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Archiv für 08.04.2008

Zwang zur Berichterstattung?

08.04.2008 dokmz Kommentieren

Zwang zur Berichterstattung? : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv

Die NPD will vor Gericht einen Artikel über ihre Abgeordneten durchsetzen. Kann eine Zeitung gezwungen werden, über die parlamentarischen Aktivitäten einer Partei zu berichten? In dieser Frage wird heute das Dresdner Landgericht entscheiden. Die rechtsextreme NPD will die Sächsische Zeitung dazu verurteilen lassen, über die Arbeit ihrer Fraktion im Dresdner Landtag zu berichten. Anlass der Klage ist ein Artikel der Zeitung vom 7. November 2006. Darin ging es um die damals bevorstehende Abstimmung im Landtag über die Erhöhung der Abgeordnetendiäten. Die Zeitung hatte in einem Artikel die Positionen der einzelnen Fraktionen zu dieser Frage dargestellt. Mit Ausnahme der NPD waren damals alle im Landtag vertretenen Parteien zu Wort gekommen. (…) Der Rechtsanwalt der Sächsischen Zeitung, Spyros Aroukatos, bestätigt, dass die Redaktion seinerzeit bewusst auf die Veröffentlichung der NPD-Position zur Diätenerhöhung verzichtet habe. „Der Grund war, dass die NPD ihre übliche populistische Hetze gegen die, wie sie sagen, ,Politikerabzocke’ verbreiten wollte“, sagt der Anwalt. Die Sächsische Zeitung verstehe sich aber nicht „als Mitteilungsblatt der NPD“.

Appell für Verbesserungen am Roma-Tag

08.04.2008 dokmz 1 Kommentar

Appell für Verbesserungen am Roma-Tag – oesterreich.ORF.at

Dienstag ist „Internationaler Roma-Tag“. Aus diesem Anlass appelliert Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma, an die EU, sich für die Verbesserung der Situation der Roma einzusetzen. Acht Millionen Roma. Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates der Roma stellt den politisch Verantwortlichen innerhalb der EU die Frage, wie die Zukunft der Roma in Europa künftig aussehen wird.

siehe auch: Roma und Sinti zeigen Flagge. Am 8. April feiern Roma und Sinti ihre Nation. „Die Situation der Community ist noch immer beschämend“, sagt Sprecher Branislav Nikolic. „Europa hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Das werden wir am Internationalen Roma- und Sinti-Tag aufzeigen und natürlich auch unseren Tag würdig feiern.“

8th April – International Roma Day: Still fighting for our Rights. The European Roma Information Office (ERIO) would like to join Roma communities throughout Europe in celebrating the 8th April, International Roma Day. On this day we unite with Roma communities around the world in celebrating the Roma culture and remembering the long fight of Roma for their recognition.

Kategorien:Rechtsextremismus

Neonazis feiern unerkannt

08.04.2008 dokmz Kommentieren

espace.ch – Neonazis feiern unerkannt
In Vevey wurde das Konzert am Samstag verhindert. Doch eine Rechtsextremen-Sause stieg trotzdem: in Roggwil. Die rechtsextreme Band Indiziert aus dem Raum Langenthal/Burgdorf hat am Samstag in Roggwil ein Konzert gegeben. Mit von der Partie: zwei Bands aus der italienischen Neonazi-Szene sowie um die 150 Fans. Dies zumindest schreibt die Band auf ihrer Website. Die Bands wollten am Samstag in Vevey auftreten, das Konzert wurde aber noch am Nachmittag verhindert. Am Abend tauchten die Anhänger der rechtsextremen Szene in Langenthal auf, wo sich «Indiziert» auf dem Porzi-Areal eingenistet hat. Anwohner befürchteten ein Konzert, doch um 22 Uhr hatten die Besucher aus der Schweiz, Italien und Deutschland das Areal wieder verlassen.

