Razzia gegen Lausitzer Rechtsextreme
Mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion in vier Bundesländern ist die Polizei am Donnerstag gegen mutmaßliche Rechtsextreme vorgegangen. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen 11 Verdächtige aus Brandenburg – vorwiegend aus dem Großraum Cottbus und Potsdam. Sie sollen im September 2011 an einer illegalen Demo in Stolpen bei Dresden teilgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt in diesem Zusammenhang wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen 41 Beschuldigte, die an dem nächtlichen Aufmarsch mit Fackeln und Masken unter dem Titel „Werde unsterblich“ teilgenommen haben sollen. (…) 28 Beschuldigte kommen aus Sachsen und elf aus Brandenburg. Der Maskenmarsch in Stolpen war nicht die erste derartige nächtliche Aktion der Lausitzer Neonazis, die über das Internet kurzfristig organisiert werden. In der Nacht zum erstenes Mai 2011 gab es einen solchen Fackelzug maskierter Rechtsextremisten in Bautzen. Als Ausgangspunkt gilt das Lausitzer Neonazi-Internetprojekt „Spreelichter“, dessen Kommunikations- und Aktionsstrategie in der Szene inzwischen bundesweit kopiert wird.
via lr-online: Razzia gegen Lausitzer Rechtsextreme
siehe auch: Razzia gegen Rechtsextreme in vier Bundesländern – fünf Objekte in Dresden durchsucht. Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen und der Dresdner Bereitschaftspolizei haben am Donnerstag 44 Wohnungen und andere Räumlichkeiten von mutmaßlichen Neonazis durchsucht. Nach Angaben der Ermittler erstreckte sich die Aktion auf Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Schwerpunkt sei aber Sachsen mit 31 Orten gewesen. (…) Der Aufmarsch habe unter dem Motto „Werde unsterblich“ gestanden. Die Demonstranten treten bei solchen Anlässen laut LKA regelmäßig ohne Anmeldung auf, tragen schwarze Kleidung, meist mit aufgezogener Kapuze und weißer Gesichtsmaske. Oftmals führten die Teilnehmer Fackeln mit sich. Die Szene nenne diese Aktionen auch „Volkstod“; Razzia gegen braune “Unsterbliche”. Heute fanden in mehreren Bundesländern Durchsuchungen in den Strukturen der ostdeutschen Naziszene statt. Ziel der Aktion von Polizei und LKA Sachsen waren nach eigener Darstellung Wohn- und Arbeitsräume von insgesamt 41 Beschuldigten, denen die Dresdner Staatsanwaltschaft “Verstöße gegen das Versammlungsgesetz” vorwirft. Sie sollen am 30. September vergangenen Jahres in Stolpen unweit von Dresden, vermummt an einer Demonstration unter dem Motto “Werde unsterblich” teilgenommen haben. Dabei sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwarze Kleidung und weiße Gesichtsmasken getragen und Fackeln mitgeführt haben.
Posted on 13.01.2012, in Dienste, Internet, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. 1 Comment.









Pingback: Fahnder stellen Hunderte Fackeln und Masken sicher « dokumentationsarchiv