Archiv für den Monat Januar 2011

Nach Razzia: Neonazis kochen vor Wut

Nach der Entscheidung des Amtsgerichts wird der NPD-Funktionär Sven Krüger in Handschellen abgeführt. Die rechtsextreme Szene Mecklenburg-Vorpommerns kocht vor Wut. Nach der Festnahme von Sven Krüger am vergangenen Sonntag drohen Neonazis im Internet unverhohlen: „Die heutigen Ereignisse könnten durchaus als offene Kriegserklärung des Innenministeriums gegen die nationale Bewegung in Nordwestmecklenburg verstanden werden.“ Auf einer Internetseite, für die der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende David Petereit sich verantwortlich zeichnet, heißt es im Stil alter Hitler-Wochenschauen: „Ein Zurück gibt es nicht mehr und der politische Kampf wird mit unvermittelter Härte weitergeführt werden.“ Doch alle Wutausbrüche nutzten gestern wenig. Das Amtsgericht Schwerin erließ Haftbefehl gegen den Abrissunternehmer Krüger, der Mitglied im Landesvorstand der NPD ist, und der die rechtsextreme Partei auch im Kreistag von Nordwestmecklenburg vertritt. Es geht allerdings nicht um politische Delikte, die dem 36-Jährigen aus Jamel (Nordwestmecklenburg) zur Last gelegt werden. „Es besteht der dringende Tatverdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei in sechs Fällen und des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz“, sagte Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek, Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft.

via svz.de: Nach Razzia: Neonazis kochen vor Wut

siehe auch: Maschinenpistole bei NPD-Funktionär beschlagnahmt. Die Polizei hat bei einem NPD-Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern am 30. Januar 2011 eine Maschinenpistole mit 200 Patronen sowie eine Pistole sichergestellt. Anlass der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume des 36-Jährigen in Jamel im Kreis Nordwestmecklenburg sei ein Beschluss des Schweriner Amtsgerichts wegen des Verdachts der Hehlerei gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek der Nachrichtenagentur dapd. Der Beschuldigte Sven Krüger, der auch Mitglied des Kreistages von Nordwestmecklenburg ist, wurde demnach vorläufig festgenommen

Vaterstetten: Rechter Rand oder Mitte der Gesellschaft?

Dass sich alte und neue Nazis für die Freilassung der verurteilten Hitler-Fans und Holocaust-Leugner Sylvia Stolz und Horst Mahler aus der Haft einsetzen, überrascht nicht. Überraschend ist, dass sie „aus der Mitte der Gesellschaft“, von Mitgliedern und Funktionären der Freien Wähler und der CSU Unterstützung erfahren. So wie in den letzten Tagen in Vaterstetten. Dabei wurde Sylvia Stolz vom Vorsitzenden der Vaterstetter Freien Wähler, Herbert Uhl, auf eine Stufe gestellt mit dem chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Offensichtlich ist es diesen Unterstützern entgangen, dass es ein großer Unterschied ist, ob sich jemand – wie der Friedensnobelpreisträger – für die Menschenrechte einsetzt oder wie Stolz und ihr Lebensgefährte Mahler den Rassismus und Antisemitismus der Nazis und die Wiedererrichtung der Nazidiktatur propagiert. Daniel Kalteis, der SPD-Vorsitzende in Vaterstetten, stellte dazu fest: „Vaterstettens Freie Wähler sollten sich fragen, ob sie einen Chef brauchen, der eigentlich besser in der NPD aufgehoben wäre.“ Inzwischen ist Herbert Uhl als Vorsitzender der Freien Wähler zurückgetreten.

via endstation rechts bayern: Vaterstetten: Rechter Rand oder Mitte der Gesellschaft?

Die „Jungs für’s Grobe“: Nazis als Unternehmer

Erst vor kurzem ging es durch die Medien: ein Unternehmen aus Jamel wurde mit der Sanierung des Kieler Amtsgerichtes beauftragt. Ein Unternehmen, das mit dem Motto „Die Jungs fürs Grobe“ Werbung macht und das dem NPD-Funktionär Sven Krüger gehört. Sven Krüger gehört dem Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern der NPD an, mehr als ein Dutzend Vorstrafen und unzählige Ermittlungsverfahren gehen auf das Konto des Abrissunternehmers, u. a. wegen Landfriedensbruch. Deshalb und weil befürchtet wurde, dass das mit dem Auftrag verdiente Geld in die Finanzierung der Nazi-Szene fließen könnte, wurde der Firma inzwischen der Auftrag entzogen. Grund genug, uns einmal anzuschauen, wie die Situation in Bayern ist. (…) Am bekanntesten dürften der in Geiselhöring ansässige Wikinger-Versand (Wikinger GmbH) des Siegfried Birl und der in Wackerdorf ansässige „Final Resistance Versand“ des Daniel Weigl sein. Daneben gibt es noch den Patriaversand, Kirchberg, Lkrs. Erding

