NPD-Verbot: Knobloch will Nazi-Märsche stoppen

9.Juli 2007

NPD-Verbot: Knobloch will Nazi-Märsche stoppen - Deutschland - Politik - FOCUS Online
Ein Verbot der NPD fordert die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch. Anlass war ein Neo-Nazi-Marsch am Wochenende in Frankfurt am Main. Nur durch ein Verbot könne verhindert werden, „dass braune Banden ihre Propaganda ungehindert in unseren Städten kundtun“, sagte Knobloch am Montag in München. Rechtsextreme Demonstrationszüge würden „das demokratische Ideal der Meinungsfreiheit ad absurdum führen“.

siehe auch: Knobloch verlangt NPD-Verbot. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, fordert ein neues Verfahren - und weist auf die staatliche Finanzierung der NPD hin.


Asylbewerberheim regelmäßig Ziel von Überfällen

9.Juli 2007

mz-web.de: Asylbewerberheim regelmäßig Ziel von Überfällen
Opfer: Brandanschlag kein Einzelfall - Vier mutmaßliche Neonazis vor Gericht. Die Asylbewerberunterkunft in Sangerhausen ist einem früheren Bewohner zufolge schon vor dem Brandanschlag vor einem halben Jahr regelmäßiges Ziel von Attacken gewesen. So seien eine Eingangstür mit einem Toilettenbecken zerstört und ein Gullydeckel in ein Fenster geworfen worden, sagte der 24 Jahre alte Afrikaner am Montag als Zeuge am Landgericht Halle. Wenige Tage vor dem Anschlag sei eine Flasche in sein Fenster geworfen worden. Er habe wegen der Angriffe Angstzustände und Albträume gehabt und wohne nun in einem anderen Heim. Angeklagt sind vier mutmaßliche Neonazis. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern und einer Frau im Alter von 21 bis 27 Jahren versuchten Mord sowie besonders schwere Brandstiftung vor. Beim Motiv gehen die Ermittler von Fremdenhass und Rache aus. Das Quartett sitzt in Untersuchungshaft.


“Sachsentag” statt “Pressefest”

9.Juli 2007

redok - “Sachsentag” statt “Pressefest”
Einen “Sachsentag” will die NPD-Jugendorganisation JN zusammen mit Neonazis aus “Freien Kräften” am 4. August in Dresden-Pappritz veranstalten. Das im Vorjahr dort abgehaltene “Deutsche Stimme-Pressefest” fällt dagegen in diesem Jahr aus, teilte die NPD Sachsen heute in einer kargen Meldung mit. Das Konzept der “Jungen Nationaldemokraten” (JN) für den “Sachsentag” am 04.08. orientiert sich offenbar am NPD-”Bayerntag”, den die bayerischen Kameraden in Regensburg (2006) und in Schmidgaden (2007) veranstalteten. Angekündigt sind einige Rechtsrock-Musiker wie Asynja (Schweden), Sachsonia und Frontalkraft (beide Deutschland) und die Sängerin “Viking” (Francesca Ortolani, Italien). Experten zählen Asynja zum Umfeld des in Deutschland verbotenen internationalen Neonazi-Skinhead-Netzwerks “Blood & Honour”.
Als Veranstalter werden auf einer eigens geschalteten Webseite nicht nur die JN, sondern auch “Freie Kräfte” genannt. Unterstützt wird die Veranstaltung von den Neonazi-Läden PC-Records aus Chemnitz (Musikproduktion und -vertrieb) sowie Crime Store aus Pirna, der von Martin Schaffrath betrieben wird. Schaffrath war im April dieses Jahres im Zuge einer Großrazzia als mutmaßlicher Führungskader der verbotenen “Skinheads Sächsische Schweiz” (SSS) festgenommen worden. Ebenfalls im Musikprogramm dabei sein sollen Prussian Blue (USA).


Gö: 180 gegen völkische Freaks.

9.Juli 2007

de.indymedia.org | Gö: 180 gegen völkische Freaks.
Kundgebung und Demo gegen APR-Verbandstagung in Göttingen ca. 180 Teilnehmer_innen.Auch in der Nacht Versuche die Burschis zu stören Personalienfeststellungen und Platzverweise.Am Freitagabend (6.7.) demonstrierten ca. 180 Menschen gegen das jährliche Verbandstreffen des Allgemeinen Pennäler Rings (APR), welches dieses Jahr im Haus der Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstraße 9) in Göttingen stattfand. An dieser Verbandstagung nehmen verschiedene Schülerverbindungen Teil, die völkische und nationalistische Inhalte vertreten (siehe auch: http://de.indymedia.org/2007/07/186864.shtml).


