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Archiv für 11.04.2008

Zuspruch für Honsik

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Bnr.de – Zuspruch für Honsik

Die rechtsextreme Zeitschrift „Volk in Bewegung“ veranstaltet unter konspirativen Umständen vom 18. bis 20. April ein so genanntes „Lesertreffen“. Herausgegeben wird die „Vierteljahresschrift für eine neue Ordnung“ von dem Verlags- und Medienhaus mit Postfach im schwäbischen Ellwangen. Geschäftsführer ist der bayerische NPD-Funktionär Roland Wuttke. Verantwortlicher „Schriftleiter“ von „Volk in Bewegung“ ist der aus Österreich stammende NPD-Funktionär Andreas Thierry, dessen politischer Ziehvater der einstige Waffen-SS-Recke Herbert Schweiger ist. Der Schriftleitung gehören neben Thierry und Wuttke der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub und der aus Rumänien stammende Codreanu-Verehrer Gerd Zikeli an.

Kriminelle Nazi-WG

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Bnr.de – Kriminelle Nazi-WG

Mitbewohner von Aktivisten der „Nationalen Offensive Schamburg“ steht unter Mordverdacht. Das kriminelle Umfeld der als militant geltenden „Nationalen Offensive Schaumburg“ (ehemals Kameradschaft Weserbergland) scheint größer als bisher angenommen. Mitte März 2008 wurde Bernd S. wegen Mordverdachts festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg verdächtigt den 30-Jährigen, vor sieben Jahren die 48-jährige Krystyna Pagacz-Znoj ermordet zu haben. DNA-Spuren führten die Ermittler zur Nazi-WG nach Lindhorst bei Stadthagen. Dorthin hatte sich Bernd S. nach seiner Haftentlassung im Sommer 2007 umgemeldet. Fünf Jahre zuvor war er wegen zwei Banküberfällen in Rehren und Eisbergen verurteilt worden. Kaum auf freiem Fuß suchte der Rintelner Kontakt zu den Anführern der „Nationalen Offensive Schaumburg“ (NOS). Gemeinsam mit Arwid Strelow, einem der Köpfe der NOS, soll S. im vergangenen Jahr einen gemeinschaftlichen Diebstahl auf einer Baustelle begangen haben. Strelow sitzt seit Oktober letzten Jahres eine rund 2-jährige Haftstrafe unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ab. Sein Kamerad S. sollte sich derweil um das Haus in Lindhorst kümmern. Dort halten sich auch immer wieder die weiteren NOS-Anhänger Marcus Winter und Marco Siedbürger auf. Auch Winter saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis, er wurde 2002 mit Haftbefehl gesucht, weil er einen Schüler misshandelt hatte. Zur Zeit läuft ein Verfahren gegen den ehemaligen NPD-Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005 wegen Volksverhetzung.

Neonaziband „Race War“ wieder aktiv

11.04.2008 dokmz Kommentieren

de.indymedia.org | Neonaziband „Race War“ wieder aktiv
die deutsche Band „Race War“ trat im März unter falschem Namen bei einem Neonazikonzert in Nord-Italien auf.
Am 22. März fand zwischen Venedig und Vicenza in Nord-Italien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ veranstaltetes Konzert mit diversen einschlägigen Bands wie „Estirpe Imperial“, „Brutal Attack“, „Bully Boys“ usw. statt. Mit dabei waren auch zwei deutsche Bands, darunter auch eine, die unter dem Pseudonym „Heiliger Krieg“ angekündigt wurde. Bei näherer Betrachtung des Konzertflyers und Recherche auf einschlägigen Internetseiten konnte mensch nur zu dem Schluss kommen, dass es sich bei „Heiliger Krieg“ um die Gruppe „Race War“ handelt. Ein Lied der Band heißt „Heiliger Krieg“, das Pseudonym auf dem Flyer ist mit den Worten „Stimme des Blutes“ hinterlegt, der Titel eines 2005 veröffentlichen, in Deutschland indizierten Tonträgers.

siehe auch: “Veneto Fronte Skinheads”-Neo Nazi concert near Vicenza. On 22nd of March the “Veneto Fronte Skinheads”, a Neo Nazi organization, which was founded in 1986, holds a concert with international fascist bands (“U.S.G.I.-V.F.S FEST”). The concert will take place between Veneto and Vicenza, only fifteen kilometers away from the city Montecchio Maggiore and the town Lonigo and fifty kilometers away from Vicenza.

