Archiv für den Monat Dezember 2011
Die Doppelgängerin der Nazi-Terroristin packt aus
Beate Zschäpe benutzte die Identität von Mandy Struck, die deshalb ins Visier der Fahnder geriet. Jetzt berichtet sie erstmals – und weiß von einer folgenschweren Panne. Vier Tage, nachdem die beiden Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot in einem gemieteten Wohnmobil aufgefunden worden waren, tauchte der Name zum ersten Mal in den Medien auf: „Mandy Struck“. Fast alle Zeitungen druckten den Namen, der von Beate Zschäpe, dem dritten Mitglied des Terrortrios, als Deckname im Untergrund benutzt worden war. Bald stellte sich heraus, dass die Tarnidentität Mandy Struck einer realen Person entliehen war – einer Friseurin, die in Schwarzenberg lebt, einer 18.000-Seelen-Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis. Das Leben der richtigen Mandy Struck ist seitdem aus den Fugen geraten. Die Bundesanwaltschaft stufte sie erst als Verdächtige, dann als Beschuldigte ein (…) Nach dem Gespräch in einem Schwarzenberger Hotel bleiben drei wesentliche Erkenntnisse. Erstens: Struck ist in jedem Fall eine wichtige Zeugin. Ohne ihre Vermittlung wäre es den Thüringern Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe wohl nicht gelungen, kurz nach ihrem Abtauchen Ende Januar 1998 in Chemnitz ein Quartier zu finden. (…) Zweitens kann sie inzwischen berichten, welchen Aufwand Zschäpe betrieben hat, um sich Strucks Identität zu bedienen. Und drittens lassen ihre Schilderungen darauf schließen, dass es wohl eine folgenschwere Panne bei der Fahndung nach dem Trio gegeben hat. Die Friseurin besuchte Demonstrationen und Konzerte von Blood-and-Honour-Bands, die sich mit Nazi-Symbolen schmückten und deren Texte brutal waren. Die angesagten Gruppen hießen „Noie Werte“, „Brutal Attack“ oder „Celtic Warrior“. „Chemnitz war eine ganz andere Welt als Johanngeorgenstadt“, erinnert sich Struck. Dort sei alles viel organisierter zugegangen. Sie ließ sich überreden, Mitglied der inzwischen verbotenen Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene zu werden. Ihre Aufgabe bestand darin, die „Kameraden im Knast“ zu betreuen. (…) Februar 1998: Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe sind seit wenigen Tagen abgetaucht und benötigen einen Unterschlupf. In einem Szenetreff von Rechtsradikalen, mitten in einem Chemnitzer Plattenbau-Gebiet gelegen, spricht ein Bekannter Struck an: „Kannst Du Leute unterbringen, die Scheiße gebaut haben?“. Diese Frage könnte für die Ermittler einen Durchbruch bedeuten. Denn Struck kennt den Namen des Fragenstellers. (…) Das Jahr 2000, so scheint es, hatte für die Entwicklung des NSU-Trios eine schicksalhafte Bedeutung. Die Bande, die bis dahin einige Banküberfälle begangen hatte, erschoss im September in Nürnberg ihr erstes Opfer, einen türkischen Blumenhändler. Es war der Auftakt einer Mordserie, die noch neun weitere Menschen das Leben kostete. Eine Terrorzelle konnte sich bilden – offenbar auch deshalb, weil Hinweise nicht ernst genug genommen worden waren. Struck beteuert, sie habe nichts von den Verbrechen des Trios gewusst oder auch nur geahnt. Für die Taten hat sie nur ein Wort übrig: „abartig“.
via welt: Die Doppelgängerin der Nazi-Terroristin packt aus
siehe auch: Abhörbänder geschreddert – LKA vernichtete NSU-Beweise. Sehr gerne würden die Ermittler Gesprächen von Helfern der Zwickauer Terrorzelle lauschen – dumm nur, dass die Mitschnitte von Telefonaten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft zerstört wurden. Auch die Rohrbomben, mit denen die Neonazis 1998 hantierten, sind nicht mehr existent. Das muss das Landeskriminalamt Thüringen einräumen. Die Ermittlungen gegen das Zwickauer Neonazi-Trio werden offenbar dadurch erschwert, dass Beweismittel aus dem 1998 gegen die drei eingeleiteten Ermittlungsverfahren vernichtet wurden. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, handelt es sich bei den vernichteten Beweismitteln um die im Januar 1998 sichergestellten vier Rohrbomben sowie um Abhörbänder von mutmaßlichen Unterstützern von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.
Berlin: Neonazi-Brandanschlag auf linkes Wohnprojekt?
