3.Juli 2007
de.indymedia.org | Nazouting an Treptower Schule
Am 21. Juni 2007 wurde Markus Loszcynski, Mitglied des Bundesvorstandes der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) und ehemaliges Mitglied der verbotenen „Berliner Alternative Südost“ (BASO) an der Sal-Kochmann-Schule in Berlin-Treptow (Schöneweide) als Neonazi-Aktivist geoutet. An der Sala-Kochmann-Schule macht Loszcynski eine Ausbildung im Sozialwesen, welche es ihm später ermöglichen kann in Berufen wie Sozialarbeiter u.ä. einzusteigen. (…) Gerade weil Loszczynski seit Jahren aktiv im Bereich Rekrutierung und Bildung von Jugendlichen für die Neonaziszene aktiv ist, ist seine Entscheidung ,sich als Sozialarbeiter ausbilden zu lassen ,bewusst gewählt. Markus Loszcynski wurde Ende November 2005 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Junge Nationaldemokraten gewählt. In diesem Rahmen kümmert er sich aktiv um Jugendarbeit. So ist er z.B. im Nationalen Bildungszentrum, in der NPD-Zentrale in Köpenick aktiv, wo regelmäßig Schulungen auch für Kinder und Jugendliche stattfinden. Außerdem rekrutiert er Jugendliche für rechte Aktionen. So verteilte er während des NPD-Wahlkampfes 2005 mit Jugendlichen Werbematerial am S-Bhf. Schöneweide und fährt regelmäßig mit Jungnazis zu gemeinsamen Naziaufmärschen in und außerhalb Berlins.
Seine Betätigung im Bereich rechter Jugendarbeit begann allerdings schon früher. Bereits 2003 gründete er mit anderen Neonazis die rechte Jugendorganisation Berliner Alternative Südost, in der rund 15 bis 20 Jugendliche organisiert waren
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3.Juli 2007
bildungsklick.de - Paderborn: Hochschulrat tritt notfalls geschlossen zurück
Paderborn: Hochschulrat tritt notfalls geschlossen zurück. Gertrud Höhler soll auf Amt verzichten
Der Hochschulrat der Universität Paderborn hat gestern seinem Mitglied Prof. Dr. Höhler das Mandat in der Findungskommission zur Wahl der künftigen Hochschulleitung entzogen. Gleichzeitig bat der Hochschulrat Gertrud Höhler erneut, aus dem Hochschulrat zurückzutreten. Die frühere Beraterin von Helmut Kohl (CDU) war in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt geworden war, dass sie eine Immobilie in Zwickau an einen Abgeordneten der NPD vermietet hatte. Daraufhin war es in den vergangenen Wochen zum Streit um ihre Mitgliedschaft im Hochschulrat gekommen.
siehe auch: Stellungnahme von Prof. Dr. Winfried Schulze: “Vorgänge um Prof. Dr. Gertrud Höhler”. Prof. Dr. Winfried Schulze, Vorsitzender des Hochschulrats der Universität Paderborn, hatte für den heutigen Montag, 2. Juli 2007, zu einer außerordentlichen Sitzung an die Universität Paderborn eingeladen, um die aktuelle Lage zu diskutieren und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ziel war dabei u. a., Prof. Dr. Gertrud Höhler zum Rücktritt zu bewegen, damit der Hochschulrat zu seiner Sacharbeit zurückkehren und die Universität wichtige Zukunftsentscheidungen unbelastet von Auseinandersetzungen um eine einzelne Person im Hochschulrat treffen kann; Der Widerspenstigen Zähmung. Heute trifft sich der Hochschulrat der Uni Paderborn zu einer Sondersitzung. Die Mitglieder wollen Gertrud Höhler zum Rücktritt bewegen.
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Verfasst von dokmz
3.Juli 2007
taz, die tageszeitung - Kritik an Polizei nach Rostocker NPD-Demo
Die Polizei spricht von Links-rechts-Krawall - Opferberater halten das für eine skandalöse Fehleinschätzung
In der Neonazi-Szene herrscht seit Samstag Jubelstimmung. “SIEG! Das war echt klasse!”, schreibt einer in einem bekannten rechtsextremen Internetforum. Die “Zecken” hätten endlich “ordentlich was aufs Maul bekommen, hähä”. Ein anderer bilanziert: “Herrlich. Wochenlang hatten die Linken ne große Fresse am Hals und jetzt gabs mal ne ordentliche Abreibung. Sauber, weiter so.”
