Ausgerechnet am CSD: Neonazi-Größe plant Demo in Koblenz

Der Stadt Koblenz droht ausgerechnet am Wochenende des Christopher Street Day (CSD) ein Aufmarsch der Rechtsextremen: Einer der führenden Neonazikader Deutschlands, Christian Worch, hat für Samstag, 18. August, eine Demonstration in Koblenz angemeldet – für Gesinnungsgenossen. Hintergrund der von Worch geplanten Demonstration ist der zwei Tage später beginnende Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremen „Aktionsbüros Mittelrhein“. Ihnen wird unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Worch sieht in dem Verfahren ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen. Titel der Veranstaltung ist allerdings gleich die Abschaffung des Paragrafen 129 des Strafgesetzbuches, der die Bildung einer kriminellen Vereinigung bestraft. Dabei rechnet er mit großer Unterstützung: Der Neonazi aus Parchim in Mecklenburg-Vorpommern erwartet zwischen 200 und 500 Teilnehmer. Neben dem NPD-Landessprecher Safet Babic (Trier) und dem Vizechef der Jungen Nationaldemokraten, Andy Knape, hofft Worch noch auf ein weiteres Zugpferd der Neonaziszene. NPD-Funktionär Thomas Wulff, Führungsfigur der Freien Kameradschaften, hat laut Worch Interesse an der Veranstaltung angemeldet.

via rheinzeitung: Ausgerechnet am CSD: Neonazi-Größe plant Demo in Koblenz

siehe auch: Hitler scheidet aus. Die Staatsanwaltschaft Koblenz erhebt Anklage gegen Neonazis wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der Neonazi Axel Reitz soll ausgesagt haben. Axel Reitz und Christian Worch galten lange als Dream-Team. Sie kooperierten als Redner, Anmelder und Leiter von neonazistischen Aufmärschen. Gilt Worch eher als der juristisch Versierte beim Kippen behördlicher Auflagen, wurde Reitz wegen seiner im Stil von Goebbels und Hitler gehaltenen Reden als »Hitler von Köln« bekannt. Doch mittlerweile scheint die Beziehung der beiden zerüttet zu sein. Im Zuge der Ermittlungen gegen das »Aktionsbüro Mittelrhein« (ABM) soll Reitz ausgesagt haben. Der bis vor kurzem von militanten Neonazis als Kultfigur verehrte 29jährige gilt nun als Verräter. Am 13. März waren die Behörden mit einer Großrazzia gegen Neonazis in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorgegangen. Ermittelt wurde gegen das als kriminelle Vereinigung eingestufte ABM. Dessen Mitglieder hatten etwa Neonazi-Aufmärsche in Remagen zum Gedenken an die toten deutschen Soldaten in den Rheinwiesenlagern organisiert. Bei einer der zahlreichen illegalen Propagandaaktionen hatte das ABM auch im Mai 2010 in der Eifel Werbebanner mit der Aufschrift »8. Mai – 65 Jahre Judenrepublik« verbreitet. Mitglieder des ABM sollen Gewalttaten und Angriffe auf Nazigegner oder Aussteiger verübt haben. Schwerpunkt soll indes die »Anti-Antifa-Arbeit« gewesen sein, wobei Daten von Nazigegnern ausgeforscht wurden. Diese wurden intern gesammelt, auch um Vergeltungsaktionen durchzuführen.

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About rudolf kleinschmidt

faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 19.07.2012, in Dienste, Kameradschaft, NPD, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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