Polizei löst Neonazi-Demonstration in Köthen auf

08.04.2008 dokmz Kommentieren

Polizei löst Neonazi-Demonstration in Köthen auf – Auf dem Platz der Demokratie rechte Parolen gerufen | Linie eins – Online-Nachrichten

Die Polizei hat am Samstagnachmittag in Köthen eine nicht angemeldete Demonstration von Neonazis aufgelöst. Gegen 17.35 Uhr hatten sich rund 35 Personen des vermutlich rechten Spektrums in der Innenstadt versammelt, wie die Polizei am Sonntag in Dessau mitteilte. Der Aufzug konnte wenige Minuten später aufgelöst werden, gegen alle Teilnehmer wurden Platzverweise ausgesprochen und die Personalien aufgenommen.

siehe auch: Polizei löst Neonazi-Demonstration in Köthen auf. Die Polizei in der Region Dessau ist am Wochenende zu mehreren Vorfällen mit Neonazis ausgerückt. Am Samstagnachmittag lösten die
Beamten in Köthen eine nicht angemeldete Demonstration von Neonazis auf. Gegen 17.35 Uhr hatten sich rund 35 Personen vermutlich aus dem rechten Spektrum in der Innenstadt versammelt, wie die Polizei am
Sonntag in Dessau mitteilte.

Kategorien:Rechtsextremismus

Rassismus: Pfarrersfamilie flüchtet aus Rudolstadt

08.04.2008 dokmz 8 Kommentare

Rassismus: Pfarrersfamilie flüchtet aus Rudolstadt

Es ist eine Chronologie des täglichen Terrors: Irgendwann im vergangenen Jahr hat Miriam Neuschäfer angefangen, alles aufzuschreiben. „Um es zu verarbeiten und für die Kinder“, sagt sie, „damit die später verstehen, was alles passiert ist.“ Die zierliche junge Frau sitzt am rustikalen Küchentisch und blättert den gelben Schnellhefter durch. Immer wieder schüttelt sie den Kopf mit den dunklen, kurzen Haaren. Zehn Seiten sind es, voll beschrieben mit schwarzem Stift. In der Schublade liegen noch viel mehr, 50 insgesamt vielleicht, schätzt sie. Erst in ausformulierten Sätzen, bald nur noch stichpunktartig hat Miriam Neuschäfer notiert, warum ihre Familie nach fast acht Jahren das thüringische Rudolstadt verlassen hat und zurückgekehrt ist in den Westen, in den äußersten Westen der Republik, nach Erkelenz im Rheinland. Sie hat den Rassismus nicht mehr ausgehalten, die ständigen Anfeindungen ganz normaler Bürger, das Gefühl, verhasst zu sein im eigenen Land. „Es war eine Flucht“, sagt Miriam Neuschäfer. „Und sie war lebensnotwendig.“ Miriam Neuschäfer hat eine indische Mutter, ihre Haut ist dunkel, wie auch die ihrer fünf Kinder. Die 32-Jährige ist am Niederrhein aufgewachsen, hat Theologie studiert, spricht akzentfrei deutsch. Ihr Mann Reiner Andreas Neuschäfer, 40, ist Pfarrer. Im Jahr 2000 bekam er die Stelle des Schulbeauftragten für Südthüringen angeboten. Der Job war attraktiv, die junge Familie hatte keine Scheu vor dem Osten. (…) „Wir könnten hier Stunden sitzen und noch ewig weiterreden“, sagt Miriam Neuschäfer, als sie ihre Aufzeichnungen überfliegt, die von Hass und Feindseligkeit erzählen. Stunden, und ihnen würden immer neue Erlebnisse und Begebenheiten einfallen, die früher oder später zu dem Entschluss führen mussten: Wir gehen. Zum ersten Mal schrillen die Alarmglocken im Jahr 2002 bei einem Gespräch mit der Kindergärtnerin des ältesten Sohnes Jannik, der heute zehn Jahre alt ist. Plötzlich ist von Integrationsproblemen die Rede. „Deine Haut ist nicht richtig“, sollen die anderen Kinder zu ihm gesagt haben – sie meiden ihn. Irgendwann steht Jannik zu Hause am Waschbecken und schrubbt seinen Arm mit der Wurzelbürste. Er will die dunkle Farbe abreiben. Später in der Grundschule geht die Hänselei weiter, sagen die Eltern. „Mama, was ist ein Nigger?“, fragt der Junge daheim. Die Mitschüler hätten gespottet: „Du bist so braun, weil du dich mit Scheiße eingerieben hast.“ Eines Tages sollen neun Schulkameraden Jannik auf dem Schulhof verprügelt haben, so schlimm, dass Reiner Neuschäfer die Polizei einschaltet. Die Schulleitung ermahnt die kleinen Schläger.

