Streit um Friedensplatz
25.07.2007: Streit um Friedensplatz (Tageszeitung junge Welt)
Neben dem rechten Laden »Donnerschlag« gibt es in Dortmund seit etwa einer Woche einen weiteren Anlaufpunkt für Neofaschisten. Einer Erklärung antifaschistischer Gruppen zufolge hat in der Hohen Straße 53, ausgerechnet im alternativen Dortmunder Kreuzviertel, das Bekleidungsgeschäft »Goaliat!« eröffnet. Inhaber Torsten Kellerhoff hatte sein Glück mit gleichnamigem Laden zuvor in Bochum versucht. Dort verhinderte ein breites Bündnis, daß sich der Neonaziladen, der unter anderem die Kleidungsmarke »Thor Steinar« im Angebot hatte, festsetzen konnte (…) Fernab der Auseinandersetzung um Treffpunkte und Ladenlokale rechter Gruppen steht Dortmunder Antifaschisten weiterer Ärger ins Haus. So hat der Dortmunder Neofaschist Dennis Giemsch für den Antikriegstag am 1. September einen weiteren Aufmarsch, ausgerechnet auf dem Friedensplatz, angemeldet. Das Motto: »Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege«. Die Dortmunder Polizeiführung hat bereits angekündigt, auch diese neuerliche Provokation nicht zu verbieten. Bereits am 1. Mai durften Rechte randalierend durch Dortmund ziehen und wurden kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Kundgebungsplatz chauffiert, während Antifaschisten eingekesselt wurden.