Am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages brach im Georg-von-Rauch-Haus Feuer aus, bei dem erheblicher Sachschaden entstand. Ungefähr 40 Personen hielten sich zu diesem Zeitpunkt in dem alternativen Wohnprojekt auf. Einige Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass Neonazis für den Anschlag verantwortlich sein könnten. Noch am Abend hatte man gemütlich zusammengesessen und gefeiert. Dann der Schock: Brandgeruch riss die anwesenden 40 Bewohner und ihre Gäste aus dem Schlaf. An zwei verschiedenen Stellen war zeitgleich Feuer ausgebrochen, was in Ermittlungskreisen schnell den Verdacht auf Brandstiftung aufkommen ließ. Die beiden Brandherde befanden sich im Keller und im Treppenhaus des Gebäudes. Besonders letzterer sollte sich als heimtückisch erweisen, der Rauch verbreitete sich schnell im gesamten Gebäude. Zwar besteht keine Einsturzgefahr, aber giftige Dämpfe machen das ehemals besetzte Gebäude weitgehend unbewohnbar. Den ganzen Sonntag waren Spezialisten der Polizei damit beschäftigt, Spuren zu sichern. Es gilt die Frage zu klären, ob eventuell Brandbeschleuniger benutzt wurde, um die Feuer zu entfachen. Wie die Kriminalpolizei mitteilte, geht sie nach vorläufigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus. (…) Da es in Berlin in den letzten Monaten vermehrt zu Anschlägen auf linke Einrichtungen gekommen war, gehen die Ermittlungsbehörden dem Verdacht nach, der Brandanschlag könnte von Neonazis verübt worden sein. Ein Fahnder sagte zu Bild: „Ein politisches Motiv wird geprüft“. Ein Bekennerscheiben wurde offensichtlich nicht gefunden. Auch zu den Anschlägen auf das „Anton-Schmaus-Haus“ der Berliner Falken hatte sich niemand bekannt. Da beide Einrichtungen jedoch auf einer von Neonazis im Internet veröffentlichten Liste mit den Adressen linker Treffpunkte stehen, liegen die Parallelen auf der Hand. Kurz nachdem sie auf der mittlerweile indizierten Webseite des „Nationalen Widerstandes Berlin“ eingestellt worden war, beschmierten Unbekannte einige der genannten Objekte mit Nazi-Propaganda. Der Falken-Geschäftsführer Kolja Schumann geht davon aus, „zumindest beim ersten Anschlag ist der Bezug zur Neonaziszene herstellbar“.
via endstation rechts: Berlin: Neonazi-Brandanschlag auf linkes Wohnprojekt?
siehe auch: Brandanschlag auf das Georg-von-Rauch-Haus. Am frühen Morgen des 25.11.2011 verübten bisher Unbekannte einen schweren Brandanschlag auf das Wohn- und Kulturprojekt Georg-von-Rauch-Haus. Bei dem Anschlag wurden 14 Menschen, darunter 2 Kinder verletzt. Der Großteil erlitt Rauchgasvergiftungen, zwei Bewohner_innen konnten sich nur durch Sprünge aus dem Fenster retten und liegen nun mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus. Allen Verletzten, Bewohnern und Gästen des Rauchhauses gilt unsere Solidarität!
Schweizer Kaderleute von Hackerangriff betroffen
Anonymous dringt in Datenbank von Stratfor ein. Kreditkartennummern, Passwörter, Privatadressen und Telefonnummern: Unter den Opfern des Hackerangriffs auf die Firma Stratfor sind auch hunderte von Schweizern. Darunter sind Mitarbeitende von EDA und VBS sowie von Banken, Konzernen und Medienunternehmen. Dies belegt eine Datei mit Kreditkarten-Nummern und Adressen, auf die sich Schweizer Radio DRS für einen Beitrag vom Dienstagabend stützte. Die Liste liegt auch der Nachrichtenagentur SDA vor. Einsehbar sind nebst der Kartennummer auch der Sicherheitscode der Karte, die Telefonnummer oder die private Adresse. Von Schweizer Radio DRS vorgenommene Stichproben zeigen, dass etwa ein Drittel der Daten aktuell und deren Kreditkartennummern gültig sind. Betroffen sind Kader der Schweizer Grossbank UBS, Mitarbeiter von Privatbanken wie Julius Bär sowie Angestellte von Grosskonzernen wie Nestlé oder ABB. Betroffene Stratfor-Kunden finden sich auch in Medienunternehmen.
via nzz,ch: Schweizer Kaderleute von Hackerangriff betroffen
siehe auch: ‘Anonymous’ hacks Stratfor clients credit cards, gives to charity. The hacking group „Anonymous“ on Sunday Christmas claimed it has stolen thousands of credit card numbers and personal information of clients of the U.S. based security think-tank Stratfor and pilfered funds it gave away as Christmas donations to charity. Anonymous said it stole information from organizations and individuals that were clients of Stratfor, including Apple Inc., U.S. Air Force the Miami Police Department. They said they obtained more than 4,000 credit card numbers, passwords and home addresses. Huffington Post reports that some clients of Stratfor have confirmed unauthorized transactions linked to their credit cards.
Wulffs Schnäppchenkredit – Aufsichtsrätin der BW-Bank fordert Aufklärung
Jetzt meldet sich die aktuelle Aufsichtsrätin der BW-Bank zu Wort: Roswitha Blind will die Hintergründe für den günstigen Wulff-Kredit schnell untersuchen lassen. Ein Verfassungsrechtler riet dem Bundespräsidenten derweil zur Selbstanzeige. Nachdem es am Vormittag Wirbel um eine Äußerung eines ehemaligen Aufsichtsrates der BW-Bank gegeben hatte, meldet sich jetzt die aktuelle Aufsichtsrätin der Stuttgarter BW-Bank, Roswitha Blind, zu Wort. Sie forderte das Finanzinstitut auf, rasch zu aufzuklären, warum ein zinsgünstiger Kredit an Christian Wulff vergeben wurde. „Ich erwarte, dass auch Spitzenpolitiker Kredite zu völlig normalen Konditionen bekommen“, sagte Blind, die auch SPD-Fraktionschefin im Stuttgarter Gemeinderat ist, dem ZDF. Sie erwarte, dass jetzt im Aufsichtsrat aufgeklärt werde, „wie das auch in diesem Fall war“. Das Kontrollgremium tagt regulär erst am 30. April 2012. Die Bank selbst wollte sich zunächst nicht äußern. (…) Für den Bundespräsidenten ist die Affäre noch nicht ausgestanden. Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers Jörg-Detlef Kühne solle Wulff sich wegen der Kreditaffäre selbst anzeigen. Der Jurist empfahl ihm, von sich aus den niedersächsischen Staatsgerichtshof einzuschalten und sein Verhalten als Ministerpräsident vom niedersächsischen Staatsgerichtshof in Bückeburg überprüfen zu lassen.