via endstation rechts bayern: Die „Jungs für’s Grobe“: Nazis als Unternehmer

FBI will consider recent neo-Nazi activity in Spokane bomb discovery

The FBI will consider recent local neo-Nazi activity in its investigation of a backpack bomb found this week along a Martin Luther King Jr. Day parade route in Spokane, Washington, but it has no evidence of any connections, the agency told CNN on Thursday. Frank Harrill, special agent in charge of the FBI’s Spokane field office, said authorities know of no link to „any specific group or individuals“ and called reports linking the bomb to recent neo-Nazi activity in a nearby Idaho town „premature.“ The bureau is looking into the incident as „an act of domestic terrorism,“ Harrill said. (…) Tony Stewart, one of the founders of the Kootenai County Task Force on Human Relations in Coeur d’Alene, Idaho, told CNN he found the timing of the planted bomb and two recent neo-Nazi activities in Coeur d’Alene „just too overwhelming“ and suggested hatred was also behind the Spokane bomb. Coeur d’Alene is 35 miles east of Spokane. But Stewart had no evidence tying the Spokane bomb to the two activities in Coeur d’ Alene. On Friday, a handful of neo-Nazis protested two Mexican restaurants with signs saying, „This is white land“ and „We want you out of here,“ he said. His group held a King holiday activity with 1,400 fifth-graders that day, he said. During the evening of Monday’s King holiday, about 15 neo-Nazis demonstrated outside the Human Rights Education Institute in downtown Coeur d’Alene, Stewart said. The same evening, his group held a holiday gala at another location, he said.

via kaj18.com: FBI will consider recent neo-Nazi activity in Spokane bomb discovery

siehe auch: MLK Day Bomb Contained Shrapnel, Rat Poison Chemical. A law enforcement source has confirmed that the bomb found along the route of Spokane’s civil rights march earlier this month contained a chemical found in rat poison and a number of metal projectiles that could have maimed or killed people caught in the blast. (…) The pellets would serve as shrapnel that, once the explosive detonated, would be shot out in all directions, potentially maiming and killing people caught in the device’s blast zone.

Germans may hand Nazi over to Dutch

A former Nazi officer convicted of killing 22 Dutchmen could soon be sent back to Holland after living quietly in Germany for decades, justice officials said. The officials, in Bavaria, say they will decide within weeks on a bid by Dutch authorities to extradite Klaas Faber, 88, The Sun of London reported Monday. The Dutch-born SS volunteer was sentenced to life in the Netherlands for killing 22 Dutchmen and it is suspected the true number of his victims is much greater.

via upi.com: Germans may hand Nazi over to Dutch

Accused Nazi war criminal dies

Accused Nazi war criminal Peter Egner, who had been sought by Serbia on suspicion of war crimes committed as a transport guard on Auschwitz-bound death trains during World War Two, died before he could be brought to trial next month in an attempt to revoke his U.S. citizenship. Egner, 88, who had been living in a retirement home in Bellevue, Washington, died there last week, according to a representative of the facility who declined to give her name or any details of the circumstances of his death.

via torontosun: Accused Nazi war criminal dies

Laptop rife with racist images

Shocking and disturbing images police discovered on Christopher Saggau’s laptop included a computer-drawn figure with a noose around its neck with the words „Gays, Police, Jews, Blacks, Gypsys“ listed on it’s torso. London police officer and computer forensic expert Const. Jason Eddy testified he found „hundreds, if not thousands“ of Nazi, swastikas and hate-related images on Saggau’s computer and cell phone. Saggau is currently on trial for alleged hate crimes that include spray-painting swastikas and other graffiti on the Victoria Park cenotaph hours before the 2009 Remembrance Day ceremonies. The 32-year-old is also charged with 29 other offences, including mischief, defamatory libel, uttering threats and unauthorized use of a computer system. The writing, located under one „New Order“ slogan on Saggau’s laptop, read, „Finding a better world for future Aryan generations.“ Another disturbing image showed a Star of David – a symbol of Jewish identity – with a red line through it. In some of the images, the police were taunted with phrases like „catch us if you can“ and derogatory comments were made about four members of the then Oxford Community Police Service. One female officer was referred to as „a slut“ and another constable was called „a homosexual.“ One phrase read, „We laughed joyfully when four RCMP officers were murdered.“

