Nacht für Nacht My Lai
Nacht für Nacht My Lai
Am 16. März 1968 richteten US-Soldaten in einem vietnamesischen Dorf ein Blutbad an. Lawrence Colburn stellte sich seinen Kameraden entgegen. Erstmals erzählt er seine Geschichte einer deutschen Zeitung. 105 amerikanische Soldaten rückten an diesem Tag in My Lai ein, um eine Schlacht zu schlagen. Nach vier Stunden sollte es nur drei Helden geben: Hugh Thompson, Glenn Andreotta und Lawrence Colburn. Alle drei wurden drei Wochen später ausgezeichnet, für Tapferkeit vor dem Feind. Dieser Feind, der für sie wie ein Geist war, der selbst entschied, ob er aus der Deckung trat, er hatte sich gar nicht blicken lassen. Die über 500 Vietnamesen, die an diesem Tag gestorben waren, sie waren allesamt unbewaffnete Zivilisten. Vier Stunden hatte das Morden gedauert, bis Hugh Thompson und seine beiden Bordschützen auftauchten.
siehe auch: 40 Jahre Massaker in My Lai. Am Morgen des 16. März 1968 überfiel eine US-Kompanie das Dorf My Lai, vergewaltigte Frauen und ermordete 503 Bewohner, vom Kleinkind bis zum Greis; Wie die Öffentlichkeit von My Lai erfuhr. Anfänglich deutete nichts darauf hin, dass My Lai aufgedeckt würde. Kommandeure hatten Einsatzberichte gefälscht, vorgesetzte Stellen kümmerten sich nicht um die unglaubwürdige Darstellung. (…) Wie es scheint, hatte man es auf eine geräuschlose Schadensabwicklung angelegt und wollte nur einen Verdächtigen anklagen – Leutnant William L. Calley. Dass dieses Kalkül nicht aufging, ist das Verdienst eines Journalisten, des damals 32-jährigen Seymour M. Hersh. Mitte Oktober 1969 von zwei Kontaktmännern im Pentagon über den Fall Calley in Kenntnis gesetzt, sprach Hersh mit Angehörigen der in My Lai eingesetzten Einheit – auch mit Lawrence Colburn – und legte acht Wochen später einen aufsehenerregenden Artikel vor, der von 36 Zeitungen nachgedruckt wurde; My Lai: 40 Jahre nach dem Massaker. Das Massaker US-amerikanischer Soldaten an vietnamesischen Zivilisten in My Lai am 16. März 1968 gehört zu den grausamsten der modernen Kriegsgeschichte. Es war einzigartig und doch kein Einzelfall; Von Menschenschlächtern, Feiglingen und Helden. Vor 40 Jahren massakrierten US-Soldaten in einem vietnamesischen Dorf Hunderte Zivilisten. Es ist eine Geschichte von Menschenverachtung, Vertuschung und wenigen Helden; Massaker von My Lai. Das Massaker von My Lai (Son My) war ein Kriegsverbrechen US-amerikanischer Soldaten, das 1968 während des Vietnamkrieges in dem südvietnamesischen Dorf Son My, genannt My Lai 4, begangen wurde.
„Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder“
Kurt Tucolsky, Der bewachte Kriegsschauplatz (http://www.tucholsky-gesellschaft.de/index.htm?KT/Texte/kriegsschauplatz.htm)





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