2.Juni 2007
Ausschreitungen in Rostock: Zwischen Wasserwerfern und Pflastersteinen - stern.de
Die Polizei setzte die Wasserwerfer nicht nur zum Löschen brennender Müllcontainer ein
Bei schweren Krawallen zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten sind mindestens 146 Polizisten und eine unbekannte Anzahl von Demonstranten verletzt worden. Grünen-Politiker Ströbele befürchtet einen schweren Imageschaden für die Anliegen der Globalisierungskritiker. (…) Die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten sind zu Krawallen eskaliert. Nach Polizeiangaben wurden dabei mindestens 146 Beamte verletzt, 18 so schwer, dass sie in eine Klinik eingewiesen werden mussten. Angaben über verletzte Demonstranten liegen nicht vor. Auch friedliche Demonstranten wurden in Mitleidenschaft gezogen. Während die Polizei die Zahl der Festgenommenen mit 17 angab, sprach ein Vertreter des republikanischen Anwaltvereins gegenüber stern.de von mindestens 200 Festnahmen. Der Vertreter kritisierte den Polizeieinsatz scharf. Die Polizei habe Wasserwerfer eingesetzt, ohne zwischen gewaltbereiten und friedlichen Demonstranten zu unterscheiden. Zudem habe sie Sanitäter zeitweise nicht zu verletzten Demonstranten vordringen lassen. Die Polizei unterlaufe überdies jeden Versuch der Demonstrationsleitung, mäßigend einzugreifen.
siehe auch: Belagerungszustand in Rostock. Das Entsetzen stand vielen Demonstranten ins Gesicht geschrieben - so viel Brutalität und blinde Wut hatten die meisten noch nicht erlebt. Aus dem Rostocker Stadthafen wurde am Samstag ein regelrechtes Schlachtfeld: Stundenlang lieferten sich gewalttätige Autonome Straßenschlachten mit der Polizei - angestachelt von den Anfeuerungsrufen tausender Demonstranten, die zunächst friedlich gegen den G8-Gipfel kommende Woche in Heiligendamm protestiert hatten. (…) Die Polizei ging zum Gegenangriff über, stürmte immer wieder auf die Demonstrantenmenge ein und drängte sie in die Enge. In der Menschenmasse brach zum ersten Mal Panik aus. Zugleich solidarisierten sich die friedlichen Demonstranten zunehmend mit den Autonomen.
Keine Kommentare » |
Gewalt |
Permalink
Verfasst von dokmz
2.Juni 2007
02.06.2007: Der erste Schuß (Tageszeitung junge Welt)Der erste Schuß
Am 2. Juni 1967 tötete ein Beamter der Politischen Polizei Westberlins den Studenten Benno Ohnesorg. Es war keine zufällige Entgleisung – 2007 reagiert der Staat auf Protest ähnlich hysterisch wie vor 40 Jahren (…) Das Vorhaben, mit Hilfe der seit Herbst 1966 amtierenden großen Koalition Notstandsgesetze in Westdeutschland einzuführen, sorgte selbst in großen Teilen der bürgerlich-liberalen Schichten für Unruhe. Bundeskanzler der CDU/CSU/SPD-Regierung war der frühere stellvertretende Leiter der »Rundfunkpolitischen Abteilung« im Nazi-Außenministerium Kurt Georg Kiesinger (CDU), ein Spitzenrepräsentant der Altnazis, die in Behörden und Schulen, Universitäten, Bundeswehr, Geheimdiensten und Polizei fest im Sattel saßen. (…)
In einem Hof, in den sich mehrfach Demonstranten und Schaulustige flüchten, erschießt Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras den Germanistikstudenten Benno Ohnesorg. Die Polizei läßt per Lautsprecherwagen verbreiten, ein Beamter sei von einem Studenten erstochen worden. Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz (SPD) erklärt: »Die Geduld der Stadt ist am Ende.« Erst im Verlauf des 3. Juni wird bekannt, daß Ohnesorg erschossen wurde. Bild attestiert den Demonstranten »SA-Methoden«, die BZ spricht vom »Mob«, der Härte brauche.
siehe auch: Benno Ohnesorg (Wikipedia)
Keine Kommentare » |
Allgemeines |
Permalink
Verfasst von dokmz
2.Juni 2007
Operetta Written in Nazi Death Camp Premieres in Paris | Culture & Lifestyle | Deutsche Welle | 02.06.2007
An operetta composed in hiding by a French prisoner in the Ravensbrück concentration camp towards the end of World War II will premier on Saturday in Paris’ Theatre du Chatelet. Germaine Tillion, a leader in the French resistance movement, wrote the operetta “Le Verfügbar aux enfers” (The Available One in Hell) as a prisoner of the Nazis in the concentration camp in Ravensbrück in north-eastern Germany. (…) “Le Verfügbar aux enfers” deals with the humiliation of daily life in a concentration camp, where Tillion was brought in 1943. Its title, which incorporates the German word “Verfügbar” into the French, refers to the group of prisoners Tillion was placed in by the Nazis. She and her fellow prisoners weren’t given set jobs, rather they were dubbed “available” and assigned to any task their captives needed.
siehe auch: Operette aus dem KZ Ravensbrück. Uraufführung in Paris. In Paris wird am Samstag eine im Konzentrationslager Ravensbrück geschriebene Operette uraufgeführt. Das Stück “Le Verfügbar aux enfers” (”Der Verfügbare in der Hölle”) der französischen Widerstandskämpferin Germaine Tillion ist im Théatre du Chatelet zu sehen.
