Neues Volksblatt – APA News – Strache vergleicht EU-Vertrag mit „Anschluss“
Attacken auf die Regierung, die EU, Ausländer, den Grazer Bürgermeister Nagl und Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll sind am Sonntag im Zentrum der knapp eineinhalbstündigen Neujahrsansprache von FPÖ-Parteichef Strache beim Neujahrstreffen der Blauen in Graz gestanden. Aufhorchen ließ Strache mit dem Vergleich des EU-Reformvertrags mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland 1938. Die FPÖ wolle über den EU-Vertrag abstimmen und „nicht wie 1938 unsere Freiheit verlieren“. „Es wird ein Anschluss vorgenommen, den wir nicht wollen.“ Es drohe der Untergang Europas, „ja, wir sind bedroht“, erregte sich Strache. Die FPÖ sei nicht Europa-feindlich, die EU entwickle sich allerdings von einem Friedensprojekt zu einem „Kriegsprojekt“.
siehe auch: Ausfälle gegen Islam bei Wahlkampf von FPÖ und BZÖ. Von heftiger Kritik am Islam war das FPÖ-Neujahrstreffen in Graz gekennzeichnet. Die blaue Spitzenkandidatin für die Grazer Gemeinderatswahl, Susanne Winter, meinte, der islamische Prophet Mohammed wäre heute ein „Kinderschänder“, außerdem sei er ein „Feldherr“, den den Koran in „epileptischen Anfällen“ geschrieben hätte. Die Beschimpfungen erregten die Gemüter in allen Lagern; FP-Neujahrstreffen – Glawischnig: Strache-Entschuldigung. Die Grüne Vizechefin Eva Glawischnig hat für die „unerträgliche Entgleisung“ von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der den EU-Reformvertrag mit dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 verglichen hatte, eine Entschuldigung oder den Rücktritt des blauen Vorsitzenden verlangt.