Kategorien:Musik, Rechtsextremismus

MVP: V7-Versandhändler verurteilt

11.04.2008 dokmz Kommentieren

NPD-BLOG.INFO » MVP: V7-Versandhändler verurteilt

Der 40-jährige Lutz B. ist laut einem Bericht der Ostsee-Zeitung hauptamtlicher Inhaber und Geschäftsführer des in Plüschow ansässigen V7-Versandes, der Kleidung, Musik und sonstige Accessoires aus der rechten und rechtsextremen Ecke vertreibt. Alles in allem, so schätzt das Berliner Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum (Apabiz), mache B. damit mindestens 750.000 Euro Jahresumsatz. Unter anderem auch mit CDs der Gruppe Endlöser mit dem Titel “Wir geben Gas”. Titel, die nach Auffassung von Amtsrichter Hinrich Dimpker “an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten” seien. Texte und Aufmachung gehen in eine eindeutige Richtung – so eindeutig, dass das Bremer Amtsgericht den Vertrieb des Albums im vergangenen Jahr unter Strafe stellte. Das wusste B. nach eigenen Angaben nicht, hatte sich betreffs der Liedtexte sogar über einen Rechtsanwalt rückversichert, berichtet die Ostseezeitung. Der gab demnach angeblich grünes Licht und so bot B. die CD über seinen Versand zum Verkauf. Und deswegen saß B. im Saal 3 des Amtsgerichts Grevesmühlen, angeklagt wegen Volksverhetzung. Und das nicht zum ersten Mal. Die Texte der auf der CD enthaltenen Lieder, so die Anklage, schürten Hass gegen Juden und Ausländer und beschimpfe Teile der Bevölkerung. Sogar einen eigenen Musikverlag hat B. für die Produktion und den Vertrieb derartiger Musik gegründet: V7-Records. Außerdem gehört eine Textildruckerei zu seinem Unternehmen.

Zahl der rechtsextremen Straftaten weiter auf hohem Niveau

11.04.2008 dokmz 1 Kommentar

NPD-BLOG.INFO » Zahl der rechtsextremen Straftaten weiter auf hohem Niveau

Nach einem Höchststand 2006 hat die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten im vergangenen Jahr leicht abgenommen. Laut Statistik des Bundesinnenministeriums wurden 17.607 Fälle registriert – 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Gewalttaten ging um 5,5 Prozent auf 1054 zurück. Dies sei jedoch keine Trendwende, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. 2005 und 2006 war die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten deutlich gestiegen. 2005 wurde ein Zuwachs von 27 Prozent auf 15.360 registriert, 2006 nahmen die Straftaten nochmals um 14,6 Prozent auf 17.597 zu.

Mordverdächtiger gehört zur rechten Szene

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Mindener Tageblatt – Mordverdächtiger gehört zur rechten Szene

Bernd S. in Neonazi-Wohnung gemeldet / Gutachten soll DNA-Abgleich absichern. Bernd S., der Tatverdächtige im Mordfall Pagacz-Znoj, steht den Schaumburger Rechtsradikalen nahe. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Pfleiderer auf Anfrage der Schaumburger Zeitung. Von einem ausländerfeindlichen Motiv für den Mord an der gebürtigen Polin im November 2000 geht die Staatsanwaltschaft indes nicht aus.  Bernd S. war bis vor seiner Verhaftung vor einem Monat in der Lindhorster Wohnung von Arwid S. gemeldet, einem ehemaligen Aktivposten der Schaumburger Neonazis, der derzeit eine Haftstrafe verbüßt. Auch in den Akten der Bückeburger Staatsanwaltschaft taucht der gelernte Koch an der Seite von Arwid S. auf, die Ermittler prüfen den Verdacht eines gemeinschaftlichen Diebstahls.

