Kroatischer Totenkult mit Hitler-Gruß
Seit 1955 versammeln sich alljährlich am Muttertag Tausende Kroaten bei einer kleinen Gedenkstätte am Friedhof von Unterloibach, das zur Gemeinde Bleiburg/ Pliberk gehört. Unter den Trauernden zahlreiche Verehrer des faschistischen Ustascha-Regimes. Das Gedenken gilt der „Tragödie von Bleiburg“. Heuer kam es dabei zur Verhaftung des Kroaten Davor T., der seither in Klagenfurt in U-Haft sitzt. Der militärische Zusammenbruch des NS-Regimes im Jahr 1945 führte zu Flucht- und Absetzbewegungen der mit den Nazis verbundenen kroatischen Streitkräfte, faschistischen Ustascha-Milizen und den Resten der Wehrmachtsverbände, die in Richtung Kärnten marschierten. Für sie war der Krieg mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 nicht zu Ende: die Heeresgruppe E kapitulierte etwa erst am 10.Mai, während die Truppen der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee schon am 8. Mai, wenige Stunden nach den Briten, in Klagenfurt einmarschiert waren. Die Kampfhandlungen dauerten noch bis 14. Mai an. An diesem Tag ersuchten die Kommandeure der Truppen des Ustascha-Staates, die rund um Bleiburg eingekesselt waren, um Übernahme in britische Kriegsgefangenschaft, was abgelehnt wurde. Die bedingungslose Kapitulation, die daraufhin erfolgte, führte zur Übergabe an die Truppen der Jugoslawischen Befreiungsarmee mit dem Ziel eines Rücktransports nach Jugoslawien. Dabei kam es schon in Bleiburg, aber vor allem beim Rücktransport zu zahlreichen Massakern an den gefangenen Militärs, Ustascha-Milizen, aber auch ZivilistInnen. (…) „Die kroatischen Veranstalter hatten mit eigenen Sicherheitsleuten dafür gesorgt, dass es zu keinen nationalistischen Auswüchsen bei der Gedenkveranstaltung kam. In der Menge der Teilnehmer waren zwar kurz geschorene Männer mit einschlägigen Parolen auf ihren T-Shirts zu sehen, sie verhielten sich bei der Kundgebung jedoch ruhig“ (Kleine Zeitung, 13.5.2012).
Einer offensichtlich nicht. Der Kroate Davor T. sitzt, wie die „Krone“ vom 29.6.2012 meldet, in Klagenfurt in U-Haft, weil er bei der Gedenkveranstaltung die rechte Hand zum einschlägigen Gruß gehoben und dabei „Sieg Heil“ gerufen haben soll. Damit würde auch die Ausrede, es habe sich um den Ustascha-Gruß gehandelt, nicht mehr ziehen
Posted on 08.07.2012, in holocaust, Kameradschaft, Rechtsextremismus, Revisionismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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