NPD-Gegner können mit Spenden rechnen

1.Oktober 2007

NPD-Gegner können mit Spenden rechnen
Die drei NPD-Gegner, die am Donnerstag vom Amtsgericht Waren wegen ihres gewaltsamen Vorgehens gegen einen NPD-Wahlwerber Geldbußen auferlegt bekamen, können auf breite Unterstützung hoffen. Nach den Grünen und dem Bund der Antifaschisten kündigten gestern die Landtagsfraktionen von SPD und CDU - mehrere Hundert Euro - sowie der DGB - 500 Euro - an finanzieller Hilfe an. Die drei Landschaftsgärtner sollen 2600 Euro Geldbuße zahlen, weil sie 2006 an einer Schule in Waren einen NPD-Helfer bedroht und ihm Flugblätter und sogenannte Schulhof-CDs abgenommen und zertreten haben. Die RAA, ein Verein für Demokratie in Waren, richtete ein Konto ein.

“Keinen Fußbreit dem Faschismus” ist nicht nur eine Worthülse, sondern auch Ausdruck von Achtung und Solidarität gegenüber Menschen. Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand gegen die NPD-Verteilaktion. Wir zitieren daher gerne und mit der Bitte um Spende aus RAA richtet Spendenkonto in Reaktion auf den Warener “Schulhof-CD-Prozess” ein:
Unter dem Stichwort “Zivilcourage” können Spenden auf das Konto Nr. 18 667 535 der RAA M-V e. V. bei der DKB, BLZ 120 300 00 eingezahlt werden. Bei Angabe von Namen und Adresse werden Spendenbescheinigungen ausgestellt. Über die Bußgeldbeträge i. H. v. ca. 2.600 € ggf. hinaus gehende Spendenbeträge werden an den Opferfonds CURA der Amadu Antonio Stiftung weiter geleitet.


Rechtsextremer wegen Gewalttat in Antwerpen vor Gericht

1.Oktober 2007

Rechtsextremer wegen Gewalttat in Antwerpen vor Gericht
Mehr als ein Jahr nach einer rassistisch motivierten Gewalttat beginnt in Antwerpen heute der Prozess. Angeklagt ist ein junger Mann, der sich selbst der rechtsextremistischen Szene zurechnet. Der 19-Jährige hatte am 11. Mai vergangenen Jahres in der Antwerpener Altstadt Jagd auf Immigranten gemacht und dabei ein zweijähriges Mädchen und dessen afrikanische Kinderfrau getötet sowie eine türkische Frau schwer verletzt.


Deutsche Neonazis übernehmen SVP-Kampagne

1.Oktober 2007

www.20minuten.ch: News von jetzt! - Deutsche Neonazis übernehmen SVP-Kampagne
Die weissen Schafe der SVP-Kampagne bekommen eine braune Gesinnung: Nun hetzt die rechtsextreme deutsche Partei NPD mit der Schäfchen-Kampagne gegen Ausländer. Die SVP erwägt eine Klage. Drei weisse Schafe bugsieren ein schwarzes über die Grenze. Diese mittlerweile europaweit bekannte Kampagne, mit der die SVP für ihre Ausschaffungsinitiative wirbt, hat einen weiteren Nachahmer gefunden: die Sektion Hessen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Unter dem Slogan «Sozial geht nur national» werben die Neonazis für die Landtagswahlen im kommenden Jahr. Die SP sieht sich nun in ihrer bereits früher geäusserten Kritik an den «rassistischen Plakaten» bestätigt: «Da kommt eine gewisse Nähe zwischen der SVP und der NPD ans Tageslicht», so Parteipräsident Hans-Jürg Fehr.


Elf Festnahmen nach Attacke auf Griechen

1.Oktober 2007

Elf Festnahmen nach Attacke auf Griechen - Yahoo! Nachrichten Deutschland
Nach dem fremdenfeindlichen Übergriff auf drei Griechen in Pankow hat die Polizei im Laufe des Samstags insgesamt elf Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren festgenommen. Insgesamt gehe die Polizei nach den bisherigen Ermittlungen von zwölf Tätern aus, sagte ein Sprecher am Abend. Gefahndet werde noch nach einer jungen Frau, die zu der Tätergruppe gehörte. (…) Die drei Griechen waren am Samstagmorgen an einer Tankstelle am Karower Damm überfallen worden. Die beiden 27 und 28 Jahre alten Männer und eine 25 Jahre alte Frau wurden Polizeiangaben zufolge von mehreren betrunkenen Männern zuerst mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und dann tätlich angegriffen.


