Rechte Denkfabriken: Ein verzweigtes Netzwerk
Rechte Denkfabriken: Ein verzweigtes Netzwerk « Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a.M.
Im Rahmen einer neuen ND-Serie berichtet Carsten Hübner über das verzweigte Netzwerk rechter Denkfabriken. Im Hintergrund rechtsextremistischer Bewegungen agieren oftmals konservative Intellektuelle, die die Linie vorgeben. “Ein verzweigtes Netzwerk (ND 09.07.2008) [...]
Einrichtungen wie das SZW [Studienzentrum Weikersheim] haben seit Jahrzehnten eine wichtige Funktion als Schnittstelle zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Spektrum der Bundesrepublik. Hier kommt zusammen, was öffentlich gerne auf Distanz bleibt, um keine Angriffsfläche zu bieten. Debattiert werden die Kernthemen rechter Ideologie: Volk, Nation und Heimat, der Umgang mit der deutschen Vergangenheit oder die Abwehr linker und liberaler Entwicklungen. Ein Blick auf die Referentenlisten zeigt, dass dabei oftmals die Trennschärfe verloren geht. Bestes Beispiel ist der ehemalige Brigadegeneral Reinhard Uhle-Wettler, der als Vorsitzender der »Hamburger Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft« (SWG) nicht nur mit dem SZW zusammengearbeitet hat, sondern auch als Referent bei der NPD-nahen »Gesellschaft für freie Publizistik« (GFP) aufgetreten ist. Uhle-Wettler hat sich in der Szene unter anderem als Verfasser einer Festschrift für den notorischen Holocaustleugner David Irving und als Kritiker der »Wehrmachtsausstellung« einen Namen gemacht. Ähnlich populär ist der Politikprofessor Hans-Helmuth Knütter. Knütter ist Verfasser des Buches »Die Faschismuskeule – Das Letzte Aufgebot der Linken«, das in rechten Kreisen auf große Resonanz stößt. Auch Knütter referierte unter anderem in Weikersheim, bei der GFP und bei der rechtsextremen Münchner Burschenschaft Danubia.


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