Affäre “Fliegender Teppich”: Niebel sparte 4040 Euro
Ein regulärer Transport seines in Afghanistan erstandenen Teppichs hätte den Entwicklungsminister weit mehr als den Einfuhrzoll gekostet. Die Staatsanwaltschaft prüft einen Anfangsverdacht. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat durch die Staatshilfe bei seinem Teppichkauf in Afghanistan deutlich mehr Geld gespart als nur den Einfuhrzoll. Nach Angaben des Logistikunternehmens DHL kostet der Transport eines neun Quadratmeter großen, aufgerollten Teppichs von Kabul nach Berlin 3840 Euro. Die Transportdauer betrage vier bis sechs Tage. Wie vergangene Woche bekannt wurde, hatte Niebel sich einen in Kabul privat gekauften Teppich von einer Regierungsmaschine des Bundesnachrichtendienstes (BND) gratis nach Berlin bringen lassen und zunächst nicht verzollen lassen. Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft bereits einen Anfangsverdacht auf ein mögliches strafbares Verhalten. Damit hat Niebel deutlich mehr Geld auf Staatskosten gespart als nur den versäumten Zoll, den das Finanzministerium auf 200 Euro taxiert. Niebel hatte den Transport durch den BND als “persönliches Entgegenkommen” angenommen, wie sein Sprecher am Freitag erklärte. Aus dem BND hieß es dagegen, man sei davon ausgegangen, ein zollfreies Regierungsgeschenk zu transportieren und keinen privat gekauften Teppich.
via stern: Affäre “Fliegender Teppich”: Niebel sparte 4040 Euro
Posted on 11.06.2012, in Dienste, Gewalt. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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