Bewusstes Verschweigen von Neonazi-Demos: “Selten dämliche Strategie!”

In einigen bayerischen Städten finden seit längerem Neonazi-Kundgebungen statt, ohne das die BürgerInnen etwas davon wissen, geschweige denn, sich dagegen wehren können. Dieses bewusste Verschweigen stellt neuerdings eine gezielte Strategie der Städte dar, um „zu hohe Aufmerksamkeit oder Eskalation“ zu verhindern. Eine Strategie, die den Neonazis förmlich in die Hände spielt, gefährlich und obendrein selten dämlich ist. Samstag, 21. Juli: In etwa 30 Neonazis aus den Reihen des „Freien Netz Süds“ demonstrieren in Augsburg. Die BürgerInnen der Stadt haben laut Berichten der „Augsburger Allgemeinen“ davon nichts erfahren, da die Stadt verhindern wollte, dass die Neonazis „zu hohe Aufmerksamkeit“ erhalten. Das gleiche Spiel am selben Tag in Landsberg, auch hier erfahren die BürgerInnen nichts von der Neonazi-Demonstration. Und in vielen anderen Städten in Bayern wird nicht selten das gleiche Konzept angewandt. Beispielsweise mauert auch Nürnberg bezüglich der geplanten NPD-Deutschlandtour. Warum aber tun Städte so etwas? Glauben sie wirklich, damit lasse sich verhindern, dass die Neonazis Aufmerksamkeit bekommen? Nein, vielmehr legitimieren die Städte damit ihre eigene Untätigkeit, etwas gegen rechtsextreme Umtriebe zu unternehmen und/oder ihre Ignoranz demgegenüber. Doch damit spielen die Kommunen und Städte ein gefährliches Spiel, gibt es doch hinreichend Beispiele, die beweisen, was passieren kann, wenn man neonazistische Umtriebe ignoriert. Damit schafft man zum einen ein Klima der Akzeptanz, das die Nazis mitunter dazu einladen wird, wiederzukehren und zum anderen schlägt man all jenen, die sich gegen Neonazis engagieren, buchstäblich ins Gesicht. Von dem Bild, dass die Städte damit nach außen hin vermitteln, mal ganz zu schweigen.

via störungsmelder: Bewusstes Verschweigen von Neonazi-Demos: “Selten dämliche Strategie!”

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 23.07.2012, in Dienste, Kameradschaft, NPD, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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