via torontosun: Laptop rife with racist images

„BdV Kreisverband Dessau hat aufgehört zu existieren“

Schlappe für die NPD / Bund der Vertriebenen untersagt Ausstellung in NPD-Zentrum. Großspurig hat die NPD-Sachsen-Anhalt angekündigt, gemeinsam mit dem Dessauer Kreisverband des Bundes der Vertriebenen vom 21. Januar bis 06. Februar 2011 im Bernburger NPD-Objekt die Ausstellung „Vertreibung der Deutschen, ein unbewältigtes Kapitel europäischer Zeitgeschichte“ zu präsentieren. Der Bund der Vertriebenen (BdV), der die Ausstellung vor 15 Jahren erstellt habe, hat kurz vor der geplanten Eröffnung der Landes-NPD per „Unterlassungsverpflichtungserklärung“ untersagt, die Ausstellung zu zeigen. Der BdV-Kreisverband Dessau verkündete im selben Atemzug, er habe „aufgehört zu existieren“. Immer wieder hat der Dessauer Frank Nowak in den letzten zwei Jahren versucht als BdV-Kreisvorsitzender und „1. Vorsitzender des Dessauer Kultur,- und Heimatkreisarchivs zur Förderung und Erhaltung des materiellen,- geistigen,- und kulturellen Erbes der deutschen Heimatvertriebenen und der Heimatverbliebenen aus Mittel,- Ost,- und Südosteuropa“ auf sich aufmerksam zu machen. Auf rechten Internetseiten waren von Nowak wiederholt Appelle zur Teilnahme an Neonazidemonstrationen zu vernehmen sowie die Erklärung der „Mitgliederversammlung des Dessauer Heimat und Kreisarchivs“ im September 2009 zur Bundestagswahl geschlossen die NPD zu wählen.

via infothek dessau: „BdV Kreisverband Dessau hat aufgehört zu existieren“

Späte Anklage gegen Altermedia

Die Betreiber der populärsten Internetseite der rechtsextremen Szene müssen vor Gericht. In einer 270 Seiten umfassenden Anklageschrift listen die Ermittler insgesamt 50 Straftaten auf. Wenn es um Klagen geht, dann sind die Betreiber von Altermedia für gewöhnlich ganz weit vorn dabei. In langen Beiträgen berichten sie auf der meistgelesenen rechtsextremistischen Internetseite in Deutschland über Strafanzeigen von NPD-Mitgliedern aus Thüringen gegen linke Landtagsabgeordnete, über die Haftstrafe für einen „jüdischen Finanzoligarchen in Russland“ oder auch mal ganz allgemein über die Willkür des deutschen Rechtssystems. Dass ihnen nun selbst eine Klage ins Haus flatterte, erwähnen sie mit keinem Wort. Nicht einmal mit einer Klage über die Willkür. Wie die Staatsanwaltschaft in Rostock auf Anfrage der Frankfurter Rundschau bestätigte, wirft sie den Machern von Altermedia unter anderem Volksverhetzung, Beleidigung und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor. In einer 270 Seiten umfassenden Anklageschrift listen die Ermittler insgesamt 50 Straftaten auf, die sie Axel M. und Robert R., den beiden in Stralsund lebenden Betreibern der das auch als Störtebeker-Netz bekannten Seite, anlasten, wie eine Sprecherin erklärte. Offen lässt sie, warum es so viele Jahre gedauert hat, bis eine Anklage erhoben wurde. (…) Bei der Rostocker Staatsanwaltschaft heißt es, die Anklage sei das Ergebnis von mehr als einem Jahr andauernden Ermittlungen sowie Hausdurchsuchungen und Telefonüberwachungen der Betreiber. Axel M. allerdings war bereits im vergangenen Jahr vom Amtsgericht Stralsund als redaktionell Verantwortlicher verurteilt worden. Laut Urteilsbegründung konnten Beiträge auf der Internetseite über die IP-Adresse, die jedem Nutzer im Internet zugeteilt wird, eindeutig auf M. als Urheber zurückgeführt werden.