[inforiot] alternative termine & news für brandenburg

11.04.2008 dokmz Kommentieren

[inforiot] alternative termine & news für brandenburg – Mörder von Potzlow bald frei?
Im Juli 2002 wurde der 16-jährige Marinus Schöberl in Potzlow bestialisch gequält und getötet. Sechs Jahre später kommt sein Mörder Marcel S. möglicherweise vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt (Oder): „Wenn Marcel S. zwei Drittel seiner Strafe abgesessen hat, wird selbstverständlich geprüft, ob ihm der Rest der Haftzeit erlassen werden kann.“ Da Marcel S. seine Jugendstrafe in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wriezen verbüßt, wäre für die Prüfung der vorzeitigen Entlassung das Amtsgericht Bad Freienwalde zuständig. Von dort war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Tibet-Konflikt: Der Dalai Lama ist kein Unschuldsengel

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Tibet-Konflikt: Der Dalai Lama ist kein Unschuldsengel – Politik – stern.de

Bedingungslose Verehrung für einen erfolgreichen Diplomat – den Dalai Lama. Chinesen greifen friedlich protestierende Tibeter an – diese Bilder haben sich bei vielen ins Gedächtnis eingebrannt. Dabei sind die angeblich sanften Buddhisten nicht ganz unbeteiligt an den Tumulten, ihr Oberhaupt, der Dalai Lama, ist kein Unschuldsengel. (…) Ein Dalai Lama ist nicht von vornherein gut, wie ein Blick auf die Vorgänger des jetzigen zeigt: Sie regierten einen Gottesstaat mit 95 Prozent der Bevölkerung als Leibeigenen. Die meisten durften weder lesen noch schreiben lernen. Das Paradies auf Erden jedenfalls herrschte dort nicht, auch wenn manchmal dieser Eindruck besteht. Der jetzige Dalai Lama betreibt geschickt PR in eigener Sache und reist durch die ganze Welt. Mit dieser Erfahrung ist es aber unverantwortlich, dass er den Chinesen „kulturellen Völkermord“ vorwirft. Wenn die chinesische Führung tibetische Mönche in einer sogenannten „patriotischen Erziehung“ zwingt, sich vom Dalai Lama loszusagen, ist das schlimm und zudem dumm, weil es nur zu Lippenbekenntnissen führt. Völkermord ist es nicht, diesen Ausdruck hier zu verwenden verhöhnt die Opfer von tatsächlichem organisiertem Massenmord wie die in den Gaskammern der Nazis. Der Dalai Lama ist kein Unschuldsengel, sondern ein erfolgreicher Diplomat.

Bundeszentrale für politische Bildung: Mitarbeiter schreibt israelfeindliche Texte

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Bundeszentrale für politische Bildung: Mitarbeiter schreibt israelfeindliche Texte – Nachrichten Politik – WELT ONLINE
Die Bundeszentrale für politische Bildung gerät unter Druck, sich von ihrem Mitarbeiter Ludwig Watzal zu trennen. Er war wiederholt durch drastische publizistische Angriffe gegen Israel aufgefallen. Vertreter jüdischer Organisationen haben sich bereits bei Innenminister Wolfgang Schäuble beschwert.
Mehrere Repräsentanten jüdischer Organisationen, darunter Stephan Kramer vom „Zentralrat der Juden in Deutschland“ und die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Berlin, Lala Süsskind, haben sich in den vergangenen Wochen an Innenminister Wolfgang Schäuble gewandt. Sie forden die Entlassung von Ludwig Watzal wegen seiner als israelfeindlich und tendenziell antisemitisch empfundenen Äußerungen. Watzal ist Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und ist in der Öffentlichkeit wiederholt durch drastische publizistische Angriffe gegen Israel aufgefallen. Die bpb ist dem Innenministerium nachgeordnet. Watzal arbeitet als Redakteur der von der Bundeszentrale herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“. Er schreibt jedoch seit Jahren auch häufig in anderen Zeitungen, Zeitschriften und auf Internetseiten über den israelisch–palästinensischen Konflikt.

