Internationale Strategien gegen Rechts
14.Juli 2007vorwaerts.de - Politik - Internationale Strategien gegen Rechts
Rechtsextremismus ist ein Problem, mit dem die ganze Welt zu kämpfen hat. Rechtsextreme Gewalt und Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien finden sich in nahezu allen modernen Gesellschaften. Beängstigend ist auch die Zunahme der internationalen Vernetzung rechtsextremer Akteure. Dieser zu begegnen, war Ziel der dreitägigen Konferenz „Internationale Entwicklungen des Rechtsextremismus“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Ergebnisse wurden bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert. (,…) Zwei Beispiele zum Umgang mit rechten Gruppierungen jenseits der deutschen Grenzen lieferten der Amerikaner Mark Potok sowie Rafal Pankowski aus Polen. „Wir machen Jagd auf Neonazis“, zeigte sich Potok kämpferisch. Er und seine Kollegen vom „Southern Poverty Law Centre“ in Montgomery geben kostenlos ein Magazin heraus, den so genannten Intelligence Report. Darin werden illegale Verstrickungen rechter Gruppierungen aufgedeckt und Politiker angeprangert, die Verbindungen zu diesen Gruppen haben.
Neonazis mit Clownsgesicht störten Veranstaltung
14.Juli 2007FREIES WORT | Zella-Mehlis - Neonazis mit Clownsgesicht störten Veranstaltung
Zu einem Großeinsatz rückten etwa 30 Polizeibeamte am Freitagnachmittag, gegen 16.30 Uhr, auf den Mehliser Markt aus. Dort versuchten als Clowns maskierte Neonazis eine Kundgebung der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST) zu stören.
Sie entrollten Bänder mit Sprüchen wie „Lachen gegen Links“ und bewarfen die Kundgebungsteilnehmer mit Bonbons. Als die jungen Linken versuchten, sich gegen die Provokation zu wehren und den Clowns ihre Transparente und Masken abzunehmen, traf die Polizei ein. Diese war erst wenige Minuten zuvor mit ihrem Großaufgebot vom Mehliser Markt abgerückt, nachdem die Kundgebung zunächst friedlich verlief.
Anklage gegen Neonazi
14.Juli 2007Anklage gegen Neonazi - Märkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg
23-Jähriger kommt wegen Mordversuchs an Inder vor Gericht
Gegen einen 23-jährigen Neonazi ist wegen versuchten Mordes an einem Inder Anklage erhoben worden. Er habe das Opfer aus fremdenfeindlichen Motiven am 20. April in Prenzlau (Uckermark) zusammengeschlagen, sagte die Neuruppiner Oberstaatsanwältin Lolita Lodenkämper gestern. Gegen einen 25-Jährigen erging Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Angriffe erfolgten laut Lodenkämper aus einer Gruppe heraus, die zuvor den Jahrestag des Hitler-Geburtstags gefeiert hatte. Den Ermittlungen zufolge hatte der Hauptbeschuldigte zunächst einen Südamerikaner grundlos angerempelt. Dann habe er den 1977 geborenen Inder ausländerfeindlich beschimpft, diesen mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und in den Bauch getreten. “Anschießend trat er dem am Boden liegenden Opfer noch einmal kräftig gegen den Kopf, was für uns den Tatbestand des Mordversuchs erfüllt”, erläuterte Lodenkämper. “Er nahm billigend den Tod des Mannes in Kauf.” Der Inder erlitt unter anderem ein Schädelhirntrauma.
Als die Nazis die Bilder verboten
14.Juli 2007WELT ONLINE - Als die Nazis die Bilder verboten - Nachrichten Kultur
Am 19. Juli 1937 eröffnete in den Münchner Hofgarten-Arkaden “Entartete Kunst” - die Diffamierungsausstellung der Nationalsozialisten. Bilder von modernen Meistern wie Kirchner, Dix oder Nolde wurden gezeigt. Für die Künstler hatte das böse Folgen. „Die Kunst ist frei.“ Ein schöner Satz, der vielen Rednern leicht über die Lippen kommt. Auch Joseph Goebbels hat ihn einmal gesagt, wobei er allerdings noch einen bedeutsamen Nachsatz hinzugefügt hat: „Die Kunst soll frei bleiben, allerdings muss sie sich an gewisse Normen gewöhnen“, erklärte der Propagandaminister des Naziregimes im März 1933.
Vier Jahre später zeigte sich, wie diese Normen aussahen. Am 19. Juli 1937 eröffnete in den Hofgarten-Arkaden in München die Ausstellung „Entartete Kunst“, in der Künstler wie Otto Dix, Wassily Kandinsky, Marc Chagall, Paul Klee oder Ernst-Ludwig Kirchner aufgrund ihres modernen Malstils öffentlich diffamiert wurden. Es war der Gipfel der künstlerischen Unfreiheit, der sich in diesen Tagen zum siebzigsten Mal jährt.