Herman: Prozess um Rausschmiss

08.04.2008 dokmz Kommentieren

Herman: Prozess um Rausschmiss
Vor dem Hamburger Arbeitsgericht wird heute der Rechtsstreit zwischen Moderatorin Eva Herman (49) und dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) verhandelt. Die ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin klagt, weil der NDR sie im September 2007 fristlos entlassen hatte. (…) Der NDR hatte die Zusammenarbeit beendet, weil „Hermans schriftstellerische Tätigkeit nicht länger mit ihrer Rolle als Fernsehmoderatorin vereinbar“ sei. Eva Herman könne ihren“Mutterkreuzzug“ fortsetzen, hieß es beim NDR. Als Moderatorin sei sie jedoch wegen ihrer umstrittenen Thesen nicht länger tragbar. Viele prominente Gäste hätten ihre Auftritte bei „Herman und Tietjen“ abgesagt.

siehe auch: Eva Herman zieht gegen NDR vor Gericht. Moderatorin Eva Herman (49) und der NDR sehen sich heute vor dem Hamburger Arbeitsgericht wieder. Verhandelt wird ein ganz besonderer Rechtsstreit: Die einstige „Miss Tagesschau“ klagt, weil der NDR sie im September 2007 fristlos entlassen hatte.

Meerbusch: Hakenkreuz und Nazi-Gruß

08.04.2008 dokmz 1 Kommentar

Meerbusch: Hakenkreuz und Nazi-Gruß | RP ONLINE

Die SPD ist nach dem Beschmieren ihrer Büroscheiben aufgeschreckt: Ein Täter ist nicht zu finden. Der Staatsschutz beobachtet die nach Neuss orientierte Meerbuscher Szene, wirft ihr aber keine Straftaten vor. Vor dem Landgericht Düsseldorf musste sich jetzt ein 35-Jähriger verantworten, weil er in einer Nierster Kneipe alkoholisiert gewalttätig geworden ist, dabei „Heil Hitler“ gerufen und den Arm zum nationalsozialistischen Gruß gehoben hat. Der mehrfach vorbestrafte Mann kam allerdings aus Brandenburg und war zur Tatzeit „auf Montage“ in Meerbusch. Er wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. (…) Unter der Bezeichnung „Meerbuscher Jugend“, die sich später in „Nationaler Widerstand Meerbusch“ umbenannt hat, seien namentlich bekannte Personen organisiert. Allerdings träten diese Gruppen eher nicht in Erscheinung. Die Mitglieder würden vielmehr in der NPD Ortsgruppe Neuss aktiv, die eng mit den Parteikollegen aus Mönchengladbach kooperieren und an Aufmärschen am gesamten Niederrhein teilnehmen. Auch die „Kameradschaft Rheinland“, mit der Meerbuscher in Zusammenhang gebracht werden, sei ein „Schattengewächs“ der Neusser NPD, berichten die Experten aus der Landeshauptstadt. Einer der Beisitzer im NPD-Vorstand sei angeblich der Begründer der „Meerbuscher Jugend“ aus Lank-Latum.