Keine Kommentare » |
holocaust |
Permalink
Verfasst von dokmz
2.Juni 2007
Free Internet Press: Swiss Raid Nazi Art Thief’s Safe
Paintings from a Swiss bank safe linked to a notorious Nazi art thief have been confiscated as part of an investigation into whether the heir of a Jewish art collector was blackmailed, authorities said Friday. The Zurich prosecutor’s office said it raided the safe as part of a three-nation probe of a German art dealer accused of conspiring with an American art historian to withhold a painting by French impressionist Camille Pissarro from its rightful owner unless she paid a finder’s fee equal to 18 percent of its value.
siehe auch: Swiss raid Nazi art thief’s safe. Paintings from a Swiss bank safe linked to a notorious Nazi art thief have been confiscated as part of an investigation into whether the heir of a Jewish art collector was blackmailed, authorities said Friday. (…) Prosecutor Ivo Hoppler said the safe was rented by a trust based in the neighboring principality of Liechtenstein and was accessed by Bruno Lohse, who spirited away art from all over Europe during World War II on behalf of Hermann Goering, Hitler’s top aide. Lohse died two months ago in Munich; Münchner Staatsanwalt durchsucht Galerie-Räume. Das Erbe des im März verstorbenen Nazi-Kunsträubers Bruno Lohse beschäftigt die Justiz in München und Zürich. Die Staatsanwaltschaft ließ die Räume eines Münchner Galeristen durchsuchen, den eine Enkelin des Verlegers Samuel Fischer wegen Erpressung angezeigt hat. Der Galerist und ein amerikanischer Kunsthistoriker hätten der Frau gegen „Finderlohn” die Rückgabe eines Gemäldes von Camille Pissarro angeboten, das der Familie 1938 abgepresst worden sei; 14 Kunstwerke in Schließfach entdeckt. In der Schweiz sind offenbar wertvolle Gemälde aufgetaucht, die in der Nazi-Zeit im Auftrag von Hermann Göring geraubt wurden. Die Züricher Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag, in einem Schließfach mehrere Meisterwerke sichergestellt zu haben. Dabei soll es sich um mindestens 14 Gemälde von Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet, Oscar Kokoschka und anderen berühmten Malern handeln. Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” gehörte der Bank-Safe dem Kunsthistoriker Bruno Lohse. Er soll ihn 1978 angemietet haben. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er im besetzten Frankreich Kunstwerke für die Privatsammlung des Reichsmarschalls konfisziert - zumeist aus jüdischem Besitz; Nazi-Raubkunst in Züricher Banksafe vermutet. Nach dem kürzlichen Tod eines NS-Kunsträubers ist der Inhalt eines Züricher Banksafes bekannt geworden. Ein Münchner Kunsthändler steht unter Erpressungs-Verdacht. Staatsanwälte in Deutschland und der Schweiz sind auf eine heiße Spur zu Nazi-Raubkunst gestoßen. In Zürich stellten sie Gemälde in einem Banktresor sicher, der dem kürzlich in München verstorbenen NS-Kunsträuber Bruno Lohse gehörte. Die Münchner Justiz ermittelt wegen Verdachts der Erpressung gegen einen Kunsthändler, der der Enkelin des jüdischen Verlegers Samuel Fischer die Rückgabe eines wertvollen Gemäldes gegen «Finderlohn» angeboten hatte; Pissarro-Gemälde in Zürcher Banksafe beschäftigt die Justiz. Spur einer Raubkunst-Affäre. Ein wertvolles Bild des Impressionisten Pissarro, das 1938 einer jüdischen Familie von den Nazis geraubt worden war, wird in einem Safe der Zürcher Kantonalbank vermutet. Auf Antrag der Münchner Staatsanwaltschaft wurden jetzt alle Bilder in dem Depot beschlagnahmt, das dem kürzlich verstorbene Bruno Lohse gehörte, der für Herrmann Göring Kunstwerke enteignet hatte; Erpressung mit NS-Raubkunst. Das Erbe des kürzlich verstorbenen Nazi-Kunsträubers Bruno Lohse beschäftigt die Justiz in München und Zürich. Die Staatsanwaltschaft ließ die Räume eines Münchner Galeristen durchsuchen, den eine Enkelin des jüdischen Verlegers Samuel Fischer wegen Erpressung angezeigt hat. Die beschlagnahmten Unterlagen würden derzeit ausgewertet, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld am Freitag in München. Der Galerist und ein amerikanischer Kunsthistoriker hätten der Frau gegen «Finderlohn» die Rückgabe eines wertvollen Gemäldes des französischen Impressionisten Camille Pissaro angeboten, das der Familie 1938 geraubt worden sei. Die Münchner Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Erpressung ein und bat die Zürcher Justiz um Rechtshilfe; Nazi-Raubkunst: Monet, Renoir und Co. in Zürcher Safe entdeckt. Der Staatsanwalt Ivo Hoppler hat im Safe einer Bank in Zürich mehrere von den Nazis geraubte Kunstwerke gefunden. Geldwäsche-Ermittlungen der Liechtensteiner Behörden führten ihn zu dem Safe. Die “Süddeutsche Zeitung” und die “Zeit” berichteten, dass der NS-Kunsträuber Bruno Lohse, der im Auftrag des Nazi-Führers Hermann Göring arbeitete, die Kunstwerke in einem Schließfach aufbewahrte. Darunter seien Bilder von Claude Monet, Auguste Renoir und Camille Pissarro.
Lohse war im März gestorben, in Liechtenstein unterhielt er ein Konto. Hoppler sagte, ihm liege auch ein Rechtshilfeersuchen der Münchner Staatsanwaltschaft vor, das er nun beantwortet habe. Bis zu den entsprechenden Verfahren blieben die Bilder blockiert. “Dann wird entschieden, wer sie bekommen soll”, sagte der Staatsanwalt.
Keine Kommentare » |
Allgemeines |
Permalink
Verfasst von dokmz