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Archiv für 04.03.2008

Sohn eines jüdischen Plakatsammlers klagt gegen deutsches Museum

04.03.2008 dokmz Kommentieren

derStandard.at – Sohn eines jüdischen Plakatsammlers klagt gegen deutsches Museum
Streit über Rückgabe einer von den Nazis gestohlenen Plakatsammlung mit Millionenwert
Vor dem Landgericht Berlin bahnt sich ein Streit über die Rückgabe einer von den Nazis gestohlenen Plakatsammlung mit Millionenwert an. Der Sohn des verstorbenen jüdischen Eigentümers Hans Sachs, der 70-jährige US-Bürger Peter Sachs, verklagte am Montag das Deutsche Historische Museum (DHM) auf Herausgabe eines Filmposters aus dem Jahr 1932 für den Film „Die blonde Venus“ mit Marlene Dietrich. Der Wert des Posters wird auf rund 13.500 Euro geschätzt. Mit dem Musterprozess will Sachs aber die Rückgabe der gesamten im DHM erhaltenen Sammlung erzwingen, deren Verkaufspreis auf 13 bis 40 Millionen Euro taxiert wird. Erhalten sind noch rund 4.300 von ursprünglich 12.500 Plakaten und 18.000 kleineren Grafiken. „Ob ich gewinne oder verliere – ich schulde es meinem Vater, sein Lebenswerk und lebenslange Leidenschaft zurückzuholen“, erklärte Sachs zu seiner Klage.

siehe auch: Marlene auf dem Minenfeld. Was Goebbels einst stahl, soll das Deutsche Historische Museum nun zurückgeben. Der Sohn eines 1938 geflüchteten jüdischen Sammlers klagt auf die Herausgabe von Plakaten, die seinem Vater geraubt wurden – und setzt dabei auf das Prinzip Hoffnung.

Umstrittene Straßennamen

04.03.2008 dokmz Kommentieren

Umstrittene Straßennamen
Die Carl-Peters-Straße in Lüneburg ist eigentlich nichts besonderes. Ein- und Mehrfamilienhäuser wechseln sich ab, das Industriegebiet liegt in unmittelbarer Nähe. Um diese unscheinbare Stichstraße ist nun aber ein Streit entbrannt, der Anwohner, Politiker und den Bürgerverein der Stadt beschäftigt. Der Namensgeber der Straße, Carl Peters, 1856 geboren, gilt als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika und ausgewiesener Rassist.

Bad Säckingen: Diskussion über Nazi-Link

04.03.2008 dokmz Kommentieren

Badische Zeitung Online – Bad Säckingen: Diskussion über Nazi-Link
Wieviel Freiheit verträgt das Web? Auf der Homepage von Bad Säckingen haben Rechtsradikale wochenlang unbemerkt Werbung plaziert. Die Stadt löschte den Nazi-Link, lässt aber anonyme Einträge ins Online-Vereinsregister weiter zu. Einmal darauf hingewiesen, hat die Säckinger Stadtverwaltung den Eintrag sofort gelöscht.  (…) Die Internetseite mit den rechtsextremistischen Inhalten wurde Ende 2007 online gestellt, wie das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg berichtet.