via spon_ Wulffs Schnäppchenkredit – Aufsichtsrätin der BW-Bank fordert Aufklärung
Maschinenpistolen und verlorene Landstriche
In manchen Dörfern von Mecklenburg-Vorpommern ist jeder zweite Bewohner rechtsextrem. Die Übrigen leben in einem Albtraum. Es war der Lebenstraum von Birgit und Horst Lohmeyer gewesen, aus Sankt Pauli in Hamburg in das mecklenburgische Jamel zu ziehen. Dafür hatten sie einen alten Forsthof erworben. Die Lohmeyers suchten einen stillen Ort mit Platz für ihre Kreativität. Er musiziert, sie schreibt Kriminalromane. Doch das Leben in Jamel wurde für das Ehepaar zum Albtraum. Schon vor den Lohmeyers hatten Anhänger der NPD den Ort für sich entdeckt. Von den knapp vierzig Bewohnern wird etwa die Hälfte der rechtsextremen Szene zugerechnet. Anfang des Jahres fand die Polizei bei einem Nachbarn der Lohmeyers, einem Abrissunternehmer, eine Maschinenpistole und 200 Schuss Munition. Der Mann, ein bekannter NPD-Anhänger, wurde inzwischen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – wegen Hehlerei und unerlaubten Waffenbesitzes. (…) So ähnlich ergeht es auch Lübtheen, einer kleinen Stadt im Herzen Mecklenburgs. Hier lebt Udo Pastörs, der Fraktionsvorsitzende der NPD im Schweriner Landtag. Aus seinem Juweliergeschäft direkt im Stadtzentrum hat er ein NPD-Wahlkreisbüro gemacht. Pastörs hat weitere NPD-Funktionäre angezogen. Lübtheen wehrt sich gegen den schlechten Ruf, allen voran die sozialdemokratische Bürgermeisterin Ute Lindenau. Wie in Jamel geschieht das auf kreative Weise, etwa mit dem Freilichttheater „Kulturkate“, das mit Aufführungen wie „Der Geldkomplex“ von Franziska zu Reventlow für bürgerliche Werte steht. Mitten in Grevesmühlen, in Nordwestmecklenburg gelegen, steht das „Thing-Haus“, darin hat die NPD ein „Bürgerbüro“ eingerichtet. Die rechtsextreme Internetseite „Nachrichten aus Mecklenburg und Pommern“, schreibt dazu: „Jede deutsche Frau und jeder deutsche Mann ist im Thing-Haus willkommen. Alle, die zwanghafte Toleranz, Verleumdung und Zersetzung unserer Kultur und die Lügen der demokratischen Blockparteien satt haben, sind zu jeder Zeit herzlich eingeladen, unserem Kleinod einen Besuch abzustatten.“ Für den Verfassungsschutz ist das „Thing-Haus“ eine „Vernetzung von NPD, Neonazis und subkultureller rechtsextremistischer Szene“.
‘Anonymous’ hacks Stratfor clients credit cards, gives to charity
The hacking group „Anonymous“ on Sunday Christmas claimed it has stolen thousands of credit card numbers and personal information of clients of the U.S. based security think-tank Stratfor and pilfered funds it gave away as Christmas donations to charity. Anonymous said it stole information from organizations and individuals that were clients of Stratfor, including Apple Inc., U.S. Air Force the Miami Police Department. They said they obtained more than 4,000 credit card numbers, passwords and home addresses. Huffington Post reports that some clients of Stratfor have confirmed unauthorized transactions linked to their credit cards. (…) Anonymous claims that it was able to steal as much as 200 gigabytes of information from Stratfor because Stratfor did not bother to encrypt them. This Revelation, if true, is serious indictment of a security services related company. The hackers published a list of what they claimed was Stratfor’s client list and tweeted a link to encrypted files with stolen names, phone numbers, emails addresses, credit card and account details. The hackers claimed that the information they have published so far is only a small part of what they stole from Stratfor.
