
SÜDWEST PRESSE – Zollern-Alb Kurier, Nachrichten und Anzeigen für die Region Ulm, Bodensee, Alb-Donau, Göppingen, Geislingen, Ehingen, Tübingen, Reutlingen, Crailsheim, Alb-Donau-Kreis, Hohenlohe-Franken, Neckar-Alb, Neckar-Fils – NPD hat Option bis 15. August
Es ist noch nichts unterschrieben – aber NPD-Chef Schützinger legte gestern schon mal Zahlen auf den Tisch: 538 000 Euro würde die NPD für das Colibri bezahlen. Auch ohne einen Cent in der Parteikasse. Nicht willkommen sind die ‘Nationalen’ in Straßberg – dies signalisierten ihnen bei der gestrigen Pressekonferenz in der ‘Sonne’ Mitarbeiter der Straßberger Firma Bausinger eindrücklich. Man habe Geldgeber in der Hinterhand – auch in der Schweiz, gab er sich geheimnisvoll. Just vor zwei Tagen hat er sich mit dem Eigentümer des Linderhof oder Colibris, René Diethelm, in Donaueschingen getroffen. Diethelm will verkaufen – bis 15. August wolle er die Option der NPD prüfen. 538 000 Euro Kaufpreis ‘ein Gutachten liegt vor’ und eine Anstellung mit 60 000 Euro Jahressalär für Diethelm als künftigen Geschäftsführer des ‘Linderhofs’. (…) Seit einem knappen halben Jahr scheint die NPD mit dem Linderhof-Eigner in Kontakt. Der Mittfünfziger ist seit längerem um den Verkauf des vom Vater geerbten Anwesens (ehemals übrigens Zollstation zwischen württembergischen und hohenzollerischen Landen!) bemüht. ‘Von glücklichen Zufällen’ sprach Schützinger, als sie den Linderhof ‘in der FAZ entdeckt haben’, die Lage habe von Anfang an gefallen, ‘weil wir hier störungsfrei tagen können’, analysierte er die Umgebung. Hier sei kein ‘Störerpotenzial zu erwarten’.
siehe auch: Die NPD hat die Alb im Visier. Die NPD will den ehemaligen „Linderhof“ in Strassberg (Zollernalbkreis) erwerben und diesen künftig als Schulungs-, Kommunikations- und Tagungszentrum nutzen. Widerstand formiert sich. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. NPD-Landesvorsitzender Jürgen Schützinger legte, flankiert von seinem Geschäftsführer Alexander Neidlein, die Zahlen und Fakten auf den Tisch. In den letzten Tagen waren die Gerüchte hoch gekocht um den „Linderhof“, der auch schon ein Bordell beherbergt hat.