Sinfoniekonzert für Rolf Reuter

1.Oktober 2007

Rundfunk Berlin-Brandenburg | Nachrichten - Sinfoniekonzert für Rolf Reuter
Die Komische Oper Berlin widmete ihrem verstorbenen Generalmusikdirektor Rolf Reuter am Freitagabend das erste Sinfoniekonzert der Saison 2007/2008. Der Dirigent war am 10. September im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. (…) Zuletzt war er Vorwürfen ausgesetzt, rechtsextremen Kreisen nahezustehen. Der Berliner SPD-Abgeordnete Tom Schreiber hatte gefordert, dem inzwischen seit mehreren Jahren pensionierten Dirigenten das Bundesverdienstkreuz sowie die Ehrenmitgliedschaft der Oper abzuerkennen. Reuter soll Schreiber zufolge bei Veranstaltungen der als rechtsextremistisch eingestuften Deutschen Kulturgemeinschaft und beim Freundeskreis Ulrich von Hutten als Referent aufgetreten sein.

siehe auch: Rolf Reuter gibt rechtsextreme Kontakte zu: ‘Das diente dem Dialog’. Rolf Reuter gibt rechtsextreme Kontakte zu: ‘Das diente dem Dialog’. Letzten Freitag hatte Rolf Reuter, der ehemalige Generalmusikdirektor der Komischen Oper in Berlin, zugegeben, Kontakte zu rechtsextremen Gruppen gehabt zu haben.


Schritte gegen DVU erwogen

1.Oktober 2007

Berliner Morgenpost: Brandenburg vom 28.09.2007: Schritte gegen DVU erwogen
Die Landtagsverwaltung prüft nach Informationen dieser Zeitung, ob gegen bestimmte Äußerungen der rechtsextremen DVU im Parlament vorgegangen werden kann. In der jüngsten Landtagsitzung sagte die DVU-Abgeordnete Birgit Fechner bei der Debatte um das Rauchverbot, auch die Genossen der NSDAP hätten eine gute Gesundheitsvorsorge betrieben.


Rechtsextremer Erntedank

1.Oktober 2007

Rechtsextremer Erntedank - Märkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg
NPD-Politiker würde Rauen gegen 50 000 Euro Entschädigung verlassen. Andreas Molau wirkt verunsichert. Und das gibt er auch unverhohlen zu. Immer wieder schaut der NPD-Funktionär durch seine vor Regentropfen fast blinde Nickelbrille nervös auf die Uhr. Punkt 12 ist ihm an diesem verregneten Samstag die Räumung von dem idyllisch gelegenen Gut Johannesberg angekündigt. So hat es der Alteigentümer des knapp 20 Hektar großen Grundstückes inmitten der Apfelplantagen nahe Rauen (Oder-Spree) verlangt. Abgesehen davon, dass das von Molau initiierte “Erntedankfest” für Freunde, Mitstreiter und Interessierte der rechtsextremen NPD buchstäblich ins Wasser zu fallen droht, sitzen dem 39-jährigen ehemaligen Waldorfschul-Pädagogen aus Niedersachsen auch noch die Behörden wegen der nicht genehmigten, öffentlichen Veranstaltung im Nacken. Auf sämtlichen Zufahrtswegen zu dem abgelegenen, nicht einsehbaren Anwesen hat sich die Polizei postiert, kontrolliert jeden Ankömmling und wartet zunächst einmal ab. Auf Gut Johannesberg fühlt man sich augenscheinlich beobachtet und nicht so recht wohl in der eigenen Haut. “Das öffentliche Erntedankfest habe ich längst abgesagt, auch im Internet”, versichert Molau. Dass er auf “seinem” Grundstück jedoch eine private Feier für Freunde und Sympathisanten abhalten wolle, könne ihm niemand verbieten. (…) Ein Gestüt soll in die Stallanlagen einziehen, Kneipe und Scheunen-Disko würden wieder belebt, die jetzt noch verpachteten, weitläufigen Apfelplantagen sollen künftig in Eigenregie bewirtschaftet werden. Ein Hofladen werde entstehen, “Jugendprojekte” wolle er initiieren und auch das geplante Landschulheim sei nach wie vor in Planung. “Dafür habe ich bereits Angebote holländischer Waldorfschul-Lehrer.” NPD-Mitglieder und -Anhänger hätten selbstverständlich jederzeit Zutritt, macht Molau aus der rechtsextremen Ausrichtung kein Hehl. Gegen 50 000 Euro Entschädigung würde er die Immobilie “definitiv” verlassen, bekräftigt er jedoch auf Nachfrage. Es gebe in Deutschland ja keine Not, andere geeignete und leerstehende Objekte zu finden, meint er und fügt hinzu: “Dann verfällt das Gut eben weiter und wir schaffen die Arbeitsplätze woanders.”

siehe auch: NEONAZIS KOMMEN ZU «PRIVATER FEIER» IN RAUEN ZUSAMMEN. Neonazis kommen zu «privater Feier» in Rauen zusammen. Nach dem Verbot eines NPD-Festes haben sich mehrere Neonazis am Samstag in Rauen zu einem als «private Feier» deklarierten Treffen versammelt.