via digital journal: ‘Anonymous’ hacks Stratfor clients credit cards, gives to charity
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siehe auch: Anonymous: US-Sicherheitsfirma Stratfor gehackt. Die Hacker-Aktivisten von Anonymous haben die als „Schatten-CIA“ bezeichnete US-Sicherheitsfirma Strategic Forecasting, Inc., kurz Stratfor, gehackt. Erbeutet wurden nicht nur Kundendaten, sondern auch Kreditkarteninformationen. Der Angriff auf Stratfor ereignete sich am 24. Dezember, wie das Hacker-Kollektiv per ‘Twitter’ bekannt gab. Stratfor-Gründer und -Chef George Friedman bestätigte den Hack und gab in einem Schreiben bekannt, dass die Server und E-Mail-Dienste bis auf weiteres abgeschaltet worden sind. (…) Anonymous hat offenbar auch Zugriff auf Kreditkartendaten erlangen können. Insgesamt seien mehr als 200 Gigabyte an unterschiedlichsten Informationen, darunter offenbar unzählige E-Mails, erbeutet worden. Einige der Kreditkarten, insgesamt sollen es rund 90.000 sein, setzte Anonymous auch gleich für „wohltätige Zwecke“ ein: Unter dem Hashtag #AnonSanta (sowie #LulzXmas) dokumentierte man auf Twitter etliche Spenden an Organisationen wie das Rote Kreuz und Care. Besonders peinlich dürfte für die Sicherheitsfirma sein, wie leicht man es den Anonymous-Hacker(n) gemacht hat: Die Kreditkartendaten lagen angeblich völlig unverschlüsselt auf den Stratfor-Servern. Inzwischen hat man weitere Details zum Angriff veröffentlicht, so haben hochrangige Stratfor-Mitarbeiter besonders „kreative“ Passwörter wie „stratfor“ verwendet; ‘Anonymous’ Stratfor Hack Reportedly Start Of Weeklong Assault. The loose-knit hacking movement „Anonymous“ claimed Sunday to have stolen thousands of credit card numbers and other personal information belonging to clients of U.S.-based security think tank Stratfor. One hacker said the goal was to pilfer funds from individuals’ accounts to give away as Christmas donations, and some victims confirmed unauthorized transactions linked to their credit cards. Anonymous boasted of stealing Stratfor’s confidential client list, which includes entities ranging from Apple Inc. to the U.S. Air Force to the Miami Police Department, and mining it for more than 4,000 credit card numbers, passwords and home addresses. Austin, Texas-based Stratfor provides political, economic and military analysis to help clients reduce risk, according to a description on its YouTube page. It charges subscribers for its reports and analysis, delivered through the web, emails and videos. The company’s main website was down, with a banner saying the „site is currently undergoing maintenance.“; Anonymous hackt Website von Sicherheitsfirma. Blamage für Stratfor: Hacker der Online-Aktivistengruppe Anonymous sind offenbar in die Datenbank der amerikanischen Sicherheitsfirma eingedrungen und haben Kreditkartendaten von Kunden gestohlen. Die Angreifer wollen nun eine Million Dollar an Wohltätigkeitsorganisationen überweisen. (…) Ein mutmaßlicher Anonymous-Hacker vermeldete über Twitter, die Zugangsdaten für 90.000 Kreditkarten seien geknackt worden. Damit sei es möglich gewesen, von diesen Karten unfreiwillige Spenden im Gesamtumfang von mehr als einer Million Dollar abzubuchen. Unter den genannten Beispielen war eine 494-Dollar-Spende an die Hilfsorganisation CARE von Seiten des US-Verteidigungsministeriums und eine 180-Dollar-Spende von einem Mitarbeiter des Heimatschutz-Ministeriums an das Rote Kreuz; Anonymous hackt Website von US-Sicherheitsfirma. Anonymous-Maske: Eine Million Dollar umverteilen und ein gutes Essen für Bradley . Die Online-Guerilla Anonymous hat offenbar Tausende Kreditkartendaten von Kunden der US-Sicherheitsberatungsfirma Stratfor gestohlen. Sie will eine Million Dollar als Weihnachtsspenden umverteilen. Außerdem soll der mutmaßliche WikiLeaks-Informant Manning in einem schicken Restaurant essen dürfen. „MERRY LULZXMAS!! h0h0h0h0h0″, „Wie gefällt euch Lulzxmas bislang?“, „Freut ihr euch über die epische Verunstaltung und Zerstörung der Stratfor-Website?“, so beginnt das jüngste Bekennerschreiben der Online-Aktivisten Anonymous. Die Gruppe hat am Sonntag offenbar den Server des in den USA ansässigen Sicherheitsberatungsinstituts Stratfor gehackt und eine große Zahl an E-Mail- und Kreditkartendaten gestohlen. „Lulz“ kommt von der Abkürzung „lol“ (laughing out loud – laut lachen) und steht für die anarchische Grundmotivation von Anonymous. (…) Als Grund für ihre Weihnachtsaktion nennen die Hacker auch die Haft der mutmaßlichen WikiLeaks-Quelle Bradley Manning: „Während die Reichen und Mächtigen sich an ihren gutbürgerlichen Geschenken und verschwenderischen Mahlzeiten erfreuen, hat unser Kamerad Bradley Manning in der Haft keine so gute Zeit“, so die Internetaktivisten in ihrem Bekennerschreiben.
Court dates postponed for accused neo-Nazis
Three men accused by police as being part of the Blood and Honour neo-Nazi group had their arraignments on a string of assault charges postponed until January. If the men are convicted, the Crown could ask for a hate crime designation in the cases, which is used as an aggravating factor at sentencing. Robertson De Chazal, 25, and Alastair Miller, 20, had their hearings postponed until Jan. 23 at 9 a.m. for allegedly lighting a Filipino man on fire on Oct. 10 2009 as he slept on a discarded couch at Commercial Drive and Fifth Avenue. The victim suffered burns to his arms, neck and head. As well, Shawn MacDonald, 39, had his case – three counts of assault stemming from two separate incidents – postponed until Jan. 27 at 9 a.m. MacDonald was charged with a 2010 assault on an aboriginal woman and her Hispanic boyfriend also at Commercial and Fifth, and a 2008 assault on a black man near Oak and King Edward streets. De Chazal did not show up to court, but his lawyer David Sutherland released a statement on behalf of his client.
