Sportversuche von Rechtsaußen
redok – Sportversuche von Rechtsaußen
Durch eine Vereinsgründung und eine „Patenschaft“ für einen etablierten Verein versuchen NPD-Kreise, auch im Sport Fuß zu fassen. Die Sportfunktionäre wehren sich. Im thüringischen Hildburghausen haben Rechtsextreme vor etwa zwei Wochen einen „Athletik-Sportverein“ gegründet, berichtet die Lokalzeitung Freies Wort in ihrer morgigen Ausgabe. Der Landtagsabgeordnete Uwe Höhn (SPD), zugleich auch Präsident des Kreissportbundes (KSB), sagte: „Das hatte eindeutig einen rechten Hintergrund und war von der NPD gesteuert“. An der Gründungsversammlung hatte der NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt teilgenommen, als Einführungsvortrag sei ein Referat mit dem Titel „Die Lüge über Buchenwald“ gehalten worden. Etwa 20 Jugendliche seien Gründungsmitglieder gewesen. (…) Im Bochumer Stadtteil Wattenscheid hat der NPD-Kreisverband dagegen dem alteingesessenen Fußballverein SG Wattenscheid 09 angeboten, eine sogenannte „Rasenpatenschaft“ zu übernehmen.
siehe auch: Diese Unterstützung ist nicht erwünscht. SG 09 Wattenscheid lehnt Hilfe der NPD entschieden ab. Rechtsextreme wollte Rasenpatenschaften für die Jugendabteilung übernehmen (…) Der Verein wehrt sich gegen die propagandistische Instrumentalisierung durch die rechtsextremistische Partei, da dies mit den Prinzipien des Klubs „in keiner Weise in Einklang zu bringen ist.“ Die SG 09 sei stolz darauf, dass gerade die Integration von jungen Menschen mit Migrations-Hintergrund im Rahmen der Vereinsarbeit „hervorragend funktioniert.“; NRW: NPD auf Abramovich`s Spuren II. Da die NPD in NRW inhaltlich nur sehr wenig gebacken bekommt, versucht sie jetzt erneut, sich in den Fankurven der Fußballstadien ein bisschen beliebter zu machen. Daher ruft sie dazu auf, den durchaus sympathischen Underdog SG Wattenscheid 09 durch Rasenpatenschaften finanziell zu unterstützen. Hilfe von der NPD selbst wollte die SG übrigens nicht, räumt die NPD-Wattenscheid allerdings in einer Mitteilung ein.



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