„Die SPD hat die Ehre der Weimarer Republik gerettet“

11.04.2008 dokmz Kommentieren

„Die SPD hat die Ehre der Weimarer Republik gerettet“ – einestages

Im Bundestag wird heute mit einer Gedenkstunde an die Selbstentmachtung der Weimarer Republik vor 75 Jahren gedacht. Im Interview mit einestages spricht der Historiker Heinrich August Winkler über die Rolle der SPD, der Kommunisten und bürgerlichen Parteien und die Lehren für die Gegenwart.

siehe auch: Vor 75 Jahren beschloss der Reichstag das Ermächtigungsgesetz. Das am 23. März 1933 vom Reichstag gebilligte sogenannte Ermächtigungsgesetz markiert das Ende der demokratischen Weimarer Verfassung. Mit dem «Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich» sicherte sich der damalige Reichskanzler und spätere «Führer» Adolf Hitler die uneingeschränkte politische Kontrolle. Der Reichstag als demokratische Institution schaffte sich damit quasi selbst ab. Hitler regierte fortan mit diktatorischen Vollmachten und führte Deutschland in einen katastrophalen Krieg; Vor 75 Jahren: Die Rede von Otto Wels.  Am 23. März 1933 begründet Otto Wels, warum die SPD das Ermächtigungsgesetz ablehnt – die letzte freie Rede im Reichstag. Die SPD stimmt geschlossen gegen das Gesetz. Der restliche Reichstag stimmt dafür. Im August 1933 wurde Otto Wels die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er musste ins Exil.

Rede von Otto Wels

Bahn untersagt Halt des Gedenkzuges

11.04.2008 dokmz 1 Kommentar

Berliner Morgenpost: Aktuell (Berlin) vom 10.04.2008 – Bahn untersagt Halt des Gedenkzuges
Der „Zug der Erinnerung“ mit einer Ausstellung über die Deportationen in Nazi-Deutschland darf an diesem Wochenende nicht in den Berliner Hauptbahnhof einfahren. Die Bundesnetzagentur konnte keine Einigung zwischen der Initiative des Gedenkzuges und der Deutschen Bahn herbeiführen. (…) Die Bahn verwies am Donnerstag darauf, dass der vom Trägerverein des Gedenkzuges gewünschte zweitägige Aufenthalt im Hauptbahnhof am Sonntag und Montag (13./14. April) „in Berlin zu erheblichen Verspätungen und Verkehrsproblemen“ führen würde. Diese Schwierigkeiten rechtfertigen es nach Ansicht des Vereins aber nicht, dem Gedenkzug die Einfahrt in den Hauptbahnhof zu verwehren. Vereinsvorsitzender Hans-Rüdiger Minow erinnerte daran, dass vom damaligen Lehrter Bahnhof in den Jahren 1941/42 mehr als 7000 Menschen deportiert worden seien.

siehe auch: Berlin ban for Holocaust train. A movable exhibition on the deportation of Jewish children during the Holocaust has been refused permission to stop in Berlin’s central station, the organisers said on Thursday. “At this site of mass deportations, technical concerns were deemed more important than the exhibition,” the organisers of the “Zug der Erinnerung” (Memory Train) said in a statement; Keine Einfahrt für «Zug der Erinnerung» im Berliner Hauptbahnhof. Bundesnetzagentur beanstandet Entscheidung formal nicht – Streit um Finanzierung. Der «Zug der Erinnerung» mit einer Ausstellung über die Deportationen in Nazi-Deutschland darf an diesem Sonntag nicht in den Berliner Hauptbahnhof einfahren. Die Bundesnetzagentur in Bonn beanstandete diese Entscheidung der Deutschen Bahn formal nicht. Als für den Wettbewerb auf dem Schienennetz zuständige Behörde konnte sie allerdings den Konflikt zwischen der Initiative des Gedenkzuges und der Bahn nicht lösen. Netzagentur-Präsident Matthias Kurth zeigte sich am Donnerstag über das Verhalten der Bahn enttäuscht. Der Verein «Zug der Erinnerung» besteht weiterhin auf einer Präsentation der Ausstellung in Eisenbahnwaggons auf dem Hauptbahnhof; Weiter Bahn-Mobbing gegen “Zug der Erinnerung”. Der “Zug der Erinnerung” ist seit einigen Monaten auf Tour durch Deutschland. Es handelt sich dabei um eine rollende Ausstellung, welche an die Deportation von hunderttausenden Kindern während der Nazi-Zeit in die deutschen Vernichtungslager erinnern möchte. Die Initiative wird von einem Verein getragen. Wenn der Zug 3000 Kilometer hinter sich gebracht hat, wird er dieses Jahr am Ende seiner Fahrt die Gedenkstätte im Vernichtungslager Auschwitz