via vancouversun: Court dates postponed for accused neo-Nazis
Brandanschlag auf das Georg-von-Rauch-Haus
Am frühen Morgen des 25.11.2011 verübten bisher Unbekannte einen schweren Brandanschlag auf das Wohn- und Kulturprojekt Georg-von-Rauch-Haus. Bei dem Anschlag wurden 14 Menschen, darunter 2 Kinder verletzt. Der Großteil erlitt Rauchgasvergiftungen, zwei Bewohner_innen konnten sich nur durch Sprünge aus dem Fenster retten und liegen nun mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus. Allen Verletzten, Bewohnern und Gästen des Rauchhauses gilt unsere Solidarität! Wer direkt helfen möchte, schaut einfach im Rauchhaus vorbei. Das Haus ist schwer beschädigt. Auch in der kommenden Zeit wird dort Hilfe benötigt. Der Anschlag weist Parallelen zu einer Brandanschlagsserie im Juni 2011 auf. Das Rauchhaus steht, wie die damals angegriffenen Projekte, auf der Internetseite des „Nationalen Widerstands Berlin“, eine der zentralen Webseiten der gewalttätigen Berliner Neonazi-Szene. Bereits im Juni ging eine E-Mail über einen internen Neonaziverteiler in der es heißt „Brecht den Terror der Roten! Linke Lokalitäten sind auf der Berliner Widerstandsseite zu finden“, kurz darauf wurde an insgesamt fünf Gebäuden versucht Feuer zu legen. Im November 2011 wurde eines der im Juni angegriffenen Objekt, das Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Neukölln, erneut angezündet. Die Polizei war in allen Fällen bisher nicht in der Lage Täter zu ermitteln.
via natifa: Brandanschlag auf das Georg-von-Rauch-Haus
NPD-Abgeordneter Petzold verstorben – Leipziger Parteibüro vor dem Aus
Im Alter von 68 Jahren ist der NPD-Landtagsabgeordnete Winfried Petzold (Mutzschen bei Grimma) gestern verstorben. Nach GAMMA-Informationen war der Neonazi an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Seit mehreren Wochen weilte Petzold zur Behandlung in einer westdeutschen Klinik und nahm nicht mehr an Landtags- und Ausschußsitzungen teil. Zuletzt veröffentlichte Statements des Abgeordneten stammten nicht aus seiner Feder. Bereits im November hatte die antifaschistische Kampagne “Fence Off” auf Petzolds letale Erkrankung hingewiesen. Mit Petzold verliert die sächsische NPD-Landtagsfraktion einen ihrer acht Abgeordneten. Er wird vermutlich im Nachrückverfahren ersetzt werden durch Mario Löffler (KV Erzgebirge), dem zur Landtagswahl 2009 der nächstfolgende Listenplatz zugeteilt worden war. Löffler, bislang neben Maik Scheffler (KV Nordsachsen) und Helmut Herrmann (KV Leipzig) stellvertretender Landeschef, ist außerdem designierter Nachfolger Holger Apfels als Vorsitzender der Sachsen-NPD. (…) Fraglich ist nunmehr die Zukunft des Leipziger NPD-Büros (“Nationales Zentrum”) in der Odermannstraße 8. Offiziell handelte es sich um das Abgeordnetenbüro Winfried Petzolds, finanziert durch Steuermittel. Diese werden nun wegfallen. Petzold, dem das Gebäude ursprünglich gehört hatte, überschrieb die Immobilie im Zuge einer Privatinsolvenz 2004 an den Strohmann Steven Hahn (Grimma). Obwohl durch Staatsgelder bezuschusst, verlangte dieser von “Freien Kräften” zusätzlich 800 Euro Miete pro Monat. Wohin diese Zahlungen – seit Eröffnung Ende 2008 sind mutmaßlich mehr als 20.000 Euro zusammengekommen – letztlich geflossen sind, ist eine Frage für den Landesrechnungshof. Sollte Löffler indes nicht für Petzold nachrücken wollen, würde das Landtagsmandat samt Büro Helmut Herrmann (77), Chef des Leipziger NPD-Kreisverbandes, zufallen. Das ist allerdings ein unwahrscheinlicher Fall, denn auch Herrmanns Gesundheit ist angeschlagen. Dass die finanziell klamme NPD auf eigene Rechnung an dem Objekt festhalten wird, ist unwahrscheinlich. Petzold hatte die Odermannstraße 8 zeitweise als Meldeadresse angegeben. Ein halbseidener Trick, durch den mehrere Nicht-Leipziger wie Petzold 2009 bei den hiesigen Stadtratswahlen überhaupt erst antreten durften. Tatsächlich wohnte Petzold auf seinem Grundstück im Mutzschener Ortsteil Roda, inklusive Steinbruch. Hier fanden wiederholt Neonazi-Events statt, etwa am 11. Juni dieses Jahres das “Sommerfest” der NPD-Landtagsfraktion. Außerdem sind Teilnehmer der kurzfristig verbotenen NPD-Kundgebung am 20. August, die ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem “Freien Netz” vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal stattfinden sollte (GAMMA berichtete), kurzfristig auf Petzolds Privatgrundstück ausgewichen.
via gamma: NPD-Abgeordneter Petzold verstorben – Leipziger Parteibüro vor dem Aus
Verhaltene Trauer um Heesters in seiner Heimat
Die Niederländer haben die Nachricht vom Tod ihres Landsmanns Johannes Heesters mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Dass er sich von den Nazis instrumentalisieren ließ, konnten ihm viele nicht verzeihen. Einerseits wurde der Heiligabend im Alter von 108 Jahren in Starnberg gestorbene Schauspieler auch in seiner Heimat als großer Künstler gewürdigt. Doch zugleich – und erheblich stärker als in Deutschland – spielte Heesters umstrittenes Verhalten während der Nazi-Zeit in niederländischen Kommentaren eine Rolle. Dabei wurde auf den umstrittenen Besuch des auch bei Nazi-Größen beliebten Operettenstars im Konzentrationslager Dachau im Jahr 1941 verwiesen. Der Künstler habe wohl „keine blasse Ahnung“ gehabt, wie problematisch seine Auftritte in Deutschland in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in seiner Heimat gesehen wurden, hieß es beim angesehenen Niederländischen Institut für Kriegsdokumentation (NIOD). „Auch nach seinem Tod kann man das nicht anders als dumm nennen“, sagte NIOD-Sprecher David Barnouw.
