Endstation Rechts - Zutts geben Kreistagsmandate zurück und ziehen nach Waren/Müritz
Nachdem der ehemalige hessische NPD-Landesvorsitzende Marcel Wöll sein Kreistagsmandat im Kreis Wetterau abgab, verliert die hessische NPD weitere prominente Kommunalpolitiker. Doris und Alfred Zutt gaben in einer Erklärung zu Protokoll, dass sie ihre Kreis- und Gemeindemandate im hessischen Lahn-Dill-Kreis zurückgeben. Grund ist der Umzug in die mecklenburgische Kreisstadt Waren/Müritz. Hier unterhalten die Zutts seit mehreren Jahren ein Devotionaliengeschäft mit dem Namen „Zutts Patriotentreff” in der Mozartstraße. (…) Das Ehepaar Zutt kommt aber nicht umhin, in ihrer Erklärung mit ausländerfeindlichen Parolen den Umzug in den Nordosten zu begründen. So heißt es in der Erklärung: „Da im Land Hessen immer mehr Sinti und Kopftücher das Straßenbild prägen dies aber nicht mehr unser Verständnis von einer deutschen Kommune entspricht, die Systemparteien aber durch Wahlen ihre antideutsche Politik noch in großem Maße bestätigt bekommen, war der Umzug nach fast zwanzigjähriger Parlamentsarbeit keine schwere Entscheidung. Heimat ist für uns, wo man noch Deutscher unter Deutschen sein kann und sich geborgen fühlt, wie in Mecklenburg Vorpommern”.
siehe auch: NPD-Paar Zutt verlässt Hessen. Zwei langjährige Aktivisten der rechtsextremen NPD verlassen Hessen. Alfred und Doris Zutt aus Ehringshausen im Lahn-Dill-Kreis kündigten jetzt per Pressemitteilung an, dass sie nach Waren (Mecklenburg-Vorpommern) zögen. Ihre Mandate im Gemeindeparlament legten sie deswegen nieder. Sie wollten in einer Umgebung leben, “wo man noch Deutscher unter Deutschen sein” könne, schrieben sie zur Begründung. Der frühere Maschinenschlosser Alfred Zutt, Jahrgang 1934, und die Altenpflegerin Doris Zutt, 1955 geboren, sind seit Jahrzehnten für die NPD aktiv. Doris Zutt saß früher als einzige Frau im Bundesvorstand der Partei. Sie kandidierte bei der Oberbürgermeisterwahl 2007 in Frankfurt und stand an der Spitze der NPD-Liste zur Landtagswahl 2008. Die Rechtsextremisten erreichten lediglich 0,9 Prozent und verfehlten damit die Grenze für staatliche Zuschüsse; Hessische NPD-Funktionäre wandern nach Osten ab. Erneut haben Kommunalpolitiker der NPD in Hessen ihre Mandate niedergelegt und werden nach Ostdeutschland umziehen. Alfred und Doris Zutt aus Ehringshausen (Lahn-Dill-Kreis) folgen damit dem Schritt des früheren NPD-Landesvorsitzenden Marcel Wöll. Das Ehepaar Alfred (Jahrgang 1934) und Doris Zutt (Jahrgang 1955) gehört bundesweit zu den dienstältesten NPD-Kommunalpolitikern. Schon bald nach dem Fall der Mauer 1989 zog es die beiden in den Osten, wo sie in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) ein Ladengeschäft namens “Patriotentreff” aufmachten. Sie blieben jedoch in der hessischen Gemeinde Ehringshausen politisch aktiv, wo die NPD zeitweise Rekord-Wahlergebnisse verbuchen konnte. Bei der Kommunalwahl 1997 erhielt die rechtsextreme Partei in dem 10.000-Einwohner-Ort fast 23 Prozent der Stimmen; “Fahnenflucht” von Doris und Alfred Zutt nach Mecklenburg-Vorpommern? Des einen Freud ist des anderen Leid, heißt es. So könnten sich jetzt der Lahn-Dill-Kreis freuen und das mecklenburgische Waren nicht, denn dorthin wollen offenbar die Alt-NPDler Doris und Alfred Zutt auswandern, wenn eine im Internet kursierende Erklärung Zutts authentisch ist. Gleichzeitig legen sie demnach wie Wöll ihre NPD-Mandate nieder. In der Erklärung heißt es: “Mit dem heutigen Datum haben wir den Behörden im Lahn-Dill-Kreis mitgeteilt, dass wir unsere Kreis und Gemeindemandate wegen Wohnungswechsel niederlegen. In Anbetracht das wir schon über ein Jahrzehnt unseren zweiten Wohnsitz in Waren ( MV) haben und für uns jetzt die Möglichkeit besteht nach Waren umzuziehen haben wir dies wahrgenommen. Da im Land Hessen immer mehr Sinti und Kopftücher das Straßenbild prägen dies aber nicht mehr unser Verständnis von einer deutschen Kommune entspricht, …, war der Umzug nach fast zwanzigjähriger Parlamentsarbeit keine schwere Entscheidung. Heimat ist für uns, wo man noch Deutscher unter Deutschen sein kann und sich geborgen fühlt, wie in Mecklenburg Vorpommern.”














