Tötungsoperationen: Welche Rolle haben die privaten Sicherheitsunternehmen?

Laut Recherchen eines US-Journalisten arbeiten Angestellte des Unternehmens, das früher Blackwater hieß, als Killer im Auftrag der CIA. Dass an einem Krieg beteiligte Parteien, auch wenn sie Rechtsstaaten sind – eine Qualität, auf die westliche Nationen, allen voran die USA, häufig aufmerksam machen -, sich bei Militäroperationen mitunter wenig um Gesetze scheren, wird niemanden überraschen. Doch legen manche Berichte über Vorfälle, die eher im Hintergrund stattfinden und die es nicht in die Top-Nachrichten schaffen, einen Abgrund frei, der auch denen, die schon lange eine dicke Haut haben, ein Frösteln einjagen könnte. Ein solcher Abgrund zeigt sich in einem Bericht, der vergangene Woche im US-Magazin The Atlantic erschien. Darin geht es um ein Erbe aus der Präsidentschaft George W. Bushs (…) Konkret geht es in dem genannten Bericht um die Verschiebung der Verantwortung für gezielte Tötungen. George W. Bush hatte kurz nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center im September 2001 eine geheime Abteilung der CIA ins Leben gerufen, die den Auftrag und die Erlaubnis hatte, al-Qaida-Kämpfer zu töten. Der Kongress wurde in dieses Programm nicht eingeweiht. Es soll sieben Jahre geheimgehalten worden sein und erst 2009 von Leon Panetta, dem gegenwärtigen Verteidigungsminister und damaligen CIA-Chef vor Abgeordneten enthüllt worden sein – mit dem Hinweis, dass die CIA ein privates Sicherheitsunternehmen, Blackwater, angeheuert habe, um bei diesem Projekt mitzumachen. Damit wurde die Verantwortung für Tötungsoperationen noch weiter verschoben. Konnte sich zuvor schon die politische Führung der USA von den Operationen der CIA-Einheit mit Verweis auf deren Verantwortung distanzieren, so konnten sich nun auch die Verantwortlichen der CIA auf ähnliche Art mit Verweis auf den privaten Vertragspartner von brisanten Aktionen distanzieren. Geht es nach Recherchen des US-Journalisten Evan Wright, so hat Blackwater auch von der Obama Regierung unter dem neuem Firmennamen Academi Verträge im Wert von 250 Millionen Dollar bekommen – für “unspezifierte Leistungen” im Dienste der CIA.

via telepolis: Tötungsoperationen: Welche Rolle haben die privaten Sicherheitsunternehmen?

siehe auch: The Terrifying Background of the Man Who Ran a CIA Assassination Unit. A federal investigation alleged Enrique Prado’s involvement in seven murders, yet he was in charge when America outsourced covert killing to a private company. It was one of the biggest secrets of the post-9/11 era: soon after the attacks, President Bush gave the CIA permission to create a top secret assassination unit to find and kill Al Qaeda operatives. The program was kept from Congress for seven years. And when Leon Panetta told legislators about it in 2009, he revealed that the CIA had hired the private security firm Blackwater to help run it. “The move was historic,” says Evan Wright, the two-time National Magazine Award-winning journalist who wrote Generation Kill. “It seems to have marked the first time the U.S. government outsourced a covert assassination service to private enterprise.”

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About rudolf kleinschmidt

faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 23.07.2012, in Dienste, Gewalt, Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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