via focus: Verhaltene Trauer um Heesters in seiner Heimat
siehe auch: Johannes Heesters Dead: Nazi-Era Performer Dies At 108. Dutch-born entertainer Johannes Heesters, who made his name performing in Adolf Hitler’s Germany and was dogged later in his long career by controversy over his Nazi-era past, died Saturday, his agent said. He was 108. (…) „Sure, I wanted to make my career and I remember well at the time how many people in the Netherlands were proud that I made a career in the huge neighboring country,“ he added. „But apart from my career – and the fact that, through no fault of my own, Adolf Hitler was one of the fans of my art – what have I done?“ Critics focused on a visit Heesters made to the Dachau concentration camp in 1941. In December 2008, Heesters lost a court attempt to force a German author to retract allegations that he sang for SS troops there. Heesters maintained he had been ordered to go to Dachau by the Nazis in an attempt to deceive the public about what was really going on there, but said the alleged performance „never happened.“ But Berlin author Volker Kuehn cited an interview with former Dachau inmate Viktor Matejka where the prisoner recalled „I pulled the curtain for him, I was there, I saw him singing.“ Around the time of the court case, Heesters was shown on a Dutch television show saying that Hitler was „a good guy.“ His wife, Simone Rethel, immediately intervened, saying that Hitler was the worst criminal in the world.
siehe auch: Artikel zu Heesters im dokumentationsarchiv
Cui bono? Das Ende der “Kopp-Nachrichten”
Kurz vor Weihnachten hat uns eine gute Nachricht erreicht. Die “Kopp-Nachrichten”, zumeist vorgetragen von der Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Hermann, gibt es ab sofort nicht mehr. Bleibt nur die Frage: Cui bono? Nun ist es vorbei. Fast zwei Jahre waren die „Nachrichten“ des rechtspopulistischen, esoterischen und verschwörungsideologischen „Kopp-Verlags“ zu sehen, die Tag für Tag ins Internet gestellt wurden. Kurz vor Weihnachten wurde das Format eingestellt. Mit den „Kopp-Nachrichten“ versorgten sich die Verschwörungsfans mit ihrer täglichen Ration Verschwörungstheorie. Moderiert wurden die Nachrichten, die diesen Namen nicht verdienen, durch die Anti-Feministin Eva Herman. An einigen Tagen durfte auch ein weiterer Moderator vor die Kameras treten, um das Weltgeschehen verschwörungsideologisch zu deuten. Zunächst war dies der ehemalige Soap-Darsteller Michael Meziani , der nach seiner „Marienhof“-Karriere nach jedem Strohhalm griff, der ihm gereicht wurde. Nach dessen Ausstieg moderierte der Schauspieler Roland Kieber einige Sendungen. Hauptsächlich war es aber Eva Herman, die in den Nachrichten zu sehen war.
via publikative.org: Cui bono? Das Ende der “Kopp-Nachrichten”
siehe dazu auch: Das Ende der „Kopp-Nachrichten“. Nun ist es vorbei. Fast zwei Jahre waren die „Nachrichten“ des rechtspopulistischen, esoterischen und verschwörungsideologischen „Kopp-Verlags“ zu sehen, die Tag für Tag ins Internet gestellt wurden. Kurz vor Weihnachten wurde das Format eingestellt. Mit den „Kopp-Nachrichten“ versorgten sich die Verschwörungsfans mit ihrer täglichen Ration Verschwörungstheorie. Moderiert wurden die Nachrichten, die diesen Namen nicht verdienen, durch die Anti-Feministin Eva Herman. (…) Der ein oder andere Verschwörungsideologe, wie Gerhard Wisnewski oder Webster Tarpley, wurde gerne als Experten zitiert. Praktischerweise ließ sich dies mit der ein oder anderen Werbung für deren Machwerke verbinden, die selbstverständlich ebenfalls im Hause „Kopp“ erschienen sind. Bei soviel geballter Verschwörungstheorie war es kein Wunder, dass die Nachrichten auch auf vielen Internetseiten der „Infokrieger“, „Truther“ und „Wahrheitsbewegten“ zu sehen waren. Doch sie waren nicht nur dort zu sehen: Auf den Web-Seiten der Nazi-Szene wurden die „Nachrichten“ aus dem „Kopp-Verlag“ oftmals ebenso begeistert zur Verfügung gestellt und zustimmend kommentiert. Tag für Tag wurden sie beispielsweise auf der Nazi-Seite „Altermedia“ veröffentlicht, deren Betreiber Alex Möller gerade zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt wurde, nachdem er auf seiner Internetseite jahrelang eine antisemitische und rassistische Hetze entfaltet hatte.