Die Rede ist von einem Vorfall, der sich am Samstag in einem Zug nach Rostock zutrug. Die Bundespolizei spricht von einer “Auseinandersetzung von linken und rechten Veranstaltungsteilnehmern”, die allesamt in einer S-Bahn unterwegs zu einer NPD-Demonstration oder zur Gegen-Demo in Rostock gewesen seien. Der Opferberatungsverein Lobbi hält diese Darstellung für skandalös. “Das war keine Auseinandersetzung zwischen links und rechts”, versichert Opferberater Tim Bleis. Vielmehr hätten Rechtsextreme am Bahnhof Pölchow einen Waggon gestürmt, die Passagiere herausgezerrt und zusammengeschlagen. (…) Unter den Verletzten sei auch ein vierjähriges Kind, das mit seiner Mutter zufällig in dem Waggon gesessen habe.
siehe auch: Nazis prügeln Zugreisende. Polizei verhöhnt die Opfer. Neonazis griffen in Zug nach Rostock mit äußerster Brutalität anreisende Gegendemonstranten an und nahmen später unbehelligt an rechter Demo teil; MVP: Untersuchungen nach Überfall in Pölchow. Nach dem Nazi-Überfall in Mecklenburg-Vorpommern am 30. Juni 2007 läuft die Aufarbeitung der Vorkommnisse. Besonders die Rolle der Polizei wird derzeit beleuchtet. (…) An der Haltestellte stiegen ebenfalls acht bis zehn Nazis in den Waggon ein. Nach Augenzeugenberichten kam es zu einem heftigen Wortgefecht. Tätlichkeiten soll es angeblich nicht gegeben haben.
Im Folgenden verlässt die Nazi-Gruppe den Wagen, um in einen anderen einzusteigen. Dort sitzen etwa 80 Neonazis, darunter die NPD-Abgeordneten Udo Pastörs, Tino Müller und Stefan Köster. Besonders bemerkenswert: Obwohl bei der Demonstration in Rostock mit Ausschreitungen gerechnet wurde - 2000 Polizisten waren im Einsatz - befanden sich im Zug offenbar überhaupt keine Einsatzkräfte. In dem kleinen Dorf Pölchow zogen die Nazis den Angaben zufolge die Notbremse, stiegen aus und umstellten den letzten Waggon, in dem sich die Anti-Nazi-Demonstranten und Festival-Besucher befanden. Die Nazi drückten mehrere Scheiben ein, circa 40 Nazis verprügelten die Reisenden.
anm. dokmz: Bahnhöfe, Neonazis und Polizeiversagen ist kein spezifisch ostdeutsches Phänomen; siehe z.B.: Neonazi-Überfall in Mainz – Bruch wirft Polizei Fehler vor. Nach dem Überfall von Rechtsextremen auf eine junge Frau in Mainz hat der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) der Polizei Fehler vorgeworfen.
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3.Juli 2007
Cellesche Zeitung - NSDAP-OB Meyer: Politik will aufräumen
Nachdem sich die Vermutung bewahrheitet hat, der zufolge Celles ehemaliger Oberbürgermeister Ernst Meyer sich im Dritten Reich aktiv für das Nazi-Regime stark gemacht hat und mit schuldig daran war, dass Celler Juden in Konzentrationslagern umgebracht wurden, will die Celler Politik mit diesem Teil der Vergangenheit aufräumen: Der Name Ernst-Meyer-Allee soll umgehend aus dem Stadtbild verschwinden. FDP und CDU wollen ein noch deutlicheres Signal: Auch anderen Nazis, die seinerzeit zu Ehrenbürgern ernannt wurden, soll diese Ehrung posthum entzogen werden.
siehe auch: Ein „Ehrenbürger“ gerät in Verruf. Neues Gutachten belegt: Der langjährige Celler Oberbürgermeister Ernst Meyer hat das Nazi-Regime aktiv unterstützt.
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Verfasst von dokmz