ZDF-Zweiteiler ‘Die Gustloff’: Der ZDF-Fachberater und die Rechten

04.03.2008 dokmz Kommentieren

ZDF-Zweiteiler ‘Die Gustloff’: Der ZDF-Fachberater und die Rechten – Politik – stern.de
Der 82-jährige Autor Heinz Schön gilt als der Experte, wenn es um den Untergang der „Wilhelm Gustloff“ geht. Auch zur opulenten ZDF-Produktion „Die Gustloff“ hat er als Augenzeuge einen wichtigen Beitrag geliefert. Dass Schön seit den 90er Jahren auch in Publikationen im rechtsextremen Umfeld veröffentlichte, wurde bislang nicht beachtet. (…) Dass Schön in Publikationen des rechten Randes auftaucht, ist dagegen unbestreitbar. Im Jahr 1998 steuerte er einen Beitrag zu einer Festschrift bei, die dem Holocaust-Leugner David Irving gewidmet ist. Der Titel des Buches lautet: „Wagnis Wahrheit. Historiker in Handschellen?“ Im Vorwort von Herausgeber Reinhard Uhle-Wettler wird Irvings „Geschicklichkeit“ im Auffinden „unbekannter Dokumente“ gelobt, und sein „Mut, scheinbar unumstößliche historische Wahrheiten zu hinterfragen“. In Bezug auf Auschwitz heißt es dort: „Die ständige Beschwörung allein der deutschen Schlechtigkeit und Schuld zeigt, dass die Welt nicht bereit ist, vor der jeweils eigenen Tür zu kehren, wo sich ja genügend Schmutz angehäuft hat.“ (…) In den 50er Jahren schrieb er noch Bücher über Aspekte des Zweiten Weltkriegs, vornehmlich in dem für seine populärwissenschaftlichen Werke bekannten Stuttgarter „Motorbuch Verlag“. Mindestens fünf Bücher jedoch veröffentlichte er zwischen 1998 und 2007 auch bei dem Kieler Arndt-Verlag. Das Verlagshaus wird seit dem 80er Jahren wegen des Verdachts auf rechtsextreme Schriften vom schleswig-holsteinischen Verfassungsschutz beobachtet. „Das Verlagsprogramm ist durch revisionistische Literatur geprägt“, heißt es auf Seite 47 im Verfassungsschutzbericht des Landes für das Jahr 2006. Geschäftsführer jener Unternehmensgruppe, zu der auch der Arndt-Verlag gehört, ist Dietmar Munier, ein ehemaliges Mitglied der Jungen Nationaldemokraten, des Jugendverbandes der rechtsextremen Partei NPD. Munier bezeichnet Schön in einer stern.de vorliegenden Verlagsmitteilung noch im Jahr 2005 als seinen „Hausautor“ und posiert mit Schön auf einem Foto.

Bad Nenndorf: Demo gegen Agnes-Miegel-Kult

04.03.2008 dokmz Kommentieren

de.indymedia.org | Bad Nenndorf: Demo gegen Agnes-Miegel-Kult
Am 01.03.08 demonstrierten in Bad Nenndorf 150 Menschen gegen die Verherrlichung der Nazi-Dichterin Agnes Miegel und gegen Geschichtsrevisionismus. Anlass dafür war das Treffen der „Agnes-Miegel-Gesellschaft“. Nach anfänglichen Verzögerungen aufgrund des schlechten Wetters, entwickelte sich die Demo zu einem kraftvollen Zeichen gegen den seit Jahren in Bad Nenndorf begangenen Kults um die „Mutter Ostpreußens“. Agnes Miegel (1879-1964) war eine Anhängerin des Nationalsozialismus, was sie durch ihre Mitgliedschaft in mehreren nazistischen Organisationen und in der NSDAP ebenso verdeutlichte, wie mit ihren Lobeshymen auf Adolf Hitler. Auch in vielen anderen Werken der „Heimatdichterin“ lässt sich ein positiver Bezug auf die faschistische Blut- und Boden-Ideologie und das Konstrukt der Volksgemeinschaft finden. Nach ihrer Flucht aus dem ehemaligen Ostpreußen zog Miegel nach Bad Nenndorf, wo sie noch zu Lebzeiten verehrt wurde. Insbesondere im den Kreisen von „Heimatvertriebenen“ erlangte sie große Beliebtheit. Nach ihrem Tod gründete sich in der Kurstadt die „Agnes-Miegel-Gesellschaft“, die mit Veranstaltungen wie den alljährlich stattfindenden „Agnes-Miegel-Tagen“ das Andenken an die fragwürdige Dichterin bewahren will. Nicht länger zusehen wollte diesem Treiben das aus verschiedenen regionalen Antifa-Gruppen bestehende „Bündnis gegen Agnes-Miegel-Verherrlichung“ und organisierte daher die heutige Demonstration unter dem Motto „Mit dem Agnes-Miegel-Kult-Brechen! Gegen Opfermythen und Revisionismus!“

Siehe auch: „Steine und Ziegel auf Agnes Miegel“. Rund 150 Menschen haben am heutigen Sonnabend in Bad Nenndorf gegen die Verherrlichung Nazi-Dichterin Agnes Miegel protestiert. Anlass waren die diesjährigen „Agnes-Miegel-Tage“.

Madrid: Nazi Meeting militant verhindert

04.03.2008 dokmz Kommentieren

de.indymedia.org | Madrid: Nazi Meeting militant verhindert
Beim derzeitigen Wahlkampf in Spanien mischen leider auch faschistische Parteien mit.
Diesen Freitag (29.02) versuchten die rechtsextremen Gruppen aus dem „nationalrevolutionärem“ Umfeld „Nación y Revolución“ sowie „Combat España“ ein Wahlkampfmeeting („Die Preise steigen – wann steigen unsere Löhne?“). Dies wurde durch militanten Widerstand von hunderten antifaschisten Erfolgreich verhindert.

