HDJ-Führer wegen Schlägen verurteilt

via redok – HDJ-Führer wegen Schlägen verurteilt.

Zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 30 Euro hat das Amtsgericht Zossen heute den Bundesführer der neonazistischen “Heimattreuen Jugend” (HDJ), Sebastian Räbiger, wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Verfahren gegen einen Mitangeklagten wurde abgetrennt. Räbiger war beschuldigt worden, er habe am Rande eines “Märkischen Kulturtages” der HDJ in gemeinsam mit einem Gesinnungsgenossen im brandenburgischen Blankenfelde die Journalistin Andrea Röpke und einen Fotografen angegriffen und in einem Supermarkt zu Boden geschlagen. In der heutigen Verhandlung stritt Räbiger laut einem Bericht in der morgigen taz ab, die Journalistin geschlagen zu haben, obwohl ein ärztliches Attest Kopf- und Oberkörperverletzungen aufgrund von “körperlicher Gewalt” feststellte. Sie seien den beiden Journalisten zwar nachgelaufen, aber die Reporterin sei “wohl hingefallen”.

siehe auch: Prügel im Supermarkt. Vor zwei Jahren griffen Neonazis die Journalistin und taz-Autorin Andrea Röpke während einer Recherche an. Damals half ihr niemand. Nun wurden die Rechtsextremen vor Gericht verurteilt. Im Sitzungssaal I des Amtsgerichts Zossen sind am Freitag alle Plätze belegt. So viele Besucher, sagt Richter Wolfgang Böhm, kommen sonst nicht. Denn das Gericht in der brandenburgischen Gemeinde beschäftigt sich eher mit Zwangsversteigerungen von Immobilien. Doch im Saal I wird gegen Sebastian Räbiger wegen “gefährlicher Körperverletzung” verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vorsitzenden der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), Sebastian Räbiger, vor, die Journalistin und taz-Autorin Andrea Röpke angegriffen und geschlagen zu haben. Am Abend verkündet Richter Böhm dann das Urteil: Räbiger wird wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt, er gilt damit als vorbestraft. Das Verfahren gegen den Mitangeklagten Friedrich Tinz wird abgetrennt.

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Posted on 16.12.2008, in Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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