Gay News From 365Gay.com: Gays March In Latvia Under Heavy Police Guard
Latvian gays marched in the capital city of Riga on Sunday under the watchful eyes of police who last year were accused of doing nothing while gays were attacked by extremists. Sunday’s parade was held in a park that had been fenced in to prevent a repeat of last year’s counter protest. Inside the enclosure several hundred gays – some from other European Union countries – marched along a roadway that ran in a circle inside Vermanes Park. (…) Outside the perimeter almost as many people staged a noisy demonstration against LGBT civil rights. Later in the day the anti-gay groups – skinheads, extreme nationalists, neo-Nazis and churchgoers – held a concert billed as pro-family.
siehe auch: Homosexuelle in Osteuropa. Von Normalität weit entfernt. In Lettland feiern Lesben und Schwule ihre Parade unter Polizeischutz. Die Gegner organisieren ein buntes Festival mit Bands und Luftballons – und dem Motto „Die Welt gegen Homosexualismus“. (…) Denn während die Polizei den Vermanes Park abriegelt, veranstalten die Gegner ein Familienfest auf der anderen Seite der Altstadt. Das Motto prangt in riesigen Lettern auf der Bühne: „Die ganze Welt ist gegen die homosexualistische Propaganda. Und du?“ Der Begriff „Homosexualismus“ stammt aus der Sowjetzeit und wird gern benutzt, um eine vermeintliche Nähe zu Alkoholismus und Drogenkonsum zu konstruieren. Die Zeitung Ritdiena hat das Festival organisiert und unzählige T-Shirts und Aufkleber drucken lassen. Es kommt zu skurrilen Szenen: Kinder im Grundschulalter betteln ihre Eltern um Süßigkeiten an und stecken in Hemden mit dem Schriftzug: „Die ganze Welt und Ritdiena ist gegen Schwule. Ich bin es auch.“ Kleine Jungen und Mädchen mit schwulenfeindlichen Slogans – das prägt das Stadtbild an diesem warmen Sonntag im Juni. Teenager haben sich die Aufkleber auf ihre Skateboards geklebt und zucken nur mit den Achseln, wenn man nach dem Warum fragt.
Memorandum des lettischen Volkes – Homophobie ist in Lettland weit verbreitet. Der Erzbischof von Riga, Kardinal Janis Pujats beschuldigt die Homosexuellen, den Tod der lettischen Nation herbeizuführen: „Ein verfaulter Apfel reiche aus, um die gesunden verfaulen zu lassen“. Auch Pujats unterstützt das Festival, zu dem mehrere tausend Besucher gekommen sind. Viele tragen sich in die Unterschriftenlisten ein, um das „Memorandum des lettischen Volkes“ zu unterschreiben.