Archiv für den Monat Dezember 2010

Neonazis marschieren an Silvester in die City

Von Dorstfeld bis zur Katharinentreppe in der City wollen an Silvester Neonazis marschieren. Laut Polizei wird die rechte Demo gegen 13 Uhr an der S-Bahnstation Dorstfeld beginnen. Die zum Auftakt angekündigten Bands „Libertin“ und „Flak“ sagten aus persönlichen Gründen ab – wohl wegen des knappen Auftritts von je nur zwölf Minuten. Der Tross zieht über Wilhelmplatz, Rheinische Straße, Möllerstraße (Zwischenkundgebung) über den Wall und die Schmiedingstraße zur Katharinentreppe. Hier soll dann bis 18 Uhr der Abschluss der Aktion erfolgen. Es könne zu Verkehrsbehinderungen kommen, so die Polizei. „Justiz, Polizei und Politik sind dringend aufgefordert, dem Treiben der Nazis nicht nur am 31. Dezember den Riegel vorzuschieben, sondern das Zentrum des braunen Sumpfes in Dorstfeld trocken zu legen“, so Ula Richter für das Bündnis Dortmund gegen Rechts.

via braunraus: Neonazis marschieren an Silvester in die City

siehe auch: Polizeipresse: POL-DO: Demonstration des rechten Spektrums – Abschlussmeldung.. Am Freitag, 31.12.2010, fand in Dortmund eine Demonstration des rechtsgerichteten Spektrums statt, die aus polizeilicher Sicht friedlich und ohne nennenswerte Störungen verlief. Die Kundgebung begann um 13.25 Uhr mit rund 90 Teilnehmern in Dorstfeld, führte über die Rheinische Straße bis zur Katharinenstraße in der Innenstadt von Dortmund. Die Kundgebung endete um 15:10 Uhr.

Rechtsextremer Autor Andre Busch gestorben

Der norddeutsche Neonazi Andre Busch ist im Alter von 36 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Dies melden mehrere Neonazi-Seiten. Busch genoss in Neonazi-Kreisen hohes Ansehen für sein Buch “Blutzeugen – Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik”. Dieses war im “Nordland-Verlag” des NPD-Bundesvorstandsmitgliedes Thorsten Heise erschienen (…) Der Verfassungsschutz Hamburg berichtete, am 15. Dezember 2008 habe Andre Busch sein Werk auf einer Veranstaltung des NPD-Kreisverbands Hamburg Mitte-Nord vorgestellt. In einem Beitrag auf ihrer „Heimatseite“ bezeichnete die Hamburger NPD demnach das Buch als „einzigartiges Werk“, verglich gewalttätige Übergriffe auf Mitglieder und Sympathisanten der NPD mit Angriffen auf die NSDAP (…) Busch war Alter Herr der Hamburger Burschenschaft “Chattia Friedberg”. Sie feierte sein Buch auf ihrer Internetpräsenz überschwänglich. Bei dieser Vereinigung gebe es, so der Hamburger Verfassungsschutz, „Anhaltspunkte für Verbindungen zum Rechtsextremismus“. Busch war von seinem Arbeitgeber Ende 2009 suspendiert worden, nachdem seine neonazistischen Aktivitäten bekannt wurden. Man dulde in dem Institut keine rechtsextremen Aktivitäten, ließ die Volks- und Raiffeisenbank wissen.

