Deutscher Neonazi besorgte Autos und Pässe
Der frühere deutsche Neonazi Willi Pohl hat den Olympia-Attentätern von München Autos besorgt und ihnen einen Passfälscher vermittelt. Das bestätigte Pohl in einem Interview des BR-Politikmagazins Kontrovers. Er habe Abu Daud, den Drahtzieher des Anschlags, kreuz und quer durch Deutschland gefahren. (…) Pohl war im Oktober 1972 im Zusammenhang mit dem Olympia-Attentat verhaftet, aber lediglich wegen des Besitzes von Schnellfeuerwaffen, Munition und Handgranaten verurteilt worden. (…) Ende Oktober 1972 werden Willi Pohl und der Passfälscher Wolfgang Abramowski in München festgenommen. Die Polizisten beschlagnahmen drei Schnellfeuergewehre der Marke Kalaschnikow, Munition und Handgranaten aus belgischer Produktion. Dieses seltene Fabrikat verwendeten auch die palästinensischen Terroristen bei ihrem Versuch, per Flugzeug aus Deutschland zu entkommen. Außerdem trug Pohl einen Drohbrief an einen Münchner Richter bei sich. Dieser ermittelte gegen die drei überlebenden Mitglieder des palästinensischen Terrorkommandos. Trotz dieser Indizien wurde Pohl lediglich wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Haftstrafe von 26 Monaten verurteilt. Nur wenige Tage nach der Urteilsverkündung kam er auf freien Fuß und setzte sich in den Libanon ab.
Posted on 23.07.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







Leave a Comment
Comments (0)