Verbreitung von Neonazimaterial in UPS Betrieb – Geschäftsleitung von UPS Deutschland sieht keinen Handlungsbedarf — Netzwerk IT
In der Nürnberger UPS-Niederlassung veröffentlichte ein Supervisor und Betriebsratsvorsitzender ein Schreiben an die Belegschaft, in dem er ausgiebig und zustimmend Neonaziwebsites zitierte und empfahl. Die Geschäftsleitung unternahm nichts gegen diese Ungeheuerlichkeit. Nachdem ein Gesamtbetriebsratsmitglied sich einschaltete und protestierte, weigerte sich der Generalbevollmächtigte von UPS Deutschland sogar ausdrücklich, Maßnahmen gegen diese Verbreitung von Naziagitation in einem UPS Betrieb zu ergreifen. Kürzlich nun teilte das Unternehmen dem Gesamtbetriebsrat „abschließend“ mit, das Thema gelte als erledigt – Maßnahmen gegen eine solche Verwendung von Nazipropaganda bei UPS soll es demnach auch in Zukunft nicht geben. Unmittelbar vor den Betriebsratswahlen im Frühjahr 2006 hatte sich der Betriebsratsvorsitzende bei UPS Nürnberg, Supervisor Tobias Dede, für ein von ihm im Betrieb herausgegebenes achtseitiges Pamphlet die Inhalte von Neonazi-Websites zu eigen gemacht, auf denen u.a. gewerkschaftlich engagierte UPS-Kollegen, die ihm und dem Management unbequem sind, von den Nazis ins Visier genommen werden und in ein schlechtes Licht gerückt werden sollen. Er hatte sogar die Lektüre der entsprechenden „Anti-Antifa“-Artikel und den Besuch der Naziwebsites der Belegschaft empfohlen. Damit wollte er die Wahlchancen der von den Nazis Attackierten schmälern, die auf der ver.di-Liste gegen Tobias Dedes Liste antraten. Die fraglichen rechtsextremistischen Internetseiten werden von den USA aus vom berüchtigten amerikanischen Neonazi und Hitlerdarsteller Gary Lauck ins Netz gestellt. Für die Gewerkschaft ver.di war diese Entgleisung Grund, den Betriebsratsvorsitzenden im September 2006 als Mitglied auszuschließen. Der ver.di Gewerkschaftssekretär Harry Roggow zeigte sich über den Ausschluss erleichtert: „Wer sich Nazi-Argumente zueigen macht und andere Menschen damit diffamiert, hat in unserer Gewerkschaft nichts verloren.“, so Roggow. Allerdings erwartete er in einer Stellungnahme auch, „dass UPS gegen seinen Mitarbeiter, der im übrigen mit Führungsaufgaben betraut ist, Sanktionen ergreift oder zumindest sich von ihm distanziert.“ Dies geschah nicht.
siehe auch: Der Nürnberger UPS Betriebsratsvorsitzende und die Neonazis von der Anti-Antifa. „Der Betriebsratsvorsitzende der Nürnberger UPS Niederlassung, Tobias Dede, nutzt rechtsextremistische Websites, um Gewerkschafter und Betriebsratskollegen zu diffamieren. Mit einem Flugblatt, das die ver.di Betriebsgruppe diskreditieren soll, wandte er sich Anfang März 2006, direkt vor der Betriebsratswahl, an die Belegschaft. Schikanen und Hetze gegen Gewerkschafter sind bei UPS Deutschland weder neu noch außergewöhnlich. Neu in diesem Fall ist allerdings, dass der Betriebsratsvorsitzende sich der Agitation und der Inhalte einer rechtsextremistischen Website bedient und offen Nazi-Websites als Informationsquelle empfiehlt…“; Der Nürnberger UPS Betriebsratsvorsitzende und die Neonazis von der „Anti-Antifa“. Der Betriebsratsvorsitzende der Nürnberger UPS Niederlassung, Tobias Dede, nutzt rechtsextremistische Websites, um Gewerkschafter und Betriebsratskollegen zu diffamieren. Mit einem Flugblatt, das die ver.di Betriebsgruppe diskreditieren soll, wandte er sich Anfang März 2006, direkt vor der Betriebsratswahl, an die Belegschaft. Schikanen und Hetze gegen Gewerkschafter sind bei UPS Deutschland weder neu noch außergewöhnlich. Neu in diesem Fall ist allerdings, dass der Betriebsratsvorsitzende sich der Agitation und der Inhalte einer rechtsextremistischen Website bedient und offen Nazi-Websites als Informationsquelle empfiehlt.