Himmler suchte den Gral in Spanien

08.04.2008 dokmz 1 Kommentar

Himmler suchte den Gral in Spanien « DiePresse.com

In Kastilien und auf den Kanarischen Inseln suchten Hitlers Ahnenforscher nach Vorfahren der „arischen Rasse“ – in Zusammenarbeit mit Spaniern. Laut Francisco Gracia (Historiker, Universität Barcelona) kooperierte der oberste Archäologe des Franco-Regimes, Julio Martínez Santa Olalla, eng mit Heinrich Himmlers Stiftung „Deutsches Ahnenerbe“. Der Deutschland-Freund wollte die spanische Geschichte unter Berufung auf die Westgoten „arisieren“.´Nazi-Forscher hatten reges Interesse an Spanien, wo die Spurensuche nach dem „Urarier“ begonnen hatte. Mitte der 30er-Jahre machte das Frobenius-Institut Expeditionen in Höhlen Nordspaniens, und „Ahnenerbe“-Mitgründer Hermann Wirth interessierte sich für die Kanarischen Inseln. Seine Theorie: Sollte der „Urarier“ von dem im Atlantik versunkenen Atlantis stammen, lebten vielleicht Nachfahren auf den spanischen Vulkaninseln vor Afrika. Himmler selbst vermutete in Spanien den Quell aller genetischer Überlegenheit – und des ewigen Lebens: 1940 reiste er nach Barcelona und besuchte das Kloster Montserrat, wo er den Heiligen Gral vermutete. Der SS-Chef soll von der arischen Abstammung von Jesus Christus überzeugt gewesen sein und in dem Kelch Kräfte vermutet haben, die zum Sieg des Weltkrieges führen würden.

Kategorien:Rechtsextremismus

Ungarns Rechtsradikale formieren sich

08.04.2008 dokmz Kommentieren

jetzt.de – Ungarns Rechtsradikale formieren sich
Paramilitärische Gruppen marschieren durch Städte und Dörfer und hetzen gegen Roma und Juden – das liberale Vereinsrecht schützt sie. Am Wochenende sind sie wieder aufmarschiert. Grimmige Gesichter, schwarze Uniformen, knallende Stiefelabsätze, militärische Kommandos, Gleichschritt. Ihre Feindbilder sind ethnische Minderheiten, „Vaterlandsfeinde“, Juden. Die sogenannte Ungarische Garde, eine paramilitärische Truppe der extremistischen Rechten, hat sich neuerlich in Szene gesetzt. Auf dem Heldenplatz in Budapest hielten sie eine „Vereidigung“ ab, bei der Neulinge auf die Verteidigung des „Ungarntums“ eingeschworen werden sollen. Am Sonntag marschierten sie durch das Dorf Tatarszentgyörgy, vaterländische Lieder brüllend. Immer dabei die flatternden Arpad-Fahnen, die rot-weiß-gestreiften Banner, wie sie schon von den nationalsozialistischen Pfeilkreuzlern während des Zweiten Weltkriegs geschwungen wurden. (…) Die Garde, die vor einem Jahr von der rechtsextremistischen Partei Jobbik und deren Vorsitzendem Gabor Vona gegründet wurde, sagt ganz offen: Sie wolle die Roma einschüchtern, wolle sie daran hindern, sich unter das magyarische Volk zu mischen. Staatspräsident Solyom hat reagiert und erklärt, die absichtliche Verbindung menschlicher Eigenschaften und ethnischer Zugehörigkeit sei „Teil der Nazi-Ideologie gewesen – ich lehne das vollkommen und entschieden ab“.

Bossi: „Mit dem Gewehr gegen römische Kanaillen“

08.04.2008 dokmz Kommentieren

derStandard.at – Bossi: „Mit dem Gewehr gegen römische Kanaillen“

Lega-Chef droht im Wahlkampf mit Gewalt – „Die linken Verbrecher müssen in die Kloaken zurückgejagt werden“, wetterte Bossi. Umberto Bossi liebt markige Worte. Und wenn er – wie am Wochenende in Piemont – von mehreren zehntausend Anhängern bejubelt wird, lässt sich der Parteichef der Lega Nord gerne zu verbalen Exzessen hinreißen. „Die linken Verbrecher müssen in die Kloaken zurückgejagt werden“, wetterte Bossi. „Diese Wahlen könnten uns dazu zwingen, die römischen Kanaillen mit unseren Gewehren zu bekämpfen“, drohte der 67-jährige unter dem Jubel des Lega-Fußvolks in Verbania. Der Parteichef forderte das Innenministerium dazu auf, die „skandalösen Stimmzettel“ neu zu drucken, die einen „Anschlag auf die Freiheit darstellten“.

