Protest gegen geplantes NPD-Schulungszentrum - DIE WELT - WELT ONLINE
In Rheinsberg formiert sich Widerstand gegen ein geplantes Schulungszentrum der rechtsextremen NPD. “Die Pläne werden wir auf jeden Fall verhindern”, sagte der Sprecher der Rheinsberger Zukunftskonferenz, Steffen Jakuttek (CDU), gestern. Anfang der Woche sei bekannt geworden, dass die NPD Interesse an dem Kauf eines 20 000 Quadratmeter großen Grundstücks am Stadtrand habe. Für Freitag planten engagierte Bürger ein Treffen, um Ideen für Proteste zu diskutieren und konkrete Maßnahmen zu planen. Teilnehmen wollen seinen Angaben zufolge auch die Stadtverordneten. Bürgermeister Manfred Richter (SPD) betonte die Notwendigkeit bürgerlichen Engagements: “Es ist wichtig, dass sowohl Verkäufer als auch Käufer wissen, dass Rheinsberg mit den Plänen nicht einverstanden ist.” Die NPD sei nicht gewollt, sagte Richter. “Und wir werden alles versuchen, das Schulungszentrum zu verhindern.” Es gebe in Rheinsberg keine rechte Szene, die NPD habe hier noch nie für eine Wahl kandidiert. Nach Einschätzung des Bürgermeisters könnte die Nachricht auch “ein Trick” gewesen sein, damit die Gemeinde das Grundstück kaufe und der Preis in die Höhe getrieben werde. Denn der Eigentümer versuche seit über zehn Jahren ohne Erfolg, das Gelände zu verkaufen. Natürlich werde die Stadt im Ernstfall prüfen, ob sie ein Vorkaufsrecht habe, sagte Richter. Allerdings sei Rheinsberg verschuldet und werde wohl kaum ohne Verwendungszweck für 200 000 Euro ein “Gelände mit Ruinen” kaufen.














