Grünen-Kritik nach Nazi-Vorfall in Regionalzug
Grünen-Kritik nach Nazi-Vorfall in Regionalzug - Kieler Nachrichten
„Es ist unerträglich, dass es in Deutschland heutzutage möglich ist, dass Rechtsradikale einen Zug kapern, den Zuglautsprecher in ihre Gewalt bringen und darüber rechtsradikale Parolen verbreiten können“, sagte Karl-Martin Hentschel, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag. Er reagierte damit auf einen Vorfall am 1. Mai im Zug von Kiel nach Hamburg. Nach Angaben der Bundespolizei Hamburg saßen etwa 150 Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, in dem Regionalexpress, um in der Hansestadt an der Demonstration teilzunehmen. Etwa 60 Rechte sollen in Kiel eingestiegen sein. Kurz vor dem Bahnhof Hamburg-Dammtor hätten sich die Rechtsradikalen der Lautsprecheranlage bemächtigt und fremdenfeindliche Parolen durch den Zug verbreitet. Nach Angaben eines Zeugen lautete eine Durchsage kurz vor der Ankunft im Bahnhof Dammtor: „Die Deutsche Bahn transportiert ab sofort Ausländer und Deutsche getrennt. Die Ausländer sitzen in den hinteren Waggons, oder es werden Güterwaggons zur Verfügung gestellt.“












