Erst Hass-Musik, dann Gewalt

Erst Hass-Musik, dann Gewalt
Rechte Jugend-Cliquen sind in Hessen “kein einmaliges Phänomen” / Marburger Forscher befragen Kommunen und untersuchen die Szene. Es sind Jungs, die sich als rechtsextreme Cliquen zusammentun. Sie lassen ausländerfeindliche Sprüche ab, hören gemeinsam Hass-Musik und werden zuweilen gewalttätig. Solche Gruppen gibt es nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in vielen Teilen Hessens. Sie treffen sich in einer Kneipe in Florstadt ebenso wie auf öffentlichen Plätzen in Kassel, rund um die Dornburger Mehrzweckhalle und bei Zeltdiskotheken in Wölfersheim. (…) Eine große Rolle spielt für die Jugendlichen offenkundig rechte Musik. Die Gruppe in Angelburg etwa betreibe “einen schwungvollen Handel mit rechter Musik und verbotenen Liedern”. Insgesamt reiche das Spektrum der Cliquen vom Nazi-Liedgut wie dem Horst-Wessel-Lied über Rechtsrock bis hin zu “menschenverachtendem braunen Heavy Metal”, heißt es in dem Buch.

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