31.Oktober 2007
mz-web.de: Razzia in der rechten Szene
BKA durchsucht Haus von NPD-Vorstand - Verbreitung von CDs mit verbotenen Inhalten. Rund 100 Beamte des Bundeskriminalamtes, der Bundespolizei und der Landeskriminalämter von Thüringen und Niedersachsen haben am Dienstag Wohnungen von Anhängern der rechten Szene durchsucht. Hintergrund ist die Verbreitung von CDs mit verbotenen rechtsextremistischen Inhalten. Nach Angaben der federführenden Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nahmen die Ermittler neben zwei Wohnungen im Harz auch das Haus eines NPD-Bundesvorstandsmitglieds in Thüringen in Augenschein. Bei dem NPD-Funktionär handelt es sich nach ddp-Informationen um den in Fretterode im Eichsfeld wohnenden Thorsten H. Der 1969 geborene H. gilt als einer der führenden deutschen Neonazis. Wie aus dem jüngsten Thüringer Verfassungsschutzbericht hervorgeht, betreibt er einen Versandhandel, der unter anderem Bild- und Tonträger, Geschenkartikel und Militärartikel in großem Umfang anbietet. Mit dem Vertrieb sei H. auch im Internet aktiv.
siehe auch: BKA: Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und Bundeskriminalamt teilen mit: Schlag gegen Herstellung und Vertrieb rechtsextremer Tonträger. BKA durchsucht bei Anhängern der rechten Szene -. Seit heute Morgen (30.10.07) durchsuchen Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) mit Unterstützung der Bundespolizei sowie der Landeskriminalämter Thüringen und Niedersachsen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Wohnobjekte eines NPD-Bundesvorstandsmitglieds in Thüringen sowie weiterer Personen im Harz/Niedersachsen; Ein CD-Versand, der Schlagstöcke liefert. Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen Hersteller und Vertreiber von rechter Rockmusik. Über 100 Beamte durchsuchten gestern Wohnungen in Thüringen und Niedersachsen. Die NPD nutzt solche CDs, um Jugendliche für sich zu gewinnen (…) Seit Jahren ist Heise im Rechtsrockgeschäft mit dabei. “Er gehört zu den wichtigsten Strippenzieher im Rechtsrock”, betont Christian Dornbusch, der Studien über rechte Musik herausbrachte. Diese Musik sei für die NPD zu dem “ideologischen Transmitter” geworden, um Jugendliche gezielter anzusprechen. Zudem seien die Musik und die Fanartikel eine sehr “lukrative Finanzquelle”. Mit seinem Label “WB Records” produziert Heise, der im NPD-Vorstand für die Zusammenarbeit mit den Freien Kameradschaften zuständig ist, auch eigene CDs. Bei seinem “WB-Versand” können Fans aber auch Schutzwesten oder Schlagstöcke aus Stahl erstehen.
anm. dokmz: Durchsucht wurde bei Thorsten Heise, Michael Müller und Annett Müller (vorm. Moeck); s.o.
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31.Oktober 2007
derStandard.at - Gaskammer-Zweifel bei Feier für Mölzer-Blatt
Irving-Anwalt Schaller leugnet bei “Zur Zeit”-Veranstaltung Sachbeweis für Gaskammern - Irving beklagt sich per Video: Verhaftung “wie bei den Nazis”. Der Verteidiger von Holocaust-Leugner David Irving hat seine Aussage, dass es keinen Sachbeweis für die Existenz von Gaskammern gebe, wiederholt - diesmal allerdings auf österreichischem Boden. Es würde lediglich Zeugenaussagen und Geständnisse geben, erklärte er bei einer Feier des Mölzer-Blattes “Zur Zeit”. Mit einer ähnlichen Aussage hatte Anwalt Herbert Schaller bereits im vergangenen Dezember bei der Holocaustleugner-Konferenz in Teheran für Aufsehen gesorgt. (…) Auch David Irving hat sich bei der Zehn-Jahres-Jubiläumsfeier via Videoeinspielung zu Wort gemeldet. Er war von einem Wiener Straflandesgericht für schuldig befunden worden, in zwei Reden 1989 Zweifel an dem vorsätzlichen Massenmord an Juden und der Existenz der Gaskammern in Auschwitz geäußert zu haben. Nach seiner vorzeitigen Entlassung war er im Dezember vergangenen Jahres auf Bewährung aus Österreich abgeschoben worden.