Die „Kopp-Nachrichten“ werden dort nicht mehr zu sehen sein. Am 23.12.2011 verlas Eva Herman das letzte Mal die „Nachrichten“ des Verlags, bevor sie seufzend das Ende der Sendung bekannt gab. Angeblich hätte sich die Kosten für dieses Format nicht gerechnet, sage Herman. Dabei ist das Geschäft mit der Verschwörungsideologie, dem Rechtspopulismus und der Esoterik durchaus ertragreich. Davon zeugt auch der Prunkbau, den der Verlag im heimischen Rothenburg aus dem Boden stampft. Dieser soll sechs Millionen Euro kosten. Die Gewinne des Kopp-Verlags dürften diese Summe bei weitem übersteigen. Verschwörungsfans werden aber trotzdem nicht auf Eva Herman und ihre Kompagnons verzichten müssen. Die Internetseite des Verlags, auf dem aktuelle Nachrichten und Produktwerbung für Bücher und verschwörungsideologischen Firlefanz zu finden sind, bleibt selbstverständlich erhalten; Evas Visionen – „Döner-Morde“ angeblich von europäischer Geheimorganisation und CIA koordiniert. Der rechtsgerichtete Kopp-Verlag versucht, seinen werktäglich im Internet verbreiteten „Kopp-Nachrichten“ mit der umstrittenen Ex-Nachrichtensprecherin Eva Herman (früher: Eva Hermann) den Hauch von Seriosität zu verleihen. Dass Herman sich von dieser längst verabschiedet hat, belegt ein aktueller Beitrag der Frontberichterstatterin der Kopp-Nachrichten. Unter dem Titel „Döner-Morde: Geheimbund plant Massendeportationen von Migranten“ verliest sie dort einen Text, der unter anderem fabuliert, dass ein vom CIA koordinierter Geheimbund in „fast allen von der Migrationsproblematik betroffenen europäischen Staaten“ die „Massendeportation von Migranten“ vorbereite. Dazu würden rechte Gruppen und „auch deutsche Sicherheitsbehörden“ gezielt unterwandert und infiltriert
Bielefeld: 6.500 demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch
Der Aufmarsch der Rechten am Heiligabend und die Aktionen des „Bündnis gegen rechts“ ist beendet. Auf den Straßen rund um den Ostbahnhof sowie am Hauptbahnhof hatten sich 6.500 Menschen versammelt, um ein Zeichen gegen die Demonstration von etwa 70 Neonazis zu setzen. Aufgerufen dazu hatte ein breit gefächertes Bündnis, an dem sich auch Kirchen und Gewerkschaften beteiligten. Die Gegendemonstrationen verliefen laut Polizei weitgehend ruhig. Einen zunächst sehr gefährlichen Zwischenfall hatte es gegeben, als von einer Eisenbahnbrücke an der Heeper Straße Steine auf die darunter marschierenden Neonazis flogen. Verletzt wurde dabei jedoch niemand, vier Personen wurden vorläufig festgenommen.
via mt-online: Bielefeld: 6.500 demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch
siehe auch: Tausende demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch. In Bielefeld sind an Heiligabend mehr als 6000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten zu protestieren. Vereinzelt kam es zu Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen. Ein breites Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Gruppierungen hatte zu Protesten aufgerufen: Etwa 6500 Bürger sind in Bielefeld gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten auf die Straße gegangen. Die Zahl der Demonstranten lag damit fast um das Hundertfache über der Zahl der Rechten. Obwohl die Polizei am Samstag mit mehreren Hundertschaften im Einsatz war, konnte sie vereinzelte Zusammenstöße der beiden Gruppen nicht verhindern.; Großer Widerstand gegen rechten Aufmarsch. Sie marschieren in Rotten, mit Fahnen und im Gleichschritt. Für Heiligabend (24.12.2011) haben Rechtsextreme einen Aufmarsch in Bielefeld angemeldet. Der Termin ist kein Zufall, sondern Provokation. Wie die Bürger sich dagegen wehren, schildert Wiebke Esdar von „Bielefeld stellt sich quer“. Ursprünglich wollten die Rechtsextremen Anfang August in Bielefeld demonstrieren und zum AJZ, dem Arbeiterjugendzentrum, ziehen. Ihnen stand aber eine weitaus größere Zahl Gegendemonstranten gegenüber, so dass der Marsch nicht stattfinden konnte. Daraufhin haben die Rechtsextremen eine Demo Heiligabend angekündigt. Sie dürfen zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr in einem kleinen Bereich rund um den Bielefelder Ostbahnhof marschieren. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer. Doch dagegen regt sich Widerstand: Das Aktionsbündnis „Bielefeld stellt sich quer“ hat in der Nähe des Ostbahnhofs und am Hauptbahnhof ebenfalls Veranstaltungen angemeldet. Eine der Organisatorinnen ist die Bielefelder Juso-Vorsitzende Wiebke Esdar; Fotos vom Naziaufmarsch in Bielefeld. Hier sind ein paar Bilder und ein Video vom gestrigen Naziaufmarsch in Bielefeld. 70 Neonazis aus NRW und Niedersachsten sind gestern durch Bielfeld marschiet, um gegen das „AJZ“ zu demonstrieren.
6500 Gegendemonstranten waren gestern in der Stadt um gegen den Aufmarsch zu protestieren.
Abhörbänder geschreddert – LKA vernichtete NSU-Beweise
Sehr gerne würden die Ermittler Gesprächen von Helfern der Zwickauer Terrorzelle lauschen – dumm nur, dass die Mitschnitte von Telefonaten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft zerstört wurden. Auch die Rohrbomben, mit denen die Neonazis 1998 hantierten, sind nicht mehr existent. Das muss das Landeskriminalamt Thüringen einräumen. Die Ermittlungen gegen das Zwickauer Neonazi-Trio werden offenbar dadurch erschwert, dass Beweismittel aus dem 1998 gegen die drei eingeleiteten Ermittlungsverfahren vernichtet wurden. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, handelt es sich bei den vernichteten Beweismitteln um die im Januar 1998 sichergestellten vier Rohrbomben sowie um Abhörbänder von mutmaßlichen Unterstützern von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. (…) Wie das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise schreibt, enthielten die Rohrbomben von 1998 überwiegend Schwarzpulver. Auch bei dem der NSU zugeschriebenen Nagelbombenanschlag im Kölner Stadtteil Mülheim am 9. Juni 2004 sei Schwarzpulver verwendet worden. Bei einer Übereinstimmung zwischen dem Schwarzpulver hätte das Kölner Attentat mit großer Wahrscheinlichkeit dem Neonazi-Trio zugeschrieben werden können.