Rechter greift Linken wegen Anti-Nazi-Button an
14.Juli 2007Rechter greift Linken wegen Anti-Nazi-Button an
Ein offenkundig der rechten Szene zugehöriger 29-Jähriger hat am Freitagnachmittag in Charlottenburg einen Linken angegriffen. Wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte, schlug der Mann auf dem U-Bahnhof Siemensdamm sein 22 Jahre altes Opfer und riss ihm einen
Anti-Nazi-Anstecker vom Rucksack. Anschließend flüchtete er.
Neonazis in Ostdeutschland - Prallvolles Zornkonto
14.Juli 2007
Neonazis in Ostdeutschland Prallvolles Zornkonto - Kultur - sueddeutsche.de
Prallvolles Zornkonto.Eine Band namens Endlöser und Gandhi-Zitate: Im Osten präsentieren sich die Rechtsextremen als Biedermänner und Brandstifter zugleich. Und die Mehrheit der Bevölkerung sehnt sich nach “einer starken Hand”. (…) Was ist dagegen zu sagen, dass es auf der Hauptstraße von Pirna einen Laden namens “The Store” gibt?
Bis vor kurzem hieß der Laden noch “Crime Store”. Gegen den Besitzer Martin Schaffrath wird momentan in fünf Fällen ermittelt, unter anderem wegen Körperverletzung, Nötigung und Verbreitens von NS-Propaganda: Er wurde in Dresden aufgegriffen mit einem Karton Hakenkreuz-Shirts im Kofferraum. Schaffrath ist Kreisverbands-Vorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN) und war treibende Kraft bei der Renovierung der Mühle Brausenstein. Jetzt sitzt er, einen kleinen Jungen auf dem Schoß, hinter dem Tresen seines Ladens. Wer sich nicht auskennt, muss denken, es sei ein normales Kleidergeschäft. An den Wänden freundliche Fashionposter, hinter der Kasse eine Auszeichnung “Breite Straße blüht auf”. Nur die Namen einiger Labels machen stutzig: Brachial, Hooligan, oh, und da hängen Pullis von Thor Steinar, des Erfinders der Designermode für deutsche Rechte. “Entschuldigung, das sind doch rechte Klamotten.” Schaffrath springt auf: “Rechts? (…) Einer der Hauptverantwortlichen für den neuen Sound der Rechten ist Jürgen Gansel, NPD-Abgeordneter im sächsischen Landtag. Gansel gründete in Abgrenzung von der Frankfurter Schule, die die Deutschen nur gelehrt habe, sich selbst zu verachten, die “Dresdner Schule”, die vornehmlich aus ihm selbst besteht und die allen “Umvolkern” und “Demokratieverlängerern” den Kampf ansagt. Statt altbackenem Geschichtsrevisionismus predigt er Systemkritik, die Schlagworte seiner Pamphlete heißen Globalisierung, Hartz IV, Irak-Krieg, Gewährsleute sind neben Gandhi Ulrich Beck, Che Guevara und Antonio Gramsci. Gansel referiert zustimmend ganze Passagen aus ihren Werken, um sie dann scharf nach rechts zu biegen.
Rechts: Hakenkreuzfahne über Sportlerheim Siersdorf - klarmann - @ myblog.de
14.Juli 2007Rechts: Hakenkreuzfahne über Sportlerheim Siersdorf - klarmann - @ myblog.de
Untertitel: „…und die lustige Fahne und das Geburtstagskind mit zwei Gasknarren.“ Neonazis haben nun auf einer Homepage Bilder von einer Party [1] auf dem Sportplatz im Aldenhovener Ortsteil Siersdorf [2] veröffentlicht. Bei Eingangs beschriebener Fahne handelt es sich um eine Hakenkreuzfahne, vor der während der Party ein Vermummter mit zwei Pistolen steht. Laut Untertitel handelt es sich dabei um den Veranstalter, der nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ erst kürzlich verurteilt wurde [3]. (…) So sind auf einigen Bildern u.a. Mitglieder oder Mitbegründer des „Nationalen Widerstands Herzogenrath“ (NWH) trotz Anonymisierung deutlich zu erkennen. Auch Vertreter der „Kameradschaft Moers-Rheinberg“ sind deutlich zu erkennen. Ebenso bekannt sein dürften neben dem „Gastgeber“ einige der im Hintergrund geparkten Autos der Gäste.
Verfasst von dokmz