via npd-blog.info: Rechtsextremer Autor Andre Busch gestorben

Umstrittenes Mediengesetz unterzeichnet

Die internationale Kritik ist offenbar wirkungslos geblieben: Ungarns Staatspräsident Pal Schmitt soll das umstrittene neue Mediengesetz unterzeichnet haben. EU-Abgeordnete befürchten, dass Journalisten künftig systematisch unter Druck gesetzt werden. Ungarische Medien wollen aus der Redaktion des Gesetzblattes, wo das neue Mediengesetz voraussichtlich am Freitag erscheint, von der Unterzeichnung durch Schmitt erfahren haben. Schmitt machte damit von der Möglichkeit, das Gesetz zu verzögern, keinen Gebrauch: Er hätte das Gesetz auch an das Verfassungsgericht zur Überprüfung weiterleiten können. Das Gesetz kann damit nun am 1. Januar in Kraft treten. (…) Ungarn steht wegen der geplanten Einschränkung der Pressefreiheit heftig in der Kritik. Das Gesetz sieht vor, dass künftig eine Kontrollbehörde, deren Mitarbeiter der Regierungspartei angehören, die Medien beaufsichtigen soll. Sollten die Prüfer zu der Einschätzung kommen, dass die Berichterstattung fehlerhaft ist, drohen hohe Geldstrafen. Staatsminister Hoyer sagte der „Frankfurter Rundschau“: „Es wäre gut, wenn dieses Thema rasch aus der Welt geräumt wird.“ Gerade in der neuen EU-Führungsrolle sei Ungarn ganz besonders gefordert, sich an alle europäischen Regeln zu halten. In der Europäischen Union müsse die Wahrnehmung der Grundrechte „ohne jeden Zweifel gewährleistet“ sein, mahnte Hoyer. Druck auf Journalisten Der stellvertretende Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europaparlament, der Österreicher Hannes Swoboda, zeigte sich in derselben Zeitung davon überzeugt, dass das Vorhaben gegen europäische Werte verstoße. Wenn das Gesetz in seiner vollen Schärfe angewandt werde und Journalisten systematisch unter Druck gesetzt würden, werde das EU-Parlament „sicherlich auch das Instrument des Stimmrechtsentzugs ins Spiel bringen“, sagte Swoboda.

via focus.de: Umstrittenes Mediengesetz unterzeichnet

Die NSFDP

Eine Studie, die sich mit der freudig ertragenen Nazi-Unterwanderung der nordrhein-westfälischen FDP beschäftigt, hat beim Spiegel Beklemmung hervorgerufen. Zu Recht (…) Um eine Verhaftungsaktion der britischen Besatzungsmacht gegen eine Gruppe ehemals führender Nazis um den einstigen Staatssekretär im Propagandaministerium SS-Brigadeführer Werner Naumann, der nach dem Selbstmord seines Chefs noch im Mai 1945 die Nachfolge von Joseph Goebbels angetreten hatte. Und der längst wieder Kontakte zu den Industriellen aufgenommen hatte, denen er zu Himmlers Zeiten im Freundeskreis Reichsführer SS begegnet war. Er gehörte einer besonderen, aber eher harmlosen Erinnerungsgemeinde an, wie ich damals aus dem Spiegel erfuhr. Zur aktiven Naumann-Gruppe gehörten neben dem Namensgeber, nunmehr Chef der Düsseldorfer Import-/Exportfirma Cominbel, Hans Fritzsche, der bekannteste Rundfunkkommentator der Nazis, der Reichsstudentenführer Gustav Adolf Scheel, die beiden Gauleiter Josef Grohé (Köln) und Karl Florian (Düsseldorf) und viele andere wichtige NS-Funktionäre – nicht zuletzt der einflußreiche Sprecher des Auswärtigen Amtes und streng antisemitische Ribbentrop-Vertraute Paul Karl Schmidt, der bald als »Paul Carell« Maßstäbe für das Geschichtsbewußtsein der frühen Bundesrepublik setzte. Jetzt, 57 Jahre danach – Naumanns Nazigarde und auch einige Leute im Spiegel sind längst tot– wird das deutsche Nachrichtenmagazin nahezu hellwach. Eine »neue Studie«, so schlug Ende November der geschmeidige Haushistoriker Klaus Wiegrefe Alarm, untersuche die »skandalösen Verbindungen der Nachkriegsliberalen zu führenden Alt-Nazis« – zur Naumann-Gruppe. Exinnenminister Gerhart Baum fordere sogar, auch wenn die Aufarbeitung der FDP-Geschichte »schmerzlich« werde, eine Historikerkommission.

via jungewelt.de: Die NSFDP

‘Rosie the Riveter’ girl on ‘We Can Do It!’ WWII poster dead; Geraldine Doyle dead at age 86