siehe auch: Irving-Anwalt: “Es gibt keinen Beweis für Gaskammern”. Der Anwalt Herbert Schaller wiederholte seine Zweifel am Holocaust bei einer Feier der Zeitung “Zur Zeit”. Er tätigte diese Aussagen zum ersten Mal auf österreichischem Boden, damit könnte er rechtlich belangt werden; Irving-Anwalt leugnet Holocaust. Der Verteidiger von Holocaust-Leugner David Irving hat seine Aussage, dass es keinen Sachbeweis für die Existenz von Gaskammern gebe, wiederholt - diesmal auf österreichischem Boden. Es würde nur Zeugenaussagen und Geständnisse geben, so Herbert Schaller bei der Jubiläumsfeier von “Zur Zeit”. Ähnliches hatte er bereits im Vorjahr bei der Holocaustleugner-Konferenz in Teheran gesagt.
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31.Oktober 2007
Prague again bans neo-Nazi march | Jerusalem Post
Prague City Hall said Tuesday it has restored a ban on a march planned for next month by a right-wing extremist group through the Czech capital’s Jewish quarter. The march had been scheduled to take place November 10, a day after the anniversary of Kristallnacht - the 1938 night of terror when the Nazis attacked synagogues and Jewish homes and businesses throughout Germany and parts of Austria. The event - organized by the Young National Democrats, which is linked to the National Resistance, a neo-Nazi group - was condemned by Jewish leaders and Czech President Vaclav Klaus said it was a “politically and morally unacceptable act which dishonors the memory of the victims of Nazi crimes.”
siehe auch: Neo-Nazi march banned in Prague. A march planned by a right-wing extremist group through the Czech capital’s Jewish quarter was banned again in Prague on Tuesday.Prague City Hall originally banned the march on Oct. 4, saying it would incite “hatred and intolerance of citizens because of their nationality, origin and religious faith.” (eastern-europe.archill.net) Prague City Hall originally banned the march on Oct. 4, saying it would incite “hatred and intolerance of citizens because of their nationality, origin and religious faith.” (eastern-europe.archill.net) The march had been scheduled to take place Nov. 10, a day after the anniversary of Kristallnacht - the 1938 night of terror when the Nazis attacked synagogues and Jewish homes and businesses throughout Germany and parts of Austria; Czech extremists have to reroute march as Jews book planned route. Prague- Czech right-wing extremists cannot march through Prague’s historical Jewish Quarter on November 10 in accordance with their plan, as the route in question has been booked by the Jewish Liberal Union, the City Hall says on its website; Právo: Churches join protest against march of neo-Nazis. Participants in the international conference “Inter-religious Dialogue Today” in Prague condemned the planned Czech neo-Nazis’ march through the Prague Jewish Quarter, the daily Právo wrote Tuesday. “We, participants in the conference, Jews, Christians, Muslims, and members of other religions as well as those adhering to no belief, consider it unthinkable and in conflict with any principles and laws of civilised countries to allow a group of people to celebrate ethnic, racial or religious oppression of another,” the participants in the conference said in a statement; Prag verbietet Neonazi-Marsch durch jüdisches Viertel. Die Prager Stadtverwaltung hat am Dienstag einen geplanten Marsch von Rechtsextremisten durch das jüdische Viertel der tschechischen Hauptstadt verboten.Die Prager Stadtverwaltung hat am Dienstag einen geplanten Marsch von Rechtsextremisten durch das jüdische Viertel der tschechischen Hauptstadt verboten. Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben gegen die Stationierung tschechischer Truppen im Irak protestieren.
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