„Wir sind verboten – na und?“ „Die Unsterblichen“ bleiben online

Das gegen den „Widerstand Südbrandenburg“ verhängte Vereinsverbot zeigt bislang offenbar wenig Wirkung. Im Internet sind nach wie vor zwei von den „Spreelichtern“ betriebene Seiten erreichbar. Dort machen sich die Neonazis über die Exekutivmaßnahmen lustig und zeigen sich unbelehrbar. Das Problem: Die Server stehen in der Schweiz. Die „Unsterblichen“, eine neonationalsozialistische Aktionsform, die mutmaßlich auf brandenburgische Aktivisten des „Widerstandes Südbrandenburg“ zurückgeht, zählt zu den dynamischsten Auswüchsen der Szene. In mehreren Bundesländern sorgte die Kampagne, die seit gut einem Jahr aktiv ist, für Furore. Die scheinbar autark agierenden Aktionsgruppen sind schwer zu greifen, da ihre Demonstrationen meist konspirativ durchgeführt werden. (…) Nach dem Verbot des „Widerstandes Südbrandenburg“ wurden zwar keine weiteren Aufmärsche der Neonazis bekannt, doch ihr Propagandanetzwerk konnte offensichtlich nicht zerschlagen werden. Auf zwei ihrer ursprünglich vier Internetwebseiten verklärt die Gruppierung weiterhin ihre nächtlichen Auftritte. „Wir sind verboten – na und?“ prangt in dicken Lettern auf der nun statischen Seite.

via endstation rechts: „Wir sind verboten – na und?“ „Die Unsterblichen“ bleiben online

siehe auch: Verbotener „Widerstand Südbrandenburg“ im Internet weiter erreichbar / Ministerium: Schweiz muss Server abschalten. Offenbar unbeeindruckt vom Verbot durch Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sind zwei der vier Internetseiten der Neonazi-Gruppierung „Spreelichter“ aus Südbrandenburg weiter erreichbar. „Wir sind verboten – na und?“ steht auf einer Seite, dazu ein Gedicht des DDR-Oppositionellen Jürgen Fuchs. Links führen zu Berichten über die jüngste Razzia und auf Seiten von rechtsextremen Kameradschaften in anderen Bundesländern. Auf der zweiten „Spreelichter“-Seite gibt es Videos von schauerlichen Neonaziaufmärschen, unterlegt mit Barockmusik. Woidke hatte die unter dem Namen „Widerstand Südbrandenburg“ auftretenden „Spreelichter“ vergangene Woche verboten. Dem waren Razzien in fast 30 Objekten in Südbrandenburg vorausgegangen. Die „Spreelichter“ sorgten vor allem durch ihre bizarren nächtlichen Aufmärsche mit weißen Masken und Fackeln für Angst und Schrecken. Die Polizei kam meist zu spät. Anschließend wurden professionell gefertigte Videos dieser Aufmärsche im Internet verbreitet. Die Gruppierung, deren Kopf laut Verfassungsschutz der 30-jährige Marcel F. aus Lübbenau (Dahme-Spreewald) ist, thematisierte vor allem die „Erhaltung des reinrassigen deutschen Volkes“ gegen den sogenannten „Volkstod“.

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About rudolf kleinschmidt

faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 29.06.2012, in Dienste, Gewalt, Internet, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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