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Sex-Skandal: Macht, Geld und dazu ein wenig Sport

05.04.2008 dokmz Kommentieren

Sex-Skandal: Macht, Geld und dazu ein wenig Sport – Sport-motor – stern.de
Der Nazi-Sex-Skandal in der Formel 1 erreicht politische Dimensionen. Nachdem die großen Auto-Motorenhersteller ihren Unmut geäußert haben, setzt sich „Mad Max“ jetzt zur Wehr. Dabei wird schnell klar: Der Respekt vor der Machtfülle des Briten ist riesengroß, zu bedeutend ist Mosleys Position im Millionengeschäft Formel 1. (…) Max Mosley hat den Machtkampf gerade erst aufgenommen, in dem er die Zeitung „News of the world“ für die Veröffentlichung der Bilder (der Allerwerteste des Funktionärs war mit einer Zielflagge überklebt) vor allem aber für die Wertung, es handele sich um nationalsozialistisch motivierte Handlungen, mit einer Klage wegen Verletzung der Privatsphäre überziehen will. Mosley hat nach Angaben von „auto, motor und sport“ gewusst, dass er seit Wochen ausspioniert wird, Geheimdienste hätten ihn vor Detektiven und Computerhackern gewarnt. Der gewiefte Jurist stützt die Verteidigung seines Postens und seiner Position auf Details wie die Tatsache, dass keine NS-Uniformen mit im käuflichen Liebesspiel waren, sondern es sich um amerikanische Armeebekleidung gehandelt habe. Die Tücke liegt im Detail, die Lücke auch – ganz wie im Reglement der FIA. Ob juristische Spitzfindigkeiten aber reichen, der Affäre ihre politische Brisanz und die Verknüpfung mit nationalsozialistischen Handlungen zu nehmen?

siehe auch: Generalversammlung entscheidet über Mosley-Zukunft. In der Affäre um Max Mosley wird eine außerordentliche Generalversammlung über die Zukunft des heftig in die Kritik geratenen FIA-Präsidenten entscheiden. Nachdem die beiden deutschen Formel-1-Rivalen Mercedes und BMW dem 67-Jährigen Briten in einem gemeinsamen Statement indirekt den Rücktritt nahegelegt hatten, schlug Mosley zurück. Auf Anregung von ihm soll die entscheidende Sitzung zum „schnellstmöglichen praktikablen Termin“ voraussichtlich in Paris stattfinden; Sex-Skandal: Wer gab der Times den Brief? FIA-Präsident Max Mosley gerät immer mehr unter Beschuss. Als erster Automobilclub bezog der ADAC klar Stellung. Mosley schlägt hingegen wild um sich; Mosley-Affäre: FIA-Versammlung erst in sechs Wochen. Die zur Klärung der Sex-Affäre um FIA-Chef Max Mosley geplante außerordentliche Generalversammlung des Internationalen Automobilverbands FIA wird frühestens in sechs Wochen stattfinden. Diese Frist ergebe sich aus den FIA-Statuten, sagte ein Sprecher des Weltverbands am Rande des dritten Formel-1-Saisonrennens in Bahrain. In den kommenden Tagen werde der FIA-Senat über die von Mosley gewünschte Einberufung der Versammlung entscheiden. Danach sei eine Ladungsfrist einzuhalten. Mosley soll in einem von einer britischen Zeitung veröffentlichten Video angeblich bei Nazi-Rollenspielen mit fünf Prostituierten zu sehen sein; Im Schatten von Nazi-Dominas. Die Formel 1 hat gerade ihre Zelte in Bahrain aufgeschlagen. Eigentlich wollte auch Max Mosley, der Präsident des Weltautomobilverbands FIA, vor Ort sein, als Gast des Kronprinzen Scheich Salman Bin Hamad Al Chalifa. Doch der lud ihn wegen der Nazi-Sex-Vorwürfe aus; Sexskandal: Druck auf Mosley wächst. Formel 1: Ex-Weltmeister Lauda greift Fia-Chef an – „Bilder ein Schock für jeden jungen Rennfahrer“ Zu einer Rücktrittsforderung konnten sich die Hersteller der Formel 1 nicht durchringen, aber sie erteilen dem obersten Repräsentanten des Internationalen Automobilverbandes zumindest eine verklausulierte Rüge. Als eines der ersten Werksteams verfasste der in Köln ansässige Toyota-Rennstall eine Stellungnahme zur Sexaffäre des Automobil-Weltverbandspräsidenten Max Mosley. Die Japaner stellen sich „gegen jede Haltung, die der Formel 1 schaden könnte, insbesondere jede Haltung, die rassistisch oder antisemitisch gemeint sein könnte“. Die Schlüsselfiguren des Sports müssten Vorbildfunktion haben, heißt es weiter. „Wenn alle Fakten bekannt sind, wird es an der Fia sein zu entscheiden, ob Mosley seinen moralischen Verpflichtungen nachgekommen ist.“ Den an den Pranger gestellten Spitzenfunktionär wird das kaum berühren. Mosley legte eine gemeinsam mit seinen Anwälten entworfene Verteidigungsstrategie dar: Er gesteht indirekt ein, an einer Sexorgie im „Folterkeller“ („News of the World“) beteiligt gewesen zu sein. Die Behauptung aber, er habe mit den fünf Prostituierten in einem Londoner Appartement des Stadtteils Chelsea Szenen eines Konzentrationslagers nachgestellt, sei „völlig falsch“; Max Mosley denkt nicht an Rücktritt. Klare Worte von vier Formel-1-Teams in der Affäre des FIA-Präsidenten. Max Mosley, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, gerät in der Affäre um das Sex- und Nazi-Video unter Druck. Die vier Formel-1-Teams BMW-Sauber, McLaren Mercedes, Toyota und Honda forderten eine Aufarbeitung und eine Reaktion der «relevanten FIA-Gremien». Der 67-jährige Brite selbst zieht auch nach den klaren Worten der Rennställe einen Rücktritt nicht in Betracht. (…) Max Mosley, der wegen des am letzten Sonntag aufgetauchten Videos auf die Reise nach Bahrain verzichtet, hatte indirekt die «peinliche» Teilnahme an einer in dem Video festgehaltenen Sexorgie mit fünf Prostituierten eingeräumt, aber eine vermutete Nazi-Verbindung der Szenen dementiert. In einem Brief an wichtige FIA-Gremien wies Mosley die Vorwürfe als «völlig falsch» zurück. Seine Anwälte prüften derzeit eine Klage gegen die englische Boulevard-Zeitung «News of the World», die am letzten Sonntag den Fall veröffentlicht hatte