„Zug der Erinnerung“: Deutsche Bahn weigert sich, den Ausstellungszug in den Hauptbahnhof Berlin einfahren zu lassen

08.04.2008 dokmz 1 Kommentar

„Zug der Erinnerung“: Deutsche Bahn weigert sich, den Ausstellungszug in den Hauptbahnhof Berlin einfahren zu lassen
Auschwitz-Komitee: Bahn zeigt würdelose Haltung. Die Auseinandersetzung um die Ausstellung über die Rolle der Bahn bei der Deportation von Juden spitzt sich zu. Das Auschwitz-Komitee empört sich über die Weigerung der Deutschen Bahn, den Ausstellungszug in den Hauptbahnhof einfahren zu lassen. Am Samstag will der Verein „Zug der Erinnerung“ demonstrieren. Der Konflikt um eine mobile Ausstellung über die Deportationen von Juden in Nazideutschland in einem „Zug der Erinnerungen“ verschärft sich. Die Deutsche Bahn lehnt es ab, den Zug in den Berliner Hauptbahnhof einfahren zu lassen. Das Internationale Auschwitz-Komitee zeigte sich am Montag empört über die Haltung des Unternehmens. „Sowohl die finanziellen Auflagen als auch das Sperren von wichtigen Bahnhöfen für den Zug der Erinnerung sind unverständlich und inakzeptabel“, heißt es in einer Erklärung. Der von Bürgerinitiativen getragene Verein „Zug der Erinnerung“ besteht darauf, dass die Ausstellung im Hauptbahnhof gezeigt wird. Er lehnt die von der Bahn alternativ angebotenen Stationen ab. Der Verein kündigte für diesen Sonnabend eine Protestdemonstration vom Brandenburger Tor zur Bahn-Zentrale am Potsdamer Platz an. Am Sonntag wird der Zug in Berlin erwartet. Der Ausstellungszug, in dem das Schicksal von Überlebenden in Fotos und Filmen dokumentiert wird, ist seit dem 8. November unterwegs. Am 8. Mai soll er in der Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz ankommen.

siehe auch: Gedenkzug darf nicht zum Berliner Hauptbahnhof. Betriebstechnische Gründe: Mit diesem Argument lehnt die Deutsche Bahn einen Halt des „Zuges der Erinnerung“ im Berliner Hauptbahnhof und im Bahnhof Grunewald ab. Es ist nicht der erste Streit um eine Ausstellung, die sich mit Rolle der Bahn in der NS-Zeit beschäftigt. Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Haltung der Bahn gegenüber der Initiative „Zug der Erinnerung“ gestern als „empörend“ verurteilt. „Die würdelose Haltung der Deutschen Bahn gegenüber einem so wichtigen bürgerschaftlichen Engagement beschädigt das Ansehen Deutschlands und wirkt wie eine Ermutigung für Rechtsextreme in Europa“, sagte Komitee-Präsident Noach Flug in Jerusalem. Die Bahn verwehrt dem privaten Gedenkprojekt jedoch nach wie vor einen Aufenthalt im Berliner Hauptbahnhof und am Bahnhof Grunewald.

Nazis spazieren durch Näfels

08.04.2008 dokmz Kommentieren

BNF Schweiz | Schweizer Radio DRS – Nazis spazieren durch Näfels

Rund 60 Neonazis haben sich am Sonntag in Näfels (GL) zu einem Gedenktreffen zu Ehren der «Schlacht bei Näfels» zusammengefunden. Aufmarschiert waren sie in Vollmontur, mit Schweizerfahnen und der Schwarz-Weiss-Flagge der «Frei Nationalen Kameradschaft Helvetia-Germania». (…) Zwischen 14 Uhr und 15 Uhr hat sich der Nazi-Tross durch das Dorf Richtung Denkmal in Bewegung gesetzt, wo zwei der Rechtsextremen eine Rede hielten. Dabei kam es zu Hitlergrüssen und zur abgewandelten Variante «Kühnengruss». Laut Anton Landolt hätten sich die Neonazis korrekt verhalten, was ein Einschreiten nicht nötig gemacht habe. Das Tätigen eines Hitlergrusses sei laut Antirassismusgesetz nur dann strafbar, wenn er sich gegen unbeteiligte Personen richte. So habe man keine Handhabung gehabt, das Treffen zu unterbrechen. Polizei und Bewohner von Näfels hätten schon im Vorfeld von diesem Treffen gewusst. Auf einer einschlägig rechtsradikalen Internetseite wurde zum gemeinsamen Grillieren aufgerufen.

