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Aus der Mitte des Dorfes

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14.06.2007: Aus der Mitte des Dorfes (Tageszeitung junge Welt)
Zum Beispiel Thüringen: Wie Neonazis die Kommunalpolitik entdeckten
Die NPD im nordthüringischen Leinefelde festigte mit ihrem Bundesparteitag im Herbst 2004 den Wahlpakt mit der DVU in der »Volksfront von Rechts«. Auf diesem Treffen legte der Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt, ein viertes Ziel ergänzend zum »Drei-Säulen-Modell«1 fest: den »Kampf um den organisierten Willen«, die Bildung einer einheitlichen, aktionsfähigen Bewegung. Die rechtsextreme Szene in Thüringen, die bereits vor 2004 durch die gute Zusammenarbeit von braunen »Kameradschaften« und NPD geprägt war, nahm diese Strategie willig auf. Schon kurz nach dem Bundesparteitag fand im Dezember 2004 in Sondershausen (Thüringen) eine Saalveranstaltung unter dem Motto »Eine Bewegung werden – gemeinsam die ›Volksfront von Rechts‹ schaffen« statt. Vor etwa 200 Teilnehmern wurde die Allianz von NPD, DVU, Deutscher Partei und »Kameradschaften« für Thüringen gefestigt. Lediglich die Republikaner hielten und halten sich abseits. Die NPD hat in diesem rechtsextremen Pakt zusammen mit den »Kameradschaften« das Sagen. (…) Wie weit die Verankerung der Neonazis in Lauscha geht, zeigt ein Blick in ihre lokale Neonazipostille. Im Pappenheimer werben mehrere örtliche Handwerksbetriebe neben offensichtlicher brauner Hetze. Besorgte Bürger äußern sich aus Furcht vor den Rechten zu dem Thema schon lange nicht mehr öffentlich, und die Polizei sucht vergeblich vor Ort Partner in der Stadtverwaltung für ein repressiveres Vorgehen gegen die Neonazis.

Written by dokmz

14.Juni 2007 um 1:13 Uhr nachmittags

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