München: Neueste Naziaktivitäten

04.03.2008 dokmz Kommentieren

de.indymedia.org | München: Neueste Naziaktivitäten
Nachdem die Münchener Stadt intensiv von Naziplakaten zum Wahlkampf (BIA/Pro München) befreit wurde und die beiden zu den Kommunalwahlen antretenden Naziorganisationen auf verschiedenen Ebenen im Wahlkampf bekämpft wurden, kam es in der vergangenen Woche zu neuen Aktionen von Nazis, ohne dass diesen ein entsprechender anifaschistischer Gegenwind entgegenkam: -Naziorganisation BIA (NPD) auf Münchener Radiosender Charivari 2h lang im Interview. Nazikandidat Karl Richter (BIA/NPD) verbreitet ungestört weiterhin Propaganda in Rundfunkforum, Überfall von Nazis in München auf Jugendliche mit Körperverletzungen, Naziinfobus tourt durch München, Infostand in Münchener Innenstadt (Stachus) von BIA/NPD. Nazis verteilen ungestört Infomaterial und Schulhof-CD´s. Wenige Antifaschisten (6!) werden von Polizei und Staatsschutz festgehalten und bedrängt. Zwei Naziorganisationen,“Pro München“ und „BIA-Bürgerinitiative Ausländerstop“,- beide von NPD-Seilschaften koordiniert und sich im Format von „Bürgerinitiativen“ präsentieren, werden am kommenden Sonntag in München zur Kommunalwahl antreten.Aktive Menschen sorgten dafür dass ein Grossteil der seit Wochen in München aufgestellten Wahlkampfplakate der beiden Nazigruppen wieder aus der Öffentlichkeit entfernt wurden, sauber entsorgt wurden oder eindeutig umgeändert wurden („Blondes Kind mit Edding-Hitlerbart“).

Czech police join extremist National Guard

04.03.2008 dokmz Kommentieren

Romano Vodi – Czech police join extremist National Guard – News
The paramilitary National Guard (NG), established by the extreme rightist National Party last year, has attracted some 2000 people, including many former career soldiers and police, the Czech daily Pravo writes today, referring to NG Commander Michal Kubik. The first members are to serve as commanders. The training is to start later this year, Pravo says. The NG is planning the public oath-taking ceremony for this October, on the 90th anniversary of Czechoslovakia’s establishment, it ads. Kubik told Pravo that out of the 2000 candidates for the NG membership, only a faction would undergo an entry interview. Pravo says the data given by the NG cannot be checked.

Roma organization petitions for disbanding of Hungarian Guard

04.03.2008 dokmz Kommentieren

Romano Vodi – Roma organization petitions for disbanding of Hungarian Guard – News
In just two weeks, the National Gypsy Government (Országos Cigány Önkormányzat, OCÖ) has collected tens of thousands of signatures to support an amendment to the law that would ban the Hungarian Guard and similar paramilitary organizations, stop.hu wrote on February 22, based on a report by state news agency MTI. The signature gathering initiative is not about conflicts between Roma and Hungarians but about democracy and those who question it. OCÖ Chairman Orbán Kolompár said that although they are not campaigning for signatures, several minority organizations, along with people of Roma and non-Roma origin have joined their cause. At least 50,000 signatures need to be collected for a request for the amendment to be accepted.

Kategorien:Rechtsextremismus

African man pushed from train platform by ‘neo-Nazi’ German woman

04.03.2008 dokmz Kommentieren

African man pushed from train platform by ‘neo-Nazi’ German woman | the Daily Mail
An Aftrican man was moments from death after a German ‘neo-Nazi’ woman pushed him in front of a train
A 19-year-old African man was lucky to be alive after a woman claiming to be an „admirer“ of Nazis pushed him in front of an oncoming train in Germany. The attack happened on Sunday as the man from Angola was confronted by the „neo-Nazi“ woman who allegedly called him a „s**t n****r“. The woman, with shaven head and wearing skinhead-style boots, then pushed the man off the platform of the station as a commuter train approached.

Police Say Petersburg Neo-Nazis Were Planning Terrorist Act

04.03.2008 dokmz Kommentieren

Union of Councils for Soviet Jews: Police Say Petersburg Neo-Nazis Were Planning Terrorist Act
Police in St. Petersburg, Russia arrested a group of neo-Nazis whom they accuse of plotting a terrorist act timed to coincide with Sunday’s presidential election, according to a March 1, 2008 report by the news web site Newsru.com. Police detained five men in their twenties at an Internet cafe owned by the leader of their neo-Nazi group.