Kategorien:Rechtsextremismus

Unterirdischer Neonazi-Treff verschwindet – Lübben will »Bunker 88« abreißen – Demonstration und Forum gegen Rechten-Aufmarsch geplant

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Unterirdischer Neonazi-Treff verschwindet – Lübben will »Bunker 88« abreißen – Demonstration und Forum gegen Rechten-Aufmarsch geplant | Linie eins – Online-Nachrichten

Illegale Konzerte, verbotene Symbole und rechtsradikale Parolen – die brandenburgische Stadt Lübben ist durch den Neonazi-Treff »Bunker 88« in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Der Ort bildet das Tor zum Spreewald, ein Großteil der Menschen dort lebt vom Tourismus. Die rechte Szene hat der Branche bislang sehr geschadet. Nun hat man in Lübben von dem braunen Treiben genug: Die Stadtverordnetenversammlung wollte noch am Donnerstagabend über den Kauf des Neonazitreffs entscheiden, um ihn danach abzureißen. An der Stelle des rechtsradikalen Treffpunkts soll ein Wohngebiet entstehen.

1.000 Euro Zuwendung für NS-Widerstandskämpfer fix

11.04.2008 dokmz Kommentieren

derStandard.at _ 1.000 Euro Zuwendung für NS-Widerstandskämpfer fix

Buchinger: Zeigt „Respekt und Anerkennung“ gegenüber Opfern – Debatte um Grünen Antrag zur Aberkennung von Pensionsersatzzeiten. Der Nationalrat hat am Donnerstag die sogenannte Erinnerungszulage in der Höhe von 1.000 Euro für Widerstandskämpfer und Opfer der politischen Verfolgung des Nationalsozialismus beschlossen. Zustimmung kam von SPÖ, ÖVP, den Grünen und dem BZÖ. Die FPÖ stimmte dagegen. Die einmalige Zuwendung geht an rund 3.300 Betroffene sowie deren Hinterbliebenen. Die Zuwendung aus Anlass des 70. Jahrestages des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland reihe sich ein in ähnliche Sozialleistungen der Jahre 1975, 1985, 1988 und 2005, sagte Sozialminister Erwin Buchinger (S). Es handle sich um „einen Beitrag unter vielen, den Respekt und die Anerkennung gegenüber den Opfern und Widerstandskämpfern zu zeigen“.

Dresden: Nazi-Prozess gegen „Sturm 34″ beginnt

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Dresden: Nazi-Prozess gegen „Sturm 34″ beginnt

Ziel der rechtsextremen Kameradschaft war nach Angaben des Staatsanwalts, eine „national befreite Zone“ zu schaffen – notfalls mit Gewalt. Zu Beginn des Prozesses soll zunächst die Funktion eines ominösen Vermittlungsmannes in der Szene geklärt werden. Der Prozess um die verbotene rechtsextreme Kameradschaft „Sturm 34″ aus dem sächsischen Mittweida wird von Fragen über einen angeblichen Informanten des Staatsschutzes begleitet. Kurz nach dem Prozessauftakt am Donnerstag hatten Verteidiger von vier der fünf angeklagten Männer beantragt, die Verhandlung am Dresdner Landgericht auszusetzen. Sie wollten zunächst prüfen lassen, ob und in welchem Maße V-Männer des Verfassungsschutzes an der Gründung der Kameradschaft beteiligt waren und nachrichtendienstliche Mittel beim Observieren zum Einsatz kamen. Entsprechende Hinweise hatten sie in den Akten vermisst. Die Staatsschutzkammer wies den Antrag zurück.

