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Pflastersteine und Morddrohungen

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Pflastersteine und Morddrohungen
In Thüringen klagen nicht nur linke Abgeordnete über Attacken von Rechtsextremen. Bereits die dritte Attacke”, sagt Tilo Kummer. Vor seinem Wahlkreisbüro im thüringischen Hildburghausen liegen Scherben und ein Pflasterstein. Wieder wurde dem 39-jährigen Landtagsabgeordneten der Linken die Fensterscheibe eingeworfen. Kein Einzelfall in Thüringen, Angriffe und Beschädigungen von Abgeordnetenbüros häufen sich. Vor zwei Wochen krachte es im Erfurter Wahlkreis- und Jugendbüro “RedRoxx” der Landtagsabgeordneten Susanne Hennig. Davor traf es das Büro einer Bundestagsabgeordneten in Gotha. In Apolda, sagte Hennig, wurden einer Stadträtin wenigstens fünfmal die Scheiben eingeworfen.
Und es trifft offensichtlich nicht nur Büros der Linken. Der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Fiedler hat jetzt eine kleine Anfrage im Landtag gestellt, um einmal einen Überblick über die Angriffe in ganz Thüringen zu bekommen. “Auch Kollegen unserer Fraktion berichten immer wieder über Beschädigungen”, so Fiedler. Hinter den Attacken werden rechtsextremistische Gewalttäter vermutet. Bei dem, was sie treiben, geht es weit über Steinwürfe auf Büros hinaus. Der Links-Abgeordnete Ralf Kalich aus Schleiz stand im vergangenen Jahr drei Monate unter Polizeischutz, weil er massiv von Neonazis bedroht wurde. Seine Frau, die eine Gaststätte betreibt, wurde mit Mord bedroht. (…) Noch bizarrer ist, was die Erfurter Abgeordnete Hennig erlebte. Die 29-Jährige wurde nach eigenen Angaben Opfer eines Stalkers aus der rechten Szene. Vor dem Anschlag auf ihr Erfurter Büro habe der Erfurter NPD-Chef Kai-Uwe Trinkaus versucht, sie einzuschüchtern.

Written by dokmz

23.Juli 2007 um 10:31 Uhr vormittags

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