via ntv: Abhörbänder geschreddert – LKA vernichtete NSU-Beweise
siehe auch: Verfassungsschutz hatte über V-Mann Kontakt zu Zwickauer Zelle. Ein V-Mann lieferte dem Thüringer Verfassungsschutz in den neunziger Jahren nach Informationen des SPIEGEL Details über den Neonazi Uwe Böhnhardt. Der Mann stand mit Böhnhardt in direktem Kontakt. Wenig später warb die Zwickauer Terrorzelle offenbar um Mitstreiter. Der Verfassungsschutz hatte über einen V-Mann direkten Kontakt zu einem der untergetauchten thüringischen Neonazi-Terroristen. Im März 1999, mehr als ein Jahr nach seinem Verschwinden, meldete sich Uwe Böhnhardt bei dem rechtsextremen Aktivisten Tino Brandt, den das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz damals unter dem Decknamen „Otto“ als Quelle führte. In einem Telefonat am 8. März 1999 gegen 18 Uhr bat Böhnhardt den V-Mann um Hilfe.
Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu
Motiv für Polizistenmord geklärt
Wende im Fall Michèle Kiesewetter: Das BKA schließt entgegen früheren Angaben beim Heilbronner Polizistinnen-Mord eine Beziehungstat aus. Die Neonazis wollten offenbar in den Besitz einer Polizeiwaffe gelangen.
Die Ermittler gingen davon aus, dass die Zwickauer Neonazis die Polizistin erschossen, um an deren Dienstwaffe zu gelangen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag vorab in ihrer Online-Ausgabe. Die Pistole der Polizistin und ihres schwer verletzten Kollegen war im November in dem ausgebrannten Wohnwagen in Eisenach gefunden worden, in dem die mutmaßlichen Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt starben (…) Dem Bericht zufolge wurde Kiesewetter eher zufällig von Mundlos und Böhnhardt ermordet. Offenbar wollten die beiden Neonazis eine Polizeiwaffe in ihren Besitz bringen. Nach Erkenntnissen der Ermittler konnten die Mörder etwa nicht wissen, dass die Polizistin am 25. April 2007 Dienst hatte, hieß es in dem Bericht. Sie hatte demnach eigentlich Urlaub und war kurzfristig eingesprungen. Auch die Fahrtroute der Polizistin und ihres 24-jährigen Kollegen, der bei der Tat schwer verletzt worden war, sei eher zufällig gewesen.
via focus: Motiv für Polizistenmord geklärt
siehe auch: Verfassungsschutz hatte über V-Mann Kontakt zu Zwickauer Zelle. Ein V-Mann lieferte dem Thüringer Verfassungsschutz in den neunziger Jahren nach Informationen des SPIEGEL Details über den Neonazi Uwe Böhnhardt. Der Mann stand mit Böhnhardt in direktem Kontakt. Wenig später warb die Zwickauer Terrorzelle offenbar um Mitstreiter. Der Verfassungsschutz hatte über einen V-Mann direkten Kontakt zu einem der untergetauchten thüringischen Neonazi-Terroristen. Im März 1999, mehr als ein Jahr nach seinem Verschwinden, meldete sich Uwe Böhnhardt bei dem rechtsextremen Aktivisten Tino Brandt, den das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz damals unter dem Decknamen „Otto“ als Quelle führte. In einem Telefonat am 8. März 1999 gegen 18 Uhr bat Böhnhardt den V-Mann um Hilfe; Ermittler finden Motiv für Polizistinnen-Mord von Heilbronn. Der Mord an Michèle Kiesewetter war keine Beziehungstat, sondern ein Zufall: Das Bundeskriminalamt schließt aus, dass sich Täter und Opfer kannten. Nach neuen Erkenntnissen sollen die Neonazis die junge Frau umgebracht haben, um an die Polizeiwaffen zu kommen. Sie konnten nicht wissen, dass Kiesewetter an dem Tag Dienst hatte. Im Fall der von den Killern der Zwickauer Terrorzelle im April 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter schließen die Ermittler eine Beziehungstat aus. Von einem möglichen „Beziehungsdelikt“ hatte der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, gesprochen. Wahrscheinlich wurde die 22-Jährige eher zufällig Opfer der Bande. Vermutlich wollten die Neonazis an Polizeiwaffen gelangen.
Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu
Mein Kampf tagged as ‘perfect present’ by Waterstone’s
Adolf Hitler’s antisemitic manifesto included among Christmas picks by Huddersfield branch. The UK’s biggest book chain, Waterstone’s, has apologised after one of its branches pushed Adolf Hitler’s manifesto Mein Kampf as the „perfect“ Christmas present. Amid the glossy hordes of titles by Jeremy Clarkson, Lee Evans and Jamie Oliver for sale this Christmas, the Huddersfield branch of Waterstone’s used a festive sticker to describe Mein Kampf (My Struggle), the antisemitic diatribe written by Hitler in prison before he rose to power in 1933, as the „perfect present“. A staff recommendation described it as „an essential read for anyone seeking to understand one of history’s most despicable figures. A shocking read and a vital warning for future generations.“ According to the Jewish Chronicle, Waterstone’s shops in Manchester, Liverpool and Cheshire were also pushing the book by displaying the front covers of multiple copies to shoppers.
via guardian: Mein Kampf tagged as ‘perfect present’ by Waterstone’s







