Ausschreitungen in Rostock: Zwischen Wasserwerfern und Pflastersteinen
Ausschreitungen in Rostock: Zwischen Wasserwerfern und Pflastersteinen - stern.de
Die Polizei setzte die Wasserwerfer nicht nur zum Löschen brennender Müllcontainer ein
Bei schweren Krawallen zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten sind mindestens 146 Polizisten und eine unbekannte Anzahl von Demonstranten verletzt worden. Grünen-Politiker Ströbele befürchtet einen schweren Imageschaden für die Anliegen der Globalisierungskritiker. (…) Die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten sind zu Krawallen eskaliert. Nach Polizeiangaben wurden dabei mindestens 146 Beamte verletzt, 18 so schwer, dass sie in eine Klinik eingewiesen werden mussten. Angaben über verletzte Demonstranten liegen nicht vor. Auch friedliche Demonstranten wurden in Mitleidenschaft gezogen. Während die Polizei die Zahl der Festgenommenen mit 17 angab, sprach ein Vertreter des republikanischen Anwaltvereins gegenüber stern.de von mindestens 200 Festnahmen. Der Vertreter kritisierte den Polizeieinsatz scharf. Die Polizei habe Wasserwerfer eingesetzt, ohne zwischen gewaltbereiten und friedlichen Demonstranten zu unterscheiden. Zudem habe sie Sanitäter zeitweise nicht zu verletzten Demonstranten vordringen lassen. Die Polizei unterlaufe überdies jeden Versuch der Demonstrationsleitung, mäßigend einzugreifen.
siehe auch: Belagerungszustand in Rostock. Das Entsetzen stand vielen Demonstranten ins Gesicht geschrieben - so viel Brutalität und blinde Wut hatten die meisten noch nicht erlebt. Aus dem Rostocker Stadthafen wurde am Samstag ein regelrechtes Schlachtfeld: Stundenlang lieferten sich gewalttätige Autonome Straßenschlachten mit der Polizei - angestachelt von den Anfeuerungsrufen tausender Demonstranten, die zunächst friedlich gegen den G8-Gipfel kommende Woche in Heiligendamm protestiert hatten. (…) Die Polizei ging zum Gegenangriff über, stürmte immer wieder auf die Demonstrantenmenge ein und drängte sie in die Enge. In der Menschenmasse brach zum ersten Mal Panik aus. Zugleich solidarisierten sich die friedlichen Demonstranten zunehmend mit den Autonomen.