Under the Black Sun 06./07.07. – Auswertung

9.Juli 2007

de.indymedia.org | Under the Black Sun 06./07.07. – Auswertung:
Im Vorfeld wurde das diesjährige “Under the Black Sun” Unter der Schwarzen Sonne-Festival der “Triple Six”-Konzertagentur von Torsten Widera Zepernicker Chaussee 39, 16321 Bernau bei Berlin, im „Reiterhof Helenenau“ Helenenauer Weg 3, 16321 Börnicke, bereits kritisch betrachtet. Denn schon seit Jahren wird diesem Festival nachgesagt, eine Plattform für rechtsextremistische Black Metal-Bands und damit auch ein Sammelpunkt für die Fans des „NS-Black Metal“ zu sein.
Dieses Jahr sollten wieder einige Bands auftreten, welche mit neonazistischem Gedankengut entweder sympathisieren oder zumindest offen kokettieren. Dazu zählen ETERNITY aus Nordhausen/Thüringen, CORPUS CHRISTI aus Portugal, WATAIN aus Schweden, INQUISITION aus den USA. Ebenso war von der Anwesenheit zahlreicher „NS-Black Metaller“ auszugehen. (…) „Vermutlich will man probieren(dank Dornbusch/Mühlmann Mischpoke,Antifa und anderen “Fachmännern”)unsere Szene zu verunsichern. Wirklich lächerlich,dass die Jugs von Eternity und sogar Watain (RH Band,davor mit Kreator unterwegs) kurze Zeit ein Auftrittsverbot erhielten! Zum Glück hats dann doch noch geklappt. Bekannt war auch sicher vielen, dass sog. V Männer auf dem Gelände die Lage auskundschafteten, getarnt u.a. in Burzum Shirts.Gut recherchiert, Jungs..“
Bei einem Rundgang über das Festivalgelände konnte die Präsenz zahlreicher Fans mit einschlägigen rechtsradikalen und neonazistischen T-Shirts, Aufnähern, und Ansteckern festgestellt werden (Fotos). Die Security von „Triple Six“ hat sich nicht um darum gekümmert, so lange keine Sachbeschädigung oder Körperverletzung passierte. In Anbetracht der geringen Besucherzahl von deutlich weniger als 500 Gästen, ist diese Ignoranz erst einmal erstaunlich. Denn es wäre ohne weiteres möglich gewesen, solche Fans des „NS-Black Metal“ gezielt anzusprechen und ggf. vom Festivalgelände zu verweisen. Allerdings wurde nur ein einziger Platzverweis aus einem solchen politischen Grund ausgesprochen; und zwar gegen den ehemaligen Schlagzeuger von ABSURD, Hendrik Möbius.


Zivilcourage ist gefordert

9.Juli 2007

Echo Online - Zivilcourage ist gefordert
Zivilcourage ist gefordert.Rechtsextremismus: Odenwälder Bündnis sieht seine Warnungen bestätigt
Nach Feststellung der Kriminalpolizei gibt es in Mömlingen im Landkreis Miltenberg ein „ernst zu nehmendes rechtsextremes Gefährdungspotenzial“. Wiederholt seien in dem bayerischen Nachbarort jenseits der nördlichen Grenze des Odenwaldkreises antifaschistisch engagierte Bürger und Jugendliche von Neonazis bedroht und angegriffen worden. Die Übergriffe reichten von massiven Drohungen über das Aufschlitzen von Reifen bis hin zu massiven körperlichen Angriffen. Dies berichtet der Deutsche Gewerkschaftsbund, Region Südhessen, als Mitglied des Bündnisses „Odenwald gehen Rechts“ in einer Pressenotiz über eine von dieser Gruppe organisierte Informationsveranstaltung in Mömlingen. (…) Wie Weiss konkret zu Mömlingen darlegte, wurde dort 2003 ein Neonazi-Konzert veranstaltet. Ein weiteres Konzert habe nur durch das Eingreifen der Polizei verhindert werden können. Eine bayernweite Razzia gegen das verbotene Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ (Blut und Ehre) habe am 7. März diesen Jahres auch die „Mömlinger Szene“ im Visier gehabt.