Die Aktion Schredder geht weiter
Sachsens Inlandsgeheimdienst “Verfassungsschutz” hat den nächsten Skandal in Sachen NSU geliefert. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung haben Mitarbeiter des Geheimdienstes hochbrisante Akten zum Fall der Rechtsterroristen vernichtet. Diese Schredder-Aktion sei erst nach dem Auffliegen des Terror-Trios Anfang November 2011 erfolgt, hieß es dem Blatt zufolge aus Sicherheitskreisen in Dresden. Betroffen seien zwei Akten-Komplexe. Nach LVZ-Informationen ist die Schredder-Aktion vor wenigen Tagen bei internen Kontrollen aufgefallen. Anlass dürfte ein Fragenkatalog zur Aktenvernichtung gewesen sein, den Kerstin Köditz (Linke) bei der Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) eingereicht hatte. Das Thema stand ursprünglich auch auf der Tagesordnung der jüngsten PKK-Sitzung, wurde dann aber vertagt. Die LVZ meint zu der Sache: “Mit der neuen Akten-Panne dürfte sich der Druck sowohl auf den Geheimdienst wie auf Innenminister Markus Ulbig (CDU) weiter erhöhen.” Ob es sich aber um eine Panne handelt, darf bezweifelt werden, denn es erscheint wenig wahrscheinlich, dass zufälligerweise die Geheimakten zum NSU zufälligerweise kurz nach dem Bekanntwerden der rassistischen Terrorserie vernichtet wurden.
via publikative.org: Die Aktion Schredder geht weiter
Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu
Posted on 15.07.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, nsu, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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