Die Nackten und die Nazis

08.04.2008 dokmz Kommentieren

Die Nackten und die Nazis – Nachrichten – Berliner Kurier

Körperkult und Rassenwahn, Pornografie und Mutterkreuz: Selbst das Sex-Leben der Deutschen wollten Adolf Hitler und seine geistesverwandten Nazi-Größen im „Dritten Reich“ lenken. Das Ziel: Viele „nordische“ Soldaten zeugen. Die Historikerin und Autorin Dr. Anna Sigmund beschreibt in ihrem Buch „Das Geschlechtsleben bestimmen wir“, wo die Nazis mit ihren Sex-Vorstellungen Erfolg hatten und wo sie kläglich scheiterten. Sex und Politik, eine eigentlich absurde Kombination. Aber selbst die verfolgten die Nazis mit fanatischem Eifer. Allen voran der recht asexuell lebende „Führer“ Adolf Hitler, der laut Anna Maria Sigmund seinen Trieb „durch politische Ambitionen kompensierte“.Historikerin enthüllt, was das Hitler- Regime unter Sex verstand und wie die Bonzen ihre Triebe auslebten. Nichts weniger als eine „Dreifach-Moral“ unterstellt Sigmund den Nazi-Größen in ihrem aktuellen Buch: „Es gab strenge Vorschriften, die galten für das einfache Volk“, erklärt die Wienerin. „Ganz im Gegensatz dazu stand das sexuelle Verhalten der Nazi-Bonzen. Und darüber hinaus existierten Theorien und Vorhaben für das sexuelle Leben nach dem so genannten Endsieg.“

Nazi-Werbung für Kosmetik in Südkorea

08.04.2008 dokmz Kommentieren

net-tribune: Nazi-Werbung für Kosmetik in Südkorea

Eine mit dem Nationalsozialismus kokettierende Werbung für Kosmetik hat einem Unternehmen in Südkorea heftige Kritik eingebracht: Das Simon-Wiesenthal-Zentrum forderte den Hersteller auf, die Anzeige zu stoppen. In der Fernsehwerbung für eine Hautlotion ist eine mit Minirock und Trenchcoat bekleidete junge Frau zu sehen, die eine Soldatenmütze in der Hand hält, auf der offenbar ein Hakenkreuz zu sehen ist. Im Hintergrund sind die Rede eines Mannes und eine jubelnde Menge zu hören. In einer früheren Version des Spots, der auch im Internet verbreitet wurde, war zudem der Slogan enthalten: «Selbst Hitler hatte nicht den Osten und den Westen.»

siehe auch: Coreana’s “Nazi” Commercials. Das südkoreanische Kosmetikunternehmen Coreana, sorgt derzeit für Aufsehen mit ihren eher gewagteren Werbespots. Deren Nazi-Werbespots geraten zunehmend in die Kritik, diese sind nämlich mit einer Dame in passender Kleidung ausgestattet und zudem ist im Hintergrund eine Rede eines Mannes mit einer jubelnden Menge zu hören. Dies sind allerdings schon die entschärften Versionen

Nach Sex-Affäre: Mosley: „Ich bin das Opfer“

08.04.2008 dokmz 1 Kommentar

Nach Sex-Affäre: Mosley: „Ich bin das Opfer“ | RP ONLINE

Nach seiner Sex-Affäre spielt Max Mosley das Unschuldslamm. Der FIA-Präsident hat in einem Brief an den ADAC sein Verhalten als „harmlos und komplett legal“ heruntergespielt. Der mit 16 Millionen Mitgliedern größte deutsche Autombilclub, zugleich das wichtigste Mitglied im Automobil-Weltverband FIA, hatte zuvor den Rücktritt des 67 Jahre alten Briten gefordert. Der Forderung schloss sich neben dem niederländischen Verband nun auch der US-Verband an. (…) Der Brite reichte stattdessen eine Klage wegen des Eingriffs in seine Privatsphäre gegen die Zeitung „News of the World“ ein. Das Blatt hatte über ein fünfstündiges Video berichtet, in dem Mosley Sexszenen mit fünf Prostituierten hat, die teilweise in Uniformen auftreten und deutsch sprechen. Mosley sagt, dass die Zeitung die Naziverbindung nur gezogen habe, „um die Story anzuheizen und meinen familären Hintergrund zu benutzen“. Mosleys Vater Oswald hatte 1932 eine faschistische Partei in Großbritannien gegründet.

