Hannoversche Allgemeine Zeitung - Ein „Ehrenbürger“ gerät in Verruf
Neues Gutachten belegt: Der langjährige Celler Oberbürgermeister Ernst Meyer hat das Nazi-Regime aktiv unterstützt.
Die Stadt Celle wird von ihrer Vergangenheit eingeholt – und muss 62 Jahre nach dem Ende der Nazi-Zeit eine Straße umbenennen. Zu Ehren des langjährigen und in der Stadt damals noch immer recht populären Oberbürgermeisters Ernst Meyer war 1953 eine Straße im Stadtteil Heese nach ihm benannt worden. Seit Freitag ist den Kommunalpolitikern in Celle klar, dass Meyer nicht nur ein aktiver Nazi war, sondern auch an der Judenverfolgung beteiligt war und überdies am 8. April 1945 Celler Bürger auf flüchtende KZ-Häftlinge schießen ließ. (…) In die NSDAP konnte er nur durch einen Gnadenerlass Adolf Hitlers aufgenommen werden. Diese Entscheidung ließ jedoch bis zum 1. Mai 1941 auf sich warten. Meyers Aufnahmeantrag aus dem Jahre 1933 hatten die Nazis abgelehnt, weil er zwei Freimaurerlogen angehörte. Der Celler Kreisarchivar Rainer Voss hat jedoch herausgefunden, dass Meyer dem Nazi-Regime seine Ergebenheit bekundete, indem er förderndes Mitglied der SS, der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt und des NS-Rechtswahrerbundes wurde. Er hat die Hitlerjugend aktiv unterstützt und auch andere NS-Organisationen stärker gefördert, als dies von ihm erwartet wurde.














3.Juli 2007 um 2:13 Uhr nachmittags
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