Nach wie vor viele Fragezeichen rund um rumänische Revolution
65 Prozent der Rumänen glauben, dass Revolutionsverbrechen ungestraft geblieben sind. 22 Jahre nach der politischen Wende in Rumänien 1989 ist immer noch umstritten, ob es sich dabei um eine spontane Volkserhebung oder eher um einen von langer Hand geplanten Staatsstreich gehandelt hat. Dies bestätigt die jüngste Studie des rumänischen Instituts für die Untersuchung der Verbrechen des kommunistischen Regimes (IICCMER) in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut CSOP. Demnach bleiben für “eine äußerst große Mehrheit” von 62 Prozent die Ereignisse vom Dezember 1989 weiterhin unklar. Noch mehr – 65 Prozent – sind überzeugt, dass diejenigen, die sich der damaligen Verbrechen schuldig machten, nicht bestraft worden sind. Keine stringente Geschichtsschreibung Laut den Autoren der Studie ist daraus auf ein zweifaches Scheitern zu schließen. Einerseits habe die Justiz die Schuldigen nicht zur Verantwortung gezogen, andererseits sei es Geschichtsschreibung und Politikwissenschaft nicht gelungen, eine allgemein akzeptierte Version der Wende zu formulieren. Obwohl es über 1.000 Todesopfer gab, ist bis heute ungeklärt, wer geschossen hat und wer die Drahtzieher waren.
via derstandard.at: Nach wie vor viele Fragezeichen rund um rumänische Revolution
Posted on 24.02.2012, in Dienste, Gewalt. Bookmark the permalink. Leave a Comment.









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