siehe auch: Der Fall „Sturm 34″: Bastelt der Verfassungsschutz an „Nazi Marke Eigenbau“? Fünf Mitglieder der verbotenen Kameradschaft „Sturm 34“ müssen sich vor Gericht wegen der Bildung einer kriminelle Vereinigung, Körperverletzung und weiterer Delikte verantworten. Einer von ihnen steht als V-Mann auf der Gehaltsliste des sächsischen Verfassungsschutzes. Er soll Gründer der rechten Kameradschaft sein. Schafft sich also der Verfassungsschutz seine eigenen Gegner? Jürgen Gansel, NPD-Abgeordneter im sächsischen Landtag, sieht die Sache wie folgt: Polizei-Spitzel scharren einige naive Jugendliche um sich und animieren sie zu Straftaten. Das alles passiert, um Propaganda gegen die „seriöse nationale Opposition“ (gemeint ist die NPD) zu machen. Aber nicht nur von der Rechten kommt Kritik an den „Edelspitzeln“, die sich der Verfassungsschutz in leitenden Funktionen von zweifelhaften Organisationen und Parteien hält. Auch von der Linken werden „bezahlte Spitzel und bezahlte Provokateure“ gebrandmarkt. Also keine Spitzel mehr in leitenden Funktionen?; V-Mann fühlt sich getäuscht. Prozess gegen die verbotene Nazi-Kameradschaft „Sturm 34″ in Dresden: Vor Gericht steht auch ein 40-Jähriger, der als Informant für den Staatsschutz wirkte
. Mit einer fragilen Anklagekonstruktion hat am Donnerstag vor dem Landgericht Dresden der Prozess gegen mutmaßliche Rädelsführer der paramilitärischen Nazi-Kameradschaft „Sturm 34″ begonnen. Den fünf Angeklagten wird Bildung einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung, Volksverhetzung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Unter ihnen befindet sich allerdings auch der 40-jährige Matthias R., der unbestritten wenige Tage nach Gründung von „Sturm 34″ Anfang März 2006 als Informant des Staatsschutzes tätig wurde. Ob er zuvor bereits als V-Mann in der Vorläuferorganisation „Division Sächsischer Sturm“ aktiv war, ist noch offen. „Sturm 34″ erwarb sich durch organisierte Überfälle seiner bis zu 50 Mitglieder im Raum Mittweida und Mittelsachsen bald einen üblen Ruf.

Naturreligiöse Siedler: Sinninger NPD-Gedankengut jetzt auch im Runenhof?

11.04.2008 dokmz Kommentieren

Naturreligiöse Siedler: Sinninger NPD-Gedankengut jetzt auch im Runenhof? – Neuburg – Augsburger Allgemeine

Im Pöttmeser Ortsteil Echsheim – direkt an der Landkreisgrenze zu Neuburg-Schrobenhausen – ist ein Projekt im Aufbau, das in mancherlei Hinsicht an frühere rechtsradikale Aktivitäten in Sinning erinnert und antifaschistische Beobachter in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Gruppe, die sich als „Naturreligiöse Siedlungsgemeinschaft Dorflinde“ bezeichnet, betreibt im Ort den „Runenhof im Lindengrund“.In der Vereinssatzung werden Ziele formuliert, die eine Sekte vermuten lassen. Kritiker wollen jedoch einen rassistisch-völkischen Charakter erkennen. Verbindungen zur rechtsradikalen Szene sieht man nicht zuletzt deshalb, weil der Eigentümer des Echsheimer Bauernhofs derselbe ist, dem Sinning im Jahr 1998 den schmählichen Beinamen „Nazi-Dorf“ zu verdanken hatte. Bekanntlich hatte der Mann damals Verlag und Redaktion des NPD-Organs „Deutsche Stimme“ in seinem dortigen Anwesen eingerichtet und seine Gesinnungsgenossen ins Dorf geholt, darunter deutschlandweit bekannte Neonazis. Auch in Sinning war früher die Rede von „Naturreligionen“ und einem Siedlungsprojekt, in dem der Kreis um den Drahtzieher ein „arteigenes Leben“ führen wollte. 1998 wurde er wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz festgenommen. In einer spektakulären Razzia – der bis dahin größten im süddeutschen Raum gegen Neonazis – durchsuchten 300 Polizeibeamte Wohnungen, Garagen, Lagerhallen, Waldhütten und Bunkeranlagen bei Neuburg und Pfaffenhofen. In 22 Objekten fanden die Ermittler Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Handgranaten, Munition und Tretminen. Der Hauptakteur, Eigentümer des Sinninger Anwesens, wurde 1999 zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt. Er war früher schon Mitglied der rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann (Verbot 1980) und der Wiking-Jugend. Heute nun gehört dem Militaria-Händler der Runenhof in Echsheim und er bekleidet im Verein der naturreligiösen Siedlungsgemeinschaft die Position des Schatzmeisters.