Polizei ließ Nazi-Bombenbauer laufen

Österreichische Beamte haben 2006 den möglichen Waffenlieferanten der Zwickauer Neonazi-Zelle aufgegriffen und laufen gelassen. Hätten sie wissen können, wer ihnen da ins Netz gegangen ist? Österreichs Polizei hat 2006 den möglichen Waffenlieferanten der Zwickauer Neonazi-Zelle mit “selbst gebauter” Pistole, Axt und Munition aufgegriffen – und laufen gelassen. Das belegt ein Dokument des Grünen Mandatars Karl Öllinger. Die Vorgeschichte: 2008 nimmt sich Michael Krause nach einer Schießerei mit der Polizei das Leben. Die Beamten finden im Rucksack des 53-jährigen Berliners Lagepläne. Die 38 darauf eingezeichneten Erdlager sind randvoll mit Waffen, Munition und Sprengsätzen – einige davon groß genug, um Gebäude zu sprengen. Drei Lager sind in Österreich, dort lagern aber keine Waffen, sondern Alltagsgegenstände wie Zahnpasta. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Seit im November 2011 der Nationalsozialistische Untergrund in Zwickau aufgeflogen ist, gilt Krause aber als möglicher Waffenlieferant: Eine Bombe aus dem Krause-Lager sieht jenem Sprengsatz verblüffend ähnlich, der im NSU-Bekennervideo zu einem Anschlag in Köln zu sehen ist.

via kurier.at: Polizei ließ Nazi-Bombenbauer laufen

siehe auch: Neonazi-Bombenlager in Österreich. Ermittlungen erhärten den Verdacht, dass die Zwickauer Terrorzelle drei Sprengstoffdepots in Österreich hatte. Ursprünglich wurden die Lager einem psychopathischen Einzelgänger zugeschrieben. Drei mysteriöse Sprengstofflager, die vor zwei Jahren unter strengster Geheimhaltung gehoben wurden, sind jetzt die erste Spur der Zwickauer Terrorzelle nach Österreich. Damals wurden die brisanten Erddepots einem psychopathischen Einzelgänger zugeschrieben. Der könnte aber der Waffenlieferant jener Extremisten gewesen sein, die in Deutschland neun ausländische Händler und eine Polizistin ermordeten. Im Mai 2008 kontrollierten Polizisten in Bayreuth einen Obdachlosen mit auffälligen roten Handschuhen, der sich an einem Fahrrad zu schaffen machte. Der feuerte plötzlich mit einer Walther PPK-Pistole auf die Polizisten. Die feuerten zurück – trafen sechs Mal – dennoch konnte der Mann weglaufen und sich anschließend selbst erschießen. Es handelte sich um den damals 53-jährigen gelernten Betonbauer Michael Krause aus Berlin. In Krauses Rucksack fanden sich 38 verschlüsselte Lagepläne zu Erddepots und Listen mit Handgranaten, Sprengstoff, Bomben, Zünder und Schusswaffen.

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 07.02.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, nsu, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.

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