Fischer ausgestiegen? Zweifel an Drygalla-Aussage

Die Ruderin Nadja Drygalla hat nach eigenen Aussagen keine Kontakte in die Neonazi-Szene, zudem habe ihr Freund mit der rechtsextremen Ideologie gebrochen. Eine Aussage, die Fragen aufwirft, denn nach Informationen von Publikative.org scheint Fischer noch sehr wohl in rechtsextremen Kreisen aktiv zu sein, von einem Ausstieg hat hingegen niemand auch nur gehört. Nadja Drygala sucht nach tagelangem Schweigen die Flucht nach vorn: “Ich habe keine Verbindung in diese Szene gehabt und lehne das absolut ab”, sagte die 23-Jährige aus Rostock der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet, Drygalla selbst solle eng mit der Szene verbunden gewesen sein; die Zeitung präsentierte als vermeintlichen Beweis ein unscharfes Foto der „Nationalen Sozialisten Rostock“ von einer Neonazi-Aktion in Malchow. Dieses Bild präsentierte die WamS als vermeintlichen Beweis. Die Domain NSRostock.de ist bis heute auf Michael Fischer zugelassen. Darauf ist unter anderem eine blonde Frau zu sehen, die in Größe und Statur Drygalla sein könnte – Szenekenner aus Rostock zeigten sich im Gespräch allerdings verwundert über den Zeitungsbericht, auf dem Bild sei auf keinen Fall eindeutig zu erkennen, wer diese Person sei. Rückenwind für die Ruderin also. Im Gespräch mit der dpa behauptet Drygalla zudem, ihr Freund Michael Fischer, im Jahr 2011 Direktkandidat der NPD, sei seit Mai dieses Jahres kein Parteimitglied mehr. Er habe sich von der rechtsradikalen Szene losgesagt, sagt die Ruderin. Fischer habe “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”, beteuert Drygalla. Nichts von einem Ausstieg bekannt Diese Darstellung erscheint allerdings zweifelhaft. Bei Beobachtern ist nichts bekannt über einen Ausstieg Fischers, der Abschied einer Szene-Größe wäre in Rostock sicherlich aufgefallen und Gesprächsthema gewesen. Zudem veröffentliche Fischer noch am 16. Juni 2012 auf einer NPD-nahen Internet-Seite einen Artikel. Auf dem Portal, das von dem NPD-Abgeordneten David Petereit verantwortet wird, wurde Fischer noch vor wenigen Tagen als „Rostocker Nationalist“ bezeichnet – von einem Bruch mit der Szene ist nichts zu lesen, obgleich Aussteiger zumeist höchst aggressiv attackiert werden. Fraglich auch, ob Fischer noch als Redaktionsmitglied geführt würde, hätte er sich aus der Szene verabschiedet. Auch sonst deutet nichts auf einen Ausstieg hin