“Demokratischer Widerstand nötig” - Klöckner und Pick befürworten Protest gegen rechte Aufmärsche am Feld des Jammers

1.Oktober 2007

Main Rheiner · “Demokratischer Widerstand nötig” - Klöckner und Pick befürworten Protest gegen rechte Aufmärsche am Feld des Jammers
Können die zwei Mal jährlich durchgeführten Aufmärsche rechtsextremer Gruppen am Mahnmal “Feld des Jammers” verhindert werden? Darüber diskutierten Ratsmitglieder und Politiker auf einer von Orts- und Verbandsgemeinde organisierten Veranstaltung. Gekommen waren nur wenige interessierte Bürger. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Bretzenheimer lange Jahre unter dem Lager und seiner Außenwirkung gelitten hätten und “endlich ihre Ruhe haben” wollten, zeigte Ortsbürgermeister Wolfgang Spietz Verständnis. Ärgerlich seien für ihn die seit fünf Jahren durchgeführten Kundgebungen, zumal die Demonstranten überhaupt keinen Rückhalt in der Bevölkerung hätten. Spietz erinnerte an die Verbrechen der Nazis, für welche auch die teils noch jungen deutschen Kriegsgefangenen im Lager hätten büßen müssen. Daher habe er kein Verständnis dafür, dass heute Rechtsextremisten die Opfer für ihre Zwecke einzuspannen versuchten. Das Mahnmal erinnere an das unsagbare Leiden der Kriegsgefangenen und mahne die nachfolgenden Generationen, dass es nie wieder faschistische Menschenverachtung geben dürfe.


ARD: Vorwürfe gegen Quandt (BMW) Eine deutsche Dynastie, die Nazis und das KZ

1.Oktober 2007

ARD: Vorwürfe gegen Quandt (BMW) Eine deutsche Dynastie, die Nazis und das KZ - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Wie kam es zum Vermögen der BMW-Dynastie Quandt? Durch Hilfen der Nazis und Ausbeutung von KZ-Häftlingen, findet ein ARD-Film. Er kam klandestin ins Programm. Die verstorbene Schauspielerin Inge Meysel hat noch einige Fans. Doch wer am Sonntag einen halbe Stunde vor Mitternacht ins erste Programm schaltete, sah statt des angekündigten TV-Films über die Norddeutsche etwas anderes: eine brisante Dokumentation aus dem Genre Zeitgeschehen. Der NDR hatte sich statt Inge Meysel eine der wichtigsten deutschen Unternehmerfamilien zum Thema gemacht: die Quandts. Es ging nicht um die Art, wie die Dynastie von Bad Homburg den Münchner Autokonzern BMW dirigiert - sondern um Verstrickungen in die Nazi-Diktatur, um Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, um Tod und Leid, um Schuld und Sühne. (…) Die ARD-Dokumentation lässt kein Indiz aus, um den Eindruck zu mehren, am heutigen Vermögen der Quandts klebe das Blut anderer. Unterstützt vom Biografen Rüdiger Jungbluth (”Die Quandts: Ihr Aufstieg zur mächtigsten Wirtschaftsdynastie”) verbindet Autor Eric Friedler die Fundstücke aus den Archiven und die Aussagen noch lebender Zeitzeugen zu einer Generalanklage – die offenbar bei den Nürnberger Kriegsverberecherprozessen fehlte. Er empört sich, dass Günter Quandt nach dem Krieg als verfolgt und unbelastet gelten konnte. Schon die Hochzeit von Günter Quandts früherer Frau Magda mit dem NS-Propagandisten Joseph Goebbels – auf einem Quandtschen Anwesen – hatte dem Unternehmer gute Kontakte zur Elite der Nazis gebracht. Sohn Harald Quandt war von Goebbels angenommen worden. Der Clanchef, 1933 in die Partei eingetreten, nutzte das Netzwerk offenbar skrupellos zur Expansion. Da ist zum Beispiel das Batteriewerk in Hannover. Zwangsarbeit und Häftlinge aus dem KZ Neuengamme müssen hier unter lebensbedrohlichen Umständen schuften. Die SS bewacht das Lager. Viele sterben. In einem internen Papier berechnet Quandt einmal eine “Fluktuation“ von 80 Personen – das war wohl die geplante Todesrate.


MVregio - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern FDP auf - Konsequenzen zu ziehen

1.Oktober 2007

MVregio - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern FDP auf - Konsequenzen zu ziehen
Landtagsabgeordneter Sebastian Ratjen (FDP) unterstützt Aufbau rechtsextremer Struktur. Der Greifswalder Landtagsabgeordnete Sebastian Ratjen (FDP) schreckt nicht davor zurück, aus falsch verstandener Solidarität mit einer Ladenbesitzerin sich mit Thor Steinar-Klamotten einzudecken. Obwohl er inzwischen informiert wurde, dass die Kleidung der Marke Thor Steinar nicht nur ein Erkennungszeichen der rechten Szene ist, sondern auch ganz bewusst von Rechtsextremisten für Rechtsextremisten produziert wird. Ein Teil des Geldes, das für diese Kleidung ausgegeben wird, fließt direkt in den Aufbau rechtsextremer Strukturen. Erst stellte Sebastian Ratjen sich schützend vor den Kauf der Kleidung mit rechtsextremer Symbolik, nun ruft er sogar zum Kauf von Nazi-Klamotten auf. Sebastian Ratjen (FDP) verlässt mit seinem Eintreten für Thor Steinar den Grundkonsens der demokratischen Parteien und gefährdet den Kampf gegen den Rechtsextremismus.