Szene zum wahren Volkssport entwickelt. Je kniffliger, desto besser. Zum Leidwesen derer, die diese Codes nicht erkennen. So manch einen Mathelehrer hat es zur Weißglut getrieben, wenn er Zahlen an die Tafel schrieb und die halbe Klasse in grölendes Gelächter ausbrach. Ist die 88 auf dem T-Shirt bloß ein sportliches Design - oder eine politische Aussage? Kann der brave Junge im frisch gebügelten Karohemd in der ersten Reihe trotzdem ein Nazi sein? Und der Jugendliche mit Punkerfrisur hinter ihm etwa auch?
Ein zweiter, fast noch gravierenderer Nebeneffekt: Auch unter zunächst rechtsextrem unbedarften Jugendlichen erfreut sich das Versteckspiel zunehmender Beliebtheit. Der Eintritt in die Szene ist dann nur noch ein kleiner Schritt.
siehe auch: Schwarze Sonne, Thor Steinar. Das alte “Thor Steinar”-Logo ist eine Kombination aus der Tyr-Rune (Todesrune) und der Gibor-Rune (Wolfsangel)
NewsRoom Finland: Finnish paper apologises for right-wing past
In its centennial issue, Kotimaa, a Finnish Christian-oriented newspaper, apologises to its readers for the support it gave to Finland’s extreme-right Lapua movement and to the rise to power of the Nazis.
kvue.com | The cost of hosting the KKK?
Everyone in the U.S. has the right to voice their opinion, including the Ku Klux Klan, but Thursday KVUE News learned how much it cost taxpayers to foot the bill for security at November’s Klan rally in front of Austin City Hall. The rally was attended by about eight Klansmen and supporters and thousands of protestors.
The grand total comes to about $122,000 to $123,000. Most of that cost — about $115,000 — was for overtime for Austin police officers. Officials tell KVUE news anywhere from about 200 to 250 APD officers provided security for the rally and protest, although some of those officers were on their regular duty.
The rest of the money paid for equipment: helicopters, boats, water, food and barricades.
Union of Councils for Soviet Jews: Skinheads Suspected of Attacking Petersburg Youth Activists
Neo-Nazis are increasingly participating in politically motivated violence directed against leftist radicals, anti-fascists, and some liberal activists, some of whom have been forming unlikely alliances against neo-Nazis, the Russian government, and various youth organizations set up by the Kremlin to prevent an “Orange Revolution” from happening in Russia. According to a November 18, 2005 article in the St. Petersburg supplement to the national daily Kommersant, on the evening of November 16, a group of youth activists from the far-left Avantguard of Red Youth, the leftist-nationalist National Bolshevik Party and the liberal, pro-Western Yabloko party were set upon by a group of skinheads. The youths had been attending a pro-diversity festival to mark “Tolerance Day.”
Around 10 of the activists were attacked by an estimated 20 skinheads; five were injured, three of whom had to be hospitalized. A local National Bolshevik leader accused the pro-Kremlin youth group “Nashi” of being behind the attack, which the local leader of “Nashi” denied, pointing out that his organization has participated in numerous anti-fascist events. This is true, however, “Nashi” leaders have referred to both neo-Nazis and members of liberal parties as “fascists.”














