Gedenken an homosexuelle Opfer im ehemaligen KZ Buchenwald
Mit Schweigeminute und Kranzniederlegung ist im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar am Sonntag an die homosexuellen Opfer erinnert worden. An dem Gedenken nahmen nach Angaben des Thüringer Schwulen- und Lesbenverbandes etwa 80 Menschen teil. Während der Nazi-Zeit waren der Aids-Hilfe Weimar zufolge etwa 650 Homosexuelle in dem Arbeitslager auf dem Ettersberg inhaftiert. Sie mussten zur Kennzeichnung einen rosa-farbenen Winkel auf der Kleidung tragen. Deshalb wurden sie auch „Rosa Winkel-Häftlinge“ genannt. Viele von ihnen starben nach medizinischen Versuchen oder wegen der schlechten Haftbedingungen. Nach Angaben der Aids-Hilfe galten homosexuelle Männer bei den Nazis als „rassenvernichtende Entartung“ und wurden deshalb in Konzentrationslager gesperrt.



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