via fr-online.de: Späte Anklage gegen Altermedia

Staatsanwaltschaft wirft Neonazis Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen 18 Neonazis wegen des Betriebs des Internetradios „Widerstandradio“ Anklage erhoben. Unter anderem wird ihnen Volksverhetzung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Zu den Beschuldigten zählen auch sechs Neonazis aus Nordrhein-Westfalen. Alle 18 sollen für das „Widerstandradio“ aktiv gewesen sein, das im Sommer 2009 seinen Sendebetrieb aufnahm. Die gesamte Gestaltung der Sendungen sowie die Beiträge in den Foren hätten erkennbar eine rechtsextremistische Ausrichtung gehabt und dazu gedient, die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten, die Zustände während des Naziregimes zu glorifizieren, eine fremdenfeindliche, antisemitische und gegen politisch Andersdenkende gerichtete Hetzpropaganda zu betreiben und über das Medium Musik Nachwuchs für die rechte Szene zu rekrutieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Koblenzer Staatsanwaltschaft. Die Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 37 Jahren kommen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg und Bayern. Aus NRW wurden angeklagt: ein 33 Jahre alten Mechatroniker aus St. Augustin, ein 36 Jahre alter Arbeiter aus Warstein, zwei 26 bzw. 22 Jahre alte Arbeitslose aus Duisburg, ein 28 Jahre alter Dachdecker aus Mettmann sowie ein 36 Jahre alter Arbeitsloser aus Gelsenkirchen.

via nrw rechtsaußen: Staatsanwaltschaft wirft Neonazis Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor

Warum aus Kindern Neonazis werden

Bei den Rechten suchen Jungen nach Vaterersatz, sagen Experten – und raten den Familien: Gebt eure Söhne nie auf! Besuch bei Eltern, die genug Geduld hatten (…) Experten haben festgestellt: Wenn Jungen rechtsradikal werden – Mädchen werden es fast nie –, dann fehlt ihnen oft eine männliche Bezugsperson. Die Psychoanalytikerin Gertrud Hardtmann, die bis 1998 Professorin für Sozialpädagogik an der TU Berlin war und heute eine psychiatrische Praxis betreibt, hat Einzel- und Gruppengespräche mit Berliner Rechtsradikalen geführt – und analysiert, wie die jungen Männer in die Neonazi-Szene gerieten. „Wenn die Väter der Jugendlichen nicht aufgrund von Scheidung, Tod oder Trennung abwesend waren, so waren sie häufig depressiv, mit sich selbst beschäftigt, mit ihren eigenen selbstgemachten oder von außen produzierten Problemen – meist einer Mischung – oder mit ihrem Hobby“, schreibt sie in ihrem Buch „16, männlich, rechtsradikal“

via tagesspiegel.de: Warum aus Kindern Neonazis werden

Anklage fordert Haft für Neonazis

Vier Neonazis warfen einen Molotowcocktail auf das Haus eines Pastoralreferenten. Darin schliefen fünf Menschen – vier von ihnen Kinder. Nun fordert die Staatsanwaltschaft Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren. Im Prozess gegen vier Neonazis wegen eines Brandanschlags auf das Haus eines Kirchenmitarbeiters fordert die Anklage Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren. „Man kann davon ausgehen, dass die Angeklagten den Tod der Bewohner billigend in Kauf genommen haben“, sagte Staatsanwalt Frank Späth am Freitag vor dem Limburger Landgericht. In seinem Plädoyer kam er zu dem Schluss, dass sich die jungen Männer mit der Tat in Wetzlar des versuchten Mordes in fünf Fällen in Tateinheit mit versuchter besonders schwerer Brandstiftung schuldig gemacht haben. Die Anhänger der rechtsextremistischen Anti-Antifa hatten in der Nacht zum 5. März 2010 einen Molotowcocktail auf das Haus des Pastoralreferenten geschleudert.

via fr-online.de: Anklage fordert Haft für Neonazis

Russlands Nationalisten hetzen erbittert gegen Ausländer

Russische Nationalisten auf einer Demonstration: „Man muss die Stadt reinigen“. Terroranschläge wie der am Moskauer Flughafen geben dem Rassenhass in Russland neue Nahrung: Wöchentlich kommt es zu extremistischen Attacken von Nationalisten gegen Kaukasier. Zu den Opfern gehören aber vor allem diejenigen, die das Pech haben, nicht „slawisch“ auszusehen. (…) Einwanderer aus den bitterarmen zentralasiatischen Republiken wie Tadschikistan und Usbekistan verdingen sich in Moskau als Taxifahrer, Straßenkehrer oder Bauarbeiter. Von den Baufirmen sind sie gerne gesehen, weil sie weniger trinken als die Russen – und weniger Geld verlangen. Auf der Straße und in der Metro werden sie zur Zielscheibe für Nationalisten, die in den letzten Jahren immer wieder wahllos Menschen mit „nicht-slawischen“ Gesichtszügen töten. Dabei gilt der Hass der Nationalisten eher einer anderen Gruppe von Ausländern, die sich jedoch weitaus besser wehren kann als die Zentralasiaten: den Kaukasiern, also Tschetschenen, Dagestanern oder Inguschen, russische Staatsbürger, die nach Meinung vieler Russen in Moskau vor allem mit illegalen Geschäften Geld verdienen. Nach russischen Medienberichten kontrollieren Mafia-Gruppen mit oft ethnischem Hintergrund in Moskau unter anderem die Gastronomie, den Handel, Immobilien und den Transport. In den letzten Wochen rollte eine Welle von Gewalt zwischen Russen und Nicht-Russen durch das Land. Pogromstimmung herrscht seit Anfang Dezember, nachdem ein Dagestaner den Fußballfan Jegor Swiridow erschossen hatte. Tausende Fußballfans brüllten vor dem Kreml „Russland den Russen“ und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Tausende wurden festgenommen, am Ende versuchte Premierminister Wladimir Putin die Wogen zu glätten, indem er sich demonstrativ mit Vertretern der Fußballfans traf und das Grab des ermordeten Swiridow besuchte. In nationalistischen Kreisen erntete er dafür Beifall.

via spiegel.de: Russlands Nationalisten hetzen erbittert gegen Ausländer

Dresden 2011: Die große Verarsche?

Für rechts wie links wird auch im Jahr 2011 das größte politische Spektakel im Februar in Dresden veranstaltet. Die unübersichtliche Lage könnte diesmal jedoch von rechts für ein taktisches Manöver genutzt werden. Im Jahr 2010 war die Lage überschaubar. Europaweit mobilisierten Rechtsextremisten zum Trauermarsch der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO), der am 13. Februar in Dresden stattfinden sollte. Für die Gegendemonstranten, die sich in großer Zahl dazu entschlossen hatten, den Aufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern, war die Ausgangslage somit klar: Es mussten für denselben Tag lediglich so viele Gegendemonstranten mobilisiert werden, dass die Polizei die Blockaden nicht räumen konnte. Im Jahr 2011 ist die Lage deutlich anders. Die JLO mobilisiert zusammen mit anderen Organisationen zu zwei Terminen. Am 13. Februar soll es in den Abendstunden zu einem Trauermarsch kommen. Angekündigt ist dieser für „hauptsächlich regionale Gruppen aus dem mitteldeutschen Raum“. Für den 19. Februar hingegen ist eine große Demonstration geplant, um das „Recht auf Gedenken und Versammlungsfreiheit“ mit einer neuen Veranstaltungsstrategie durchzusetzen.

via endstation rechts: Dresden 2011: Die große Verarsche?

Berlusconi will mit Opposition kooperieren

Showgirl-Affäre: Mitangeklagte Nicole Minetti von Staatsanwälten verhört. Ausgetrickst. Zu ihrem Ärger müssen die Paparazzi am Dienstag auf Bilder vom Verhör Nicole Minettis verzichten. Denn Berlusconis Mitangeklagte fand sich bereits am Sonntag in der Staatsanwaltschaft ein. Schneetreiben und ein Fahrverbot in der Mailänder Innenstadt sorgten dafür, dass Italiens umstrittenstes Showgirl das Gerichtsgebäude unbemerkt betreten konnte. Minetti soll gestanden haben, zahlreiche junge Frauen zu Abenden in Berlusconis Villa eingeladen zu haben. Sie sei jedoch nicht die „Mätresse“ des Premiers. Die üppige Bezahlung der Mädchen sei keine Gegenleistung für Sex, sondern eine „reine Geste der Großzügigkeit Berlusconis“ . Auf einige Fragen verweigerte die 25-Jährige die Antwort. Die Staatsanwälte wollen noch diese Woche ein verkürztes Verfahren gegen den Premier beantragen.

via derstandard.at: Berlusconi will mit Opposition kooperieren

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