Geraldine Hoff Doyle, the inspiration behind the now-iconic Rose the Riveter WWII poster, has died at age 86 in Michigan. The poster of a young woman in a factory uniform and red polka dot head kerchief, her arm flexed to show off her muscle with a speech balloon stating boldly, „We can do it!“ was designed to encourage young woman to volunteer for the war effort while men were serving overseas. (…) The image of Rosie the Riveter, itself inspired by a Norman Rockwell painting of the same name, became an instant classic and was later adopted by the women’s rights movements of the 1960s and 1970s. There was also a 1942 song called „Rosie the Riveter“ that paid homage to the women who worked during the war. Many women claimed to be the inspiration for Rosie and indeed there were film shorts and photographs that documented the phenomenon of women working on ballistics, airplanes and bombs. „Rosie the Riveter is the image of an independent woman who is in control of her own destiny,“ said Gladys Beckwith, former director of the Michigan Women’s Historical Center and Hall of Fame, which honored Doyle in 2002 told the Lansing State Journal.

via nydailynews.com: ‘Rosie the Riveter’ girl on ‘We Can Do It!’ WWII poster dead; Geraldine Doyle dead at age 86

Drahtzieher zu Haftstrafe verurteilt

Gestohlener Schriftzug: Insgesamt vierte Verurteilung wegen Diebstahls. Die Prozesse um den Diebstahl des Schriftzuges „Arbeit macht frei“ sind endgültig zu den Akten gelegt. Ein polnisches Gericht verhängte Haftstrafen für die Täter. Zuvor hatten der als Drahtzieher geltende Schwede Anders Högström und die Staatsanwaltschaft das Strafmaß ausgehandelt. Ein Jahr nach dem Diebstahl des Schriftzuges „Arbeit macht frei“ aus der polnischen Gedenkstätte Auschwitz ist der Schwede Anders Högström zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Das entschied am Donnerstag das Bezirksgericht in Krakau. Zwei polnische Komplizen müssen für zweieinhalb Jahre beziehungsweise zwei Jahre und vier Monate hinter Gitter, wie Gerichtssprecher Rafal Lisak sagte. (…) Eigenen Angaben zufolge wollte Högström den Schriftzug in Schweden weiterverkaufen. Der Staatsanwaltschaft gelang es allerdings nicht, Beweise für die Existenz der Hintermänner zu finden. Medienberichten zufolge soll der Schwede in der Vergangenheit Kontakte zur Neonazi-Szene unterhalten haben.

via spiegel.de: Drahtzieher zu Haftstrafe verurteilt

Einheit mit Einschränkung

Der Verschmelzungsvertrag zwischen NPD und DVU ist unterschrieben – die „Fusions“-Gegner in der DVU haben gerichtliche Schritte eingeleitet. Am Ende sollte offenbar alles ganz schnell gehen: Das Ergebnis der DVU-internen Urabstimmung über eine „Fusion“ mit der NPD war noch gar nicht öffentlich bekannt gegeben worden, da eilten am Mittwoch die Vorsitzenden beider Parteien auch schon zum Notar, um ihre Unterschriften unter den Verschmelzungsvertrag zu setzen. „Deutschlands starke Rechte ist da!“, jubelte NPD-Chef Udo Voigt. Und der DVU-Vorsitzende Matthias Faust, zugleich auch einer der Stellvertreter Voigts an der Spitze der NPD, freute sich, rund 87,5 Prozent der Mitglieder hätten für den Zusammenschluss votiert. Er danke „allen Mitgliedern der DVU für ihre Unterstützung“. Dass er tatsächlich allen Mitgliedern dankbar ist, darf indessen bezweifelt werden. Vier von ihnen, die Landesvorsitzenden aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Berlin, die sich schon in den vergangenen Monaten als die energischsten Gegner einer „Fusion“ hervorgetan hatten, waren in dieser Woche gegen den Zusammenschluss vor Gericht gezogen. Hans-Gerd Wiechmann, Ingeborg Lobocki, Max Branghofer und Torsten Meyer wollten kurz vor Toresschluss Faust im Wege einer Einstweiligen Verfügung unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250 000 Euro untersagen lassen, den Vertrag mit der NPD zu unterzeichnen.

via bnr.de: Einheit mit Einschränkung

US-Agent wieder unter Verdacht

Kopenhagen: Welche Rolle spielte David Headley in Sachen Jyllands-Posten? War der US-amerikanische Agent David Headley in den angeblich geplanten Anschlag gegen die Kopenhagener Tageszeitung Jyllands-Posten verwickelt? Nach der Festnahme von zunächst fünf »Terrorverdächtigen« wollte der Chef des dänischen Geheimdienstes PET, Jakob Scharf, diese Möglichkeit nicht ausschließen. Drei Männer arabischer Herkunft waren am Mittwoch in Kopenhagen verhaftet worden, nachdem sie mit dem Auto aus Schweden eingereist waren. Ebenfalls in Gewahrsam genommen, wurden ein schwedischer Staatsbürger tunesischer Abstammung in Stockholm und ein Asylbewerber aus dem Irak in einem Vorort von Kopenhagen. Gegen vier von ihnen wurden am Donnerstag Haftbefehle erlassen. Der Iraker kam frei. Die Männer waren angeblich schon seit Monaten von den Geheimdiensten Dänemarks und Schwedens gemeinsam observiert worden.

via jungewelt.de: US-Agent wieder unter Verdacht

Teure Haltestelle für den «Zug der Erinnerung»

Der «Zug der Erinnerung» ist eine rollende Ausstellung, die an die Deportation von mehreren hunderttausend Menschen in Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf dem Schienennetz erinnert. Zwischen dem 10. März und dem 11. April wird der Zug auch in Aachen halten. Der Zweckverband Eurode sowie der Arbeitskreis «Gegen das Vergessen» planen, die Ausstellung auch im Eurode-Bahnhof halten zu lassen. Das Vorhaben droht aber an den hohen Forderungen der Deutschen Bahn zu scheitern. 4000 Euro verlangt sie pro Tag für Personal und Material und das obwohl das Gleis, auf dem der Zug für zwei Tage stehen soll der EVS (Euregiobahn) gehört. Die EVS hat zugesagt, den Schienenabschnitt kostenlos zur Verfügung zu stellen. «Das Verhalten der Bahn ist eine Frechheit», sagte Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbands Eurode.

via az-web.de: Teure Haltestelle für den «Zug der Erinnerung»

Neonazistisches Schulhof-CD-Team mimt Bundesministerium

Die Produzenten der multimedialen Neonazi-Schüler-CD „Jugend in Bewegung“ [1] schreiben derzeit offenbar gezielt bundesweit Schulen an – auch in der Region Aachen –, um auf ihre CD als Lehrmaterial hinzuweisen. Eine „Klarmanns Welt“ vorliegenden Mail wurde mit dem Betreff „Gemeinnütziges Schüler-Projekt“ von einem frei erfundenen „Bundesministerium für politische Bildung“ (kontakt@bundestag.de) verschickt. Nachfolgend dokumentiert „Klarmanns Welt“ Teile der Seriosität vortäuschenden Rundmail: Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Schreiben möchten wir ihnen ein neues gemeinnütziges Projekt vorstellen. Es handelt sich dabei um eine CD-ROM für den Computer, welche den Schülerinnen und Schülern den spielerischen Umgang mit politischen Ereignissen in unserem Land vermitteln soll. Besonders geeignet ist die CD für die 8. bis 10. Klassenstufe. Die CD kann als Präsentation oder zur Unterstützung im Unterricht eingesetzt werden.

via klarmann.blogsport.de: Neonazistisches Schulhof-CD-Team mimt Bundesministerium

Lunacek: Ungarisches Mediengesetz widerspricht Menschenrechten

Journalisten-Gewerkschafter Bauer: „Ungarn auf Stufe mit diktatorischer Bananenrepublik“ Die Europasprecherin der Grünen und Abgeordnete im Europäischen Parlament, Ulrike Lunacek, hat das neue ungarische Mediengesetz bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien als ein „drakonisches Gesetz“ bezeichnet, das den Menschenrechten widerspreche. Balint Pinczes, Internationaler Sekretär im Vorstand der ungarischen Grünen (LMP), sieht in dem Gesetz „nur die Spitze des Eisberges.“ Für Franz C. Bauer, Präsident der Journalistengewerkschaft in der GPA, stellt sich Ungarn „mit diesem Gesetz auf die Stufe einer diktatorischen Bananenrepublik“. Wenn sie sich vorstelle, dass Ungarn, das am 1. Jänner die EU-Ratspräsidentschaft übernehme, Verhandlungen über die Erweiterung der EU führen werde, stehe die Glaubwürdigkeit der EU auf dem Spiel, sagte Lunacek. (…) Pinczes bezeichnete das Mediengesetz als einen Angriff der regierenden FIDESZ-Partei von Premier Viktor Orban auf die Meinungsvielfalt. Dieses Gesetz sei klar gegen jene gerichtet, „die nicht die FIDESZ-Meinung vertreten.“ So sei der aus fünf Personen bestehende Medienrat, alle von der FIDESZ, mit „sehr weitreichenden Machtbefugnissen ausgestattet.“ Da das neue Gesetz viele unklare Passagen habe, bekomme der Medienrat eine Art Schiedsrichterrolle. „Selbst Medienmanager wissen nicht, wie weit das Gesetz geht und sind besorgt“, so Pinczes.

via derstandard.at: Lunacek: Ungarisches Mediengesetz widerspricht Menschenrechten

Tiefbrauner Silberling

Militante Neofaschisten haben die Idee der sogenannten Schulhof-CDs der NPD, die Erstwähler mit rechter Musik für die braune Sache gewinnen sollten, zu einem üppigen Multimedia-Machwerk weiterentwickelt. (…) Was der Gegner der Rechtsextremen meint, nennt sich „Schüler-CD des nationalen Widerstands“: Militante Neofaschisten aus der Szene der „Freien Kameradschaften“ haben die Idee der sogenannten Schulhof-CDs der NPD, die Erstwähler mit rechter Musik für die braune Sache gewinnen sollten, zu einem üppigen Multimedia-Machwerk weiterentwickelt. Eine neue Form der Propaganda und, wie Balser findet, „erschreckend professionell“. Lädt man die fast 700 Megabyte große CD aus dem Internet herunter, öffnet sich automatisch das Tor zur rechtsextremen Welt: Unter der Überschrift „Jugend in Bewegung“ bietet ein Menü, dessen hippes Design linkem Antifa-Style abgeschaut ist, Zugriff nicht nur auf einschlägige Musik, sondern auch auf Propagandadateien, Hassvideos, Schablonen zum Parolensprühen oder fertig layoutete Flugblätter und Plakate. (…) Solche Beteuerungen werden freilich schon durch den Mann Lügen gestraft, der als Produzent im Impressum steht. Daniel T. (24), Führer der „Nationalen Sozialisten“ im brandenburgischen Zossen, ist mehrfach vorbestraft. Demnächst muss er sich erneut vor Gericht verantworten, weil er im Januar zwei Jugendliche zu einem Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen angestiftet haben soll. Außerdem ist er wegen Volksverhetzung und dem Sprühen von Hakenkreuzen in großem Stil angeklagt. Zugleich pflegt Daniel T. beste Kontakte zur NPD – die rechtsextreme Partei nimmt auch auf der „Schüler-CD“ einen prominenten Platz ein.

via fr-online.de: Tiefbrauner Silberling

Ein Holocaust-Leugner, ein Friedensnobelpreisträger und die Leipziger NPD

Es gibt historische Tatsachen, welche man als unumstößlich bewiesen hinnehmen muss. Auch wenn man auf so manches Ereignis in der deutschen Geschichte eben nicht jenen Nationalstolz werfen kann, der oft genug an sich bereits ein seltsam Ding in der Welt und mit so manchem Krieg verbunden ist, gilt es für Massenmorde besonders. So auch für den, im dritten Reich stattgefundenen und durch unzählige Akten, nüchterne Transportlisten, schreckliche Bilder und Zeugenaussagen dokumentierte Massenmord der Deutschen. Horst Mahler fällt das Eingeständnis dieser Fakten schwer, weshalb er seit 2009 in Haft ist. (…) Wer in Deutschland beim Holocaust-Leugnen ertappt wird, muss deshalb mindestens mit einer Geldstrafe rechnen. Wer sich öfter in solchen Bereichen bewegt, landet irgendwann dafür im Gefängnis und kann die Weihnachtstage nicht im Familienkreis feiern. Horst Mahler darf sich in dieser Disziplin mit Fug und Recht als Profi bezeichnen. Der einstige RAF-Anwalt wurde in den vergangenen Jahren mehrfach rechtsgültig wegen Volksverhetzung verurteilt. Zurzeit verbüßt er eine sechsjährige Haftstrafe aus diesen Gründen. (…) Seine Anhängerschaft fordert seit dem Haftantritt Mahlers 2009 dessen Freilassung. In ihrer bizarren Wahrnehmung wurde Mahler verurteilt, weil er hier von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht habe. Vor drei Tagen initiierten nun Kevin Käther und Ursula Haverbeck-Wetzel eine Online-Petition zur Freilassung des Holocaust-Leugners. Beide sind wegen ähnlicher Delikte selbst bereits mehrfach vorbestraft. Die 82-jährige Haverbeck-Wetzel aus dem nordrhein-westfälischen Vlotho war zudem in den wegen ihrer Verfassungsfeindlichkeit 2008 verbotenen Vereinen „Collegium Humanum e.V.“, „Bauernhilfe e. V.“ und „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten e.V.“ aktiv. (…) Unter den Unterzeichnern befindet sich neben vielen bekannten Namen aus der bundesdeutschen Neonazi-Szene bis jetzt nur eine einzige nennenswerte Organisation: Ausgerechnet der Leipziger NPD-Kreisverband, der im Kreise der Unterzeichner als bewiesen gelten kann, da er auch auf seiner Homepage zur Unterstützung der Petition aufruft.

via l-iz.de: Ein Holocaust-Leugner, ein Friedensnobelpreisträger und die Leipziger NPD

Van Helsing: Komitee verlangt, dass Autor aus Katalog gestrichen wird

Vor 14 Jahren wurden Bücher des deutschen Verschwörungstheoretikers Jan van Helsing wegen Volksverhetzung beschlagnahmt. Das Mauthausen-Komitee fordert den Verlag Ennsthaler auf, den Autor zu sperren. In seinen Schriften will Jan van Helsing, hinter dem sich der bürgerliche Name Jan Udo Holey verbirgt, den „Illuminaten“ auf die Schliche gekommen sein. Die Geheimgesellschaft, die die Weltherrschaft an sich reißen will, ist bei ihm jüdischen Ursprungs. Über Ennsthaler als Großhändler werden die Wälzer an andere Buchläden verkauft. 1996 wurden zwei Bücher des Deutschen, der nun seine Werke über seinen „Ama Deus Verlag“ herausgibt, wegen antisemitischer Volksverhetzung von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Das Steyrer Mauthausen-Komitee hat nun in einem Brief an Ennsthaler gefordert, dass der Autor aus dem Katalog genommen werden soll. „Unsere Schüler beziehen viele Bücher über Ennsthaler. Wenn dort auch so etwas Bedenkliches verkauft wird, spießt sich das“, sagt der Religionslehrer Karl Ramsmaier vom Komitee, das der ehemaligen KZ-Opfer gedenkt.

via nachrichten.at: Van Helsing: Komitee verlangt, dass Autor aus Katalog gestrichen wird

Peine: Rechtsrock Band spielte in Vallstedt

Getarnt als Weihnachtsfeier hat die Band „Kategorie C“, aus der rechtsradikalen Szene bekannt, am Samstagabend ein Konzert in einem ehemaligen Gasthof in der Grünen Allee 6 in Vallstedt gegeben. Die Polizei überwachte die Veranstaltung. Die Band „Kategorie C“ wird der Neonazi-Szene zugeordnet. Die Vor-Band von Samstagabend, „V-Punk“, ist eine Nazipunkband.

via newsdclick.de: Peine: Rechtsrock Band spielte in Vallstedt

siehe auch: Weihnachtsfeier entpuppt sich als Rechtsrock-Konzert. Lange Zeit waren die Zapfhähne in der Traditionsgaststätte „Zur grünen Allee“ in Vallstedt im niedersächsischen Landkreis Peine trocken und auch der dazugehörige Saal blieb leer. Seitdem das Ehepaar U. vor zwei Jahren den Gasthof übernahm, kann der Saal mit Platz für etwa 400 Personen wieder angemietet werden. Ein Angebot, das nicht nur die Dorfgemeinschaft freuen dürfte: auch der Nazikader Marcus Winter aus Minden griff für sein Konzert mit der Rechtsrock-Band „Kategorie C“ gerne darauf zurück.

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