siehe auch: Sex-Skandal: Druck auf Fia-Chef Mosley erhöht sich. Es wird eng für den Chef des Internationalen Automobilverbands. Wegen eines kürzlich veröffentlichten Sex-Videos werden die Rücktrittsforderungen der Mitglieder lauter. In der Sex-Affäre um Fia-Chef Max Mosley hat sich auch der größte Mitgliedsclub des Internationalen Automobilverbands gegen den 67-jährigen Briten gestellt und damit den Druck auf einen Rücktritt weiter erhöht; Die Enttarnung eines Moralapostels. Man darf sich nicht erwischen lassen. Das war schon immer eine goldene Regel in der Formel 1. Max Mosley hat es erwischt. Mit der ganzen Wucht einer organisierten Überwachung, angeblich über sieben Wochen, mit Hackerattacken auf seinen Computer und dem Einsatz wenigstens einer sündhaft teuren Minikamera. Der enorme Aufwand und die schnelle Veröffentlichung der sadomasochistischen Lustspiele in Zeitung und Internet dokumentieren, worum es geht: vielleicht auch um die Enttarnung eines Moralapostels in der Formel 1, so wie Mosley – als Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) eine Art oberster Richter der Königsklasse – seinen Privat-Verkehr regelt. Ganz sicher aber zielt der Schlag auf die Vernichtung seiner sportpolitischen Existenz. Nie zuvor hat es einen mit so großer krimineller Energie betriebenen öffentlichen Angriff auf einen FIA-Präsidenten gegeben; Neue Anschuldigungen gegen Mosley. Im Fahrerlager in Bahrain wurde schon gemunkelt, dass ‘News of the World’ nach der aufsehenerregenden Story vom vergangenen Sonntag heute noch einmal scharf gegen Max Mosley schießen könnte, und dieser Fall ist tatsächlich eingetreten. Das britische Boulevardblatt verschärft seine Anschuldigungen im Fall des FIA-Präsidenten. ‘News of the World’ bezeichnet Mosley wörtlich als „Lügner“, denn der Sohn des britischen Faschistenführers Oswald Mosley hat bekanntlich jeden nationalsozialistischen Charakter seiner Sexorgie in London mit fünf Prostituierten abgestritten. ‘News of the World’ behauptet aber dezidiert: Die verwendeten Kostüme seien deutsche Nazi-Uniformen gewesen; außerdem habe Mosley Deutsch beziehungsweise Englisch mit deutschem Akzent gesprochen – absichtlich. Ferner zitiert ‘News of the World’ eine der beteiligten Prostituierten, die für ihre fünf Stunden dauernden Dienste umgerechnet mehr als 3.000 Euro kassiert haben: „Max ist ein Lügner“, so die Dame, als sie auf Mosleys Nazi-Dementi angesprochen wurde. „Er weiß, dass es ein Nazi-Thema war, das er von uns angefordert hat.“ Außerdem könne „jeder, der auch nur ein halbes Gehirn hat“, erkennen, worum es bei der Sache gegangen sei; Hure packt aus: Max hat Nazi-Sex bestellt. Die Formel 1 gastiert im Königreich Bahrain, doch für die Schlagzeilen sorgt weiter FIA-Boss Max Mosley. Nach seiner Nazi-Sex-Orgie packt jetzt eine der fünf Prostituierten aus; Nazi-Sexorgie: Nun redet eine Prostituierte. Max Mosley versucht, den Sex-Skandal um seine Person zu relativieren – vergeblich. «News of the World» lässt nun eine der fünf Prostituierten zu Wort kommen. Die Sexarbeiterin bekräftigt mit ihrer Aussage die Vorwürfe gegen Mosley: «Max wusste, dass die Orgie der vergangenen Woche ein Nazi-Thema haben sollte – er hat es verlangt», sagte die Frau gegenüber «News of the World». Ihre Dienste habe Mosley ausserdem nicht das erste Mal in Anspruch genommen.