Braune Biokost – Rechte Siedler im Nordosten
Buntgefärbte Schafswollknäuel, Honig der Marke “Freie Erde”, Wurfmesser mit verzierten Klingen, Sonntagskleidchen mit Schürze und zwischendurch ein Kräuterbrötchen auf die Hand. Der selbstständige Schmied, die Buchbinderin, Koch und Sattler, das Steinsetzer-Ehepaar geben sich gastfreundlich. Es ist Pfingsten. Im Landkreis Güstrow, in der idyllischen Mecklenburgischen Schweiz gelegen, bieten Handwerker und Kleingewerbetreibende unter dem Motto “Kunst offen” ihre Produkte an. Künstler aller Art sind dabei. Auch im Dörfchen Klaber sind die Pforten weit geöffnet. Die ansonsten eher öffentