Das verstörende Manifest des Anders Behring Breivik

update 16-4-2012: process has begun. see all articles / news about A. Breivik / terror in Norway: Artikel / News über A. Breivik / den Terror in Norwegen: HERE / HIER (http://bit.ly/breivikno)

Bevor Anders Behring Breivik nach Oslo fährt, um die Bombe im Regierungsviertel anzubringen und auf der Insel Utøya Dutzende Jugendliche zu erschießen, setzt er sich an den Computer und verschickt ein Manifest an seine Facebook-Freunde. Auf 1516 Seiten schildert er seinen Hass auf Einwanderer, Muslime und die herrschende Political Correctness. Detailliert dokumentiert er in einem Tagebuch die Vorbereitungen der Anschläge – und wünscht sich einen deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest. Anders Behring Breivik überlässt nichts dem Zufall. Wenige Stunden, bevor er sich auf den Weg in das Osloer Regierungsviertel macht und die Autobombe anbringt, soll er ein 1516-seitiges Manifest an seine 7000 Facebook-Freunde versandt haben. Der 32-jährige mutmaßliche Attentäter hofft auf maximale Wirkung und hat sein Werk, dem er den Titel “Eine europäische Unabhängigkeitserklärung” gegeben hatte, in englischer Sprache verfasst. Neun Jahre Arbeit habe er investiert und mehr als 300.000 Euro – die Summe setze sich aus 130.000 Euro Erspartem sowie entgangenen Einkünften in Höhe von 187.500 Euro zusammen, wie er detailliert aufführt. (…) Dem norwegischen Fernsehsender NRK zufolge hat Breivik als Mitglied in einem Osloer Pistolenklub zwei registrierte Waffen. Auf einem weiteren Foto trägt er einen Taucheranzug, hält ein Sturmgewehr – auf dem Arm ein Aufnäher mit den Worten “Marxist Hunter Norwegen – Erlaubnis zur Jagd von Multi-Kulti-Verrätern”.

via süddeutsche: Das verstörende Manifest des Anders Behring Breivik

anm dokmz: Wir verlinken das uns vorliegende Manifest nicht direkt als Download, weil es uE – neben allem anderen – eine Anleitung zum Bau von Bomben ist.

siehea auch: Norway police charge rampage suspect. Anders Behring Breivik „confesses“ to firing weapons, after 92 killed in youth camp shooting and Oslo bomb attack. Officials in Norway have charged a 32-year-old Norwegian man with killing at least 92 people in a gun and bomb attack described as the worst act of violence in the country since World War II.Police confirmed to Al Jazeera on Saturday that the suspect had been named as Anders Behring Breivik. Breivik, who confessed to firing weapons during questioning on Saturday, belonged to right-wing political groups; Attentäter streitet strafbare Handlung ab. Der wegen der beiden Anschläge in Norwegen festgenommene Anders Behring Breivik hat gestanden. Er gibt die Taten zu, weißt es jedoch zurück damit strafbar gehandelt zu haben. (…) Der als Verteidiger bestellte Anwalt Geir Lippestad sagte nach mehrstündigen Verhören in Oslo: Behring Breivik habe für die Taten die “Verantwortung” übernommen, sei aber überzeugt, dass er “nichts Strafbares” getan habe. Er gebe alle Fakten zu, übernehme jedoch keine krimminelle Verantwortung. “Man hat ihm das unglaubliche Ausmaß des Schadens und die Zahl der Toten erklärt. Seine Reaktion war, dass er die Ausführung der Tötungen als grausam, aber in seinem Kopf als notwendig erachtete.” Die Äußerungen des Attentäters in dem mehrstündigen Polizeiverhör seien zum Teil unverständlich gewesen. “Es ist ausgesprochen schwer für mich, eine vernünftige Zusammenfassung von dem zu geben, was er in dem Verhör gesagt hat”, sagte sein Anwalt. Der laut Polizei “christlich-fundamentalistisch” orientierte Attentäter wollte aus einer wahnaften Vorstellung heraus, offenbar Europa vor “Marxismus und Islamisierung” retten; „Zeit für bewaffneten Widerstand“. Neun Jahre lang plante Anders B. Breivik einen Massenmord. Er schrieb darüber ein wirres, ideologisches Manifest, das er kurz vor dem Massaker im Internet veröffentlichte. Den Link sendet er Freunden. Dem Geheimdienst war der Norweger nicht bekannt. (…) Im Internet hinterlässt Breivik eine sorgfältig inszenierte Visitenkarte: Die Profile unter seinem Namen bei Facebook und dem Kurznachrichtendienst Twitter sind erst am 17. Juli entstanden. Auf Twitter steht nur dieser Satz: „Ein Mensch mit einem Glauben hat die Kraft von 100. 000, die nur Interessen haben.“; Police: Norway Suspect Admits Bombing, Shootings, but Denies Breaking Law. Nrwegian police say the man in custody blamed for a bombing and shooting spree that killed at least 93 people has confessed to the crimes, but does not accept criminal responsibility. The suspect, Anders Behring Breivik, 32, said he was motivated by a desire to bring about a revolution in Norwegian society, his lawyer said Sunday. A manifesto that he is believed to have written ranted against Muslim immigration to Europe and vowed revenge on “indigenous Europeans” who he accused of betraying their heritage. (…) The document — entitled “2083-A European Declaration of Independence” — (…) describing the author’s background and political viewpoints. It is part diary, part bomb-making manual and part political rant in which Breivik details his Islamophobia, attacks on Marxism and his initiation as a Knight Templar. Dow Jones reported that several hours before the Oslo car bomb blast in a downtown government quarter, Breivik released a YouTube video calling for conservatives to “embrace martyrdom.” “[If] the multiculturalist elites of Europe continue to refuse to voluntarily transfer political and military power to our conservative revolutionary forces … then [the second world war] is likely going to appear as a picnic compared to the coming carnage,” the video stated in captions. TV2 said sources within Norway’s police confirmed the video was uploaded by Breivik, who apparently used the user name AndrewBreivik, an English translation of the name Anders Breivik; Manifesto predicts slaughter of 1 million. The Norwegian man charged with the attacks in Oslo that killed at least 92 people published a detailed manifesto outlining his preparations and calling for a Christian civil war to defend Europe against the threat of Muslim domination. In the 1500-page manifesto, posted on the internet hours before the attacks, Anders Behring Breivik recorded a day-by-day diary of months of planning for the attacks and claimed to be part of a small group that intended to ”seize political and military control of Western European countries and implement a cultural conservative political agenda”; Der Mörder und die Hassblogger. Er schrieb in rechten Blogs und war Mitglied bei den Rechtspopulisten: Der Mörder von Norwegen kam nicht aus dem “Nichts”, sondern aus der Szene der europäischen Multikulti-Hasser und Islamfeinde. Die beeilen sich nun zu versichern, dass Anders Breivik etwas falsch verstanden haben muss. Als sich über die Medien die Nachricht über das grauenhafte Massaker auf der norwegischen Insel Utøya verbreitete, wurde schnell klar, dass der Täter wohl aus dem anti-islamistischen, stramm nationalistischen Lager kam. Seit Jahren hatte er seine publizistischen Spuren in etlichen einschlägigen Blogs und auf Web-Angeboten hinterlassen. Die Betreiber entsprechender Angebote gingen prompt zur Verteidigungshaltung über. Man distanzierte sich – nicht in der nationalistischen, anti-islamistischen Sache, wohlgemerkt, aber in Bezug auf die Wahl der Methoden. Anders Behring Breivik, so die Botschaft, war wohl Anhänger der rechten Sache, hatte da aber etwas falsch verstanden. Bomben und Massenmord, so die Argumentation, gehörten nicht zum Instrumentarium, das man nutzen wolle, um die westliche Welt von Muslimen und überhaupt allem Andersartigen, von den “Multikulturisten” und “Kultur-Marxisten” zu befreien. Nationalisten und Christen, argumentierte da ein rechter Blogger, mordeten per definitionem keine Kinder, “schon gar nicht Kinder der eigenen Rasse”. (…) Zumal Anders Behring Breivik durchaus nicht der alleinige Autor dieses Konvolutes ist, das unter dem Titel ” 2083 – A European Declaration of Indepence ” nun im Sinne des Wortes zum Kreuzzug gegen den Islam in Europa aufruft. Hunderte von Seiten wurden von anderen rechten Bloggern verfasst, Breivik hat sie aus ihren Blogs kopiert. Dutzende Kapitel seiner Kampfschrift erschienen in den letzten Jahren in Blogs wie Gates of Vienna (GoV – “Tore von Wien”) oder The Brussels Journal, die zu seinen meistzitierten Quellen zählen. Breivik selbst bezeichnete die Ideologie, der er folge, als die “Vienna-Denkschule” – eine direkte Referenz an das GoV-Blog.

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 24.07.2011, in Dienste, Gewalt, Internet, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. 5 Comments.

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