Sohn eines jüdischen Plakatsammlers klagt gegen deutsches Museum
derStandard.at – Sohn eines jüdischen Plakatsammlers klagt gegen deutsches Museum
Streit über Rückgabe einer von den Nazis gestohlenen Plakatsammlung mit Millionenwert
Vor dem Landgericht Berlin bahnt sich ein Streit über die Rückgabe einer von den Nazis gestohlenen Plakatsammlung mit Millionenwert an. Der Sohn des verstorbenen jüdischen Eigentümers Hans Sachs, der 70-jährige US-Bürger Peter Sachs, verklagte am Montag das Deutsche Historische Museum (DHM) auf Herausgabe eines Filmposters aus dem Jahr 1932 für den Film „Die blonde Venus“ mit Marlene Dietrich. Der Wert des Posters wird auf rund 13.500 Euro geschätzt. Mit dem Musterprozess will Sachs aber die Rückgabe der gesamten im DHM erhaltenen Sammlung erzwingen, deren Verkaufspreis auf 13 bis 40 Millionen Euro taxiert wird. Erhalten sind noch rund 4.300 von ursprünglich 12.500 Plakaten und 18.000 kleineren Grafiken. „Ob ich gewinne oder verliere – ich schulde es meinem Vater, sein Lebenswerk und lebenslange Leidenschaft zurückzuholen“, erklärte Sachs zu seiner Klage.
siehe auch: Marlene auf dem Minenfeld. Was Goebbels einst stahl, soll das Deutsche Historische Museum nun zurückgeben. Der Sohn eines 1938 geflüchteten jüdischen Sammlers klagt auf die Herausgabe von Plakaten, die seinem Vater geraubt wurden – und setzt dabei auf das Prinzip Hoffnung.


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