via publikative: Fischer ausgestiegen? Zweifel an Drygalla-Aussage

siehe auch: Ruderin Drygalla meldet sich zu Wort – Freund Michael Fischer „seit Mai kein Mitglied in der NPD mehr“. Erstmals seit Freitag meldet sich die umstrittene Olympia-Ruderin Nadja Drygalla in einem Interview zu Wort. Die Ereignisse bezeichnete sie als „unfair“, sie selbst habe nichts mit der rechtsextremen Szene zu tun. Ihr Freund Michael Fischer sei kein NPD-Mitglied mehr. Zweifel an ihrer Aussage kommen auf. (…) Das riesige Medieninteresse habe sie sehr überrascht. Insbesondere, weil ihr Freund Michael Fischer seit Mai 2012 kein NPD-Mitglied mehr sei und sich komplett aus der Szene inkl. „Nationale Sozialisten Rostock“ (NSR) zurückgezogen habe. Die jetzt aufgekommenen Vorwürfe seien also schon vor Olympia gegenstandslos gewesen. An der weitreichenden Entscheidung Fischers habe sie als Freundin „einen ziemlichen Anteil“. Aus der rechtsextremen Szene auszusteigen müsse man selber wollen. Dieser Prozess gehe nicht „von heute auf morgen“. Michael Fischers Engagement für die NSR und die NPD habe ihre Beziehung zuvor zeitweise „sehr stark belastet“. In vielen Gesprächen habe Drygalla ihrem Partner klar gemacht, dass sie seine politische Haltung nicht unterstütze. Auch an eine Trennung habe sie gedacht. Dementsprechend zeigte sich Nadja Dragalla zufrieden, noch „vor den Olympischen Spielen“ reinen Tisch gemacht zu haben. Drygallas Aussagen zum mutmaßlichen Ausstieg Fischers lassen einige Zweifel aufkommen. Seit Mai sei er kein NPD-Mitglied mehr, behauptet die Sportlerin. Am 1. Mai begleitete dieser aber noch eine NPD-Demonstration in Neubrandenburg und fotografierte unzählige Gegendemonstranten ab. Auf dem vom NPD-Landtagsabgeordneten David Petereit verantworteten Portal „MUPinfo“ erschien noch am 16. Juni ein Artikel, dessen Autor sich Michael Fischer nennt. In einem weiteren Artikel unter dem Namen taucht sogar ein Foto Fischers auf. Auch der NPD-Landesverband M-V scheint von Fischers Ausstieg nicht viel zu wissen. Am Freitag schrieb der Landesvorsitzende Stefan Köster in einer Stellungnahme noch von einem „nationalen Aktivisten“. Zumindest Köster sollte Kenntnis davon haben, wenn ein NPD-Mitglied, dass ein knappes Jahr zuvor noch für seinen Verband zur Landtagswahl kandidierte, sich mittlerweile von der „Bewegung“ losgesagt haben soll. In ähnlichen Fällen scheut die rechtsextreme Partei nicht davor zurück, nochmal gewaltig nachzutreten; Nadja Drygalla im Interview: “Keine Verbindung in diese Szene gehabt”. Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla, die wegen ihres rechtsextremen Lebensgefährten aus London abgereist war, hat sich erstmals öffentlich geäußert – und jede Verbindung zur Nazi-Szene bestritten. Erstmals seit ihrer Olympia-Abreise geht Ruderin Nadja Drygalla an die Öffentlichkeit. Die vergangenen Tage mit dem Wirbel um die Beziehung zum früheren NPD-Direktkandidaten Michael Fischer seien “ziemlich anstrengend” gewesen, sagte die 23-Jährige am Sonntag im Interview. Ihr Freund soll sich nach ihrer Darstellung von der rechten Szene gelöst haben, sie selbst lehne derartiges Gedankengut ab; Drygalla: “Ich lehne die rechte Szene ab“Die vorzeitig von den Olympischen Spielen abgereiste Ruderin Nadja Drygalla hat sich in einem Interview von rechtsextremem Gedankengut distanziert. “Ich habe keine Verbindung in diese Szene gehabt und lehne das absolut ab”, sagte die 23-Jährige aus Rostock am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Ihr Freund Michael Fischer, früherer Direktkandidat der rechtsextremen NPD, sei zudem seit Mai dieses Jahres kein NPD-Mitglied mehr. Er habe sich von der rechtsradikalen Szene losgesagt, sagte die Ruderin. Fischer habe “persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet”, sagte Drygalla. Und: “Ich habe keine Verbindung in seinen Freundeskreis gehabt.”

siehe auch: Kombinat Fortschritt: Zu den Einlassungen Nadja Drygallas (Update). Die Ruderin hat sich heute in einem Interview zu Wort gemeldet. Dort macht sie geltend, ihr Freund sei mittlerweile aus der rechten Szene ausgestiegen. Außerdem stecke sie nicht so tief im braunen Sumpf wie stellenweise behauptet. Doch zumindest die Behauptung des Szeneausstieges erscheint bei genauerer Betrachtung als wenig plausibel. (…) Während wir also mit einiger Gewissheit sagen können, dass die Meldung der Welt eine Ente ist, sind wir uns mit Blick auf den angeblichen Szeneausstieg von Michael Fischer erheblich unsicherer. Nach Angaben Drygallas soll er bereits im Mai aus der NPD ausgestiegen sein und sich vom rechten Gedankengut distanziert haben, einschließlich der Nationalen Sozialisten Rostock. (…) Update: Die Aussagen Drygallas Michael Fischer sei bereits im Mai aus der NPD ausgetreten, werfen immer mehr Fragen auf. Am 16. Juni 2012, also mindestens zwei Wochen, nach seinem Austritt, findet sich ein Beitrag von Michael Fischer aus dem Portal MuPInfo. Es wäre äußerst ungewöhnlich, wenn ein Aussteiger noch für dieses Portal schreiben dürfte. Wahrscheinlicher ist, dass entweder Frau Drygalla von Michael Fischer angelogen wurde, oder sie selbst gelogen hat.

News about / Dossier Drygalla: http://bit.ly/drygalla

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faschismus ist keine meinung - faschismus ist ein verbrechen fascism is not an opinion - fascism is a crime

Posted on 05.08.2012, in Dienste, Gewalt, Internet, Kameradschaft, NPD, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. 1 Comment.

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