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Schlesier-Vorsitzender relativiert Verantwortung der Nazis

Der Schlesier-Vorsitzende Rudi Pawelka, macht die sowjetische Armee für die Vertreibungen verantwortlich.
Hannover (dpa) - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat auf dem Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien Entschädigungsklagen gegen Polen scharf kritisiert. Der umstrittene Schlesier-Vorsitzende Rudi Pawelka relativierte in seiner Rede die Verantwortung von Nazi-Deutschland für die Vertreibungen. (…) Der Chef der Landsmannschaft, Rudi Pawelka, ist Aufsichtsratsmitglied der umstrittenen Vertriebenenorganisation «Preußische Treuhand», die den ehemals deutschen Besitz einklagen will. Wulff forderte die Schlesier außerdem auf, sich von Rechtsextremisten abzugrenzen. «Zeigen Sie deutlich, dass Sie mit extremistischem Gedankengut gar nichts zu tun haben.» (…)
Der umstrittene Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Pawelka, relativierte in seiner Rede die Verantwortung von Nazi-Deutschland für die Vertreibungen aus den früheren deutschen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg. Pawelka sagte, immer wieder werde die Wahl Adolf Hitlers durch die Deutschen als Ursache für die Vertreibungen angeführt. «Das klingt, als ob die Rote Armee wegen Hitler geradezu gezwungen war, Gräuel zu begehen.» Für ihn seien die Tötungsaufrufe des sowjetischen Propagandisten Ilja Ehrenburg an die sowjetischen Soldaten «der eigentliche Grund, warum diese Gräuel in diesem Maße vorgekommen sind.»

siehe auch: Schlesier kritisieren polnische Regierung scharf. Das Treffen der Landsmannschaft Schlesien in Hannover ist mit scharfer Kritik am Umgang Polens mit der deutschen Minderheit eröffnet worden.

Written by dokmz

1.Juli 2007 um 11:21 Uhr nachmittags

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