Rechtsextremist Horst Mahler erneut vor Gericht – Nachrichten | SWR.de
Der mehrfach vorbestrafte Rechtsextremist Horst Mahler muss sich vor dem Amtsgericht Erding ein weiteres Mal wegen Volksverhetzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 72-Jährigen zudem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung vor. Der Journalist und frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, ist als Zeuge geladen. (…) Mahler verbreitet nach Recherchen von tagesschau.de seine antisemitische Propaganda noch immer offen, so beispielsweise auf seiner Internet-Seite. Unter anderem veröffentlicht Mahler dort eine “Antwort auf die Judenfrage“, in der er schreibt: “Unsere Feinde [haben] die Auschwitzlüge erfunden“. In einem “Tondokument zur Lage der Nation“ bezeichnete Mahler den Holocaust unter anderem als “gewaltigste Lüge der Menschheitsgeschichte“. In einem Interview nannte er die Juden “die Feinde der Menschheit“, der besiegt werden müsse. Dies sind nur einige Beispiele von vielen.
siehe auch: Rechtsextremist Horst Mahler vor Gericht. Der Prozess gegen den Rechtsextremisten Horst Mahler wegen Volksverhetzung und Beleidigung hat am Montag vor dem Landgericht Erding begonnen. Mahler soll in einem Interview mit dem ehemaligen Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, den Holocaust geleugnet haben und seinen Gesprächspartner mit den Worten «Heil Hitler, Herr Friedman» begrüßt haben, wie dieser aussagte. «Ich denke, das war gegen mich und meine Religion gerichtet», sagte Friedman. Er habe das Interview dennoch fortgeführt, auch als Mahler zu einem späteren Zeitpunkt den Holocaust geleugnet habe. Hier habe für ihn seine journalistische Professionalität im Vordergrund gestanden, sagte Friedman, der Mahler zusammen mit Journalisten der Zeitschrift «Vanity Fair» interviewt hatte; Rechtsextremist Mahler von Prozess ausgeschlossen. Im Volksverhetzungsprozess gegen den Rechtsextremisten Horst Mahler ist der Angeklagte von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Die Vorsitzende Richterin Astrid von Boennighausen-Budberg befand am Montag vor dem Amtsgericht im oberbayerischen Erding, Mahler habe sich in Beweisanträgen «ungebührlich» benommen und habe weitere Straftaten begangen, indem er darin den Holocaust leugnete. Der Prozess wurde ohne Mahler fortgesetzt. Mahler muss sich wegen Volksverhetzung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung verantworten. (…) Mahler vertrat sich bei dem Prozess selbst. Dabei nutzte er sein Fragerecht vor seinem Ausschluss für Tiraden gegen Friedman. Richterin Astrid von Boennighausen-Budberg entzog Mahler daraufhin das Fragerecht;