Rassistische Ausfälle auf der Fanmeile
Volksverhetzung in der Berliner Innenstadt und Männer, die in Essen die Reichskriegsflagge schwenken. Nazis und Mitläufer missbrauchen die EM-Feierstimmung. Drei Berichte. In den vergangenen EM-Tagen haben wir viele schunkelnde Menschen in Deutschland-Trikots gesehen. Positiver Patriotismus wird das gern genannt. Stolze Eltern haben Fotos von ihren Kleinkindern mit Lätzchen in Deutschlandfarben bei Facebook gepostet. Vor Kneipen haben Deutsche, Türken, Franzosen, Spanier und Italiener zusammen gesessen und Fußball auf eigens montierten Fernsehbildschirmen geschaut. Dass jeder eine andere Mannschaft favorisierte, war kein Problem. Als ZEIT ONLINE-Autor Fabio Ghelli sich zum Halbfinale am Donnerstagabend im Italientrikot auf die Berliner Fanmeile traute, hörte er kaum abfällige Kommentare. Doch es gab leider auch zahlreiche rassistische Ausfälle in den deutschen Innenstädten, im Internet. Am Dienstag sorgte eine Meldung der Rhein-Zeitung für Bestürzung: In Neuwied bei Koblenz sollen Ordner Dunkelhäutige nicht zu einem Fanfest gelassen haben. ZEIT ONLINE hat daraufhin einen Aufruf gestartet. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Drei bestürzende Protokolle haben wir zusammengetragen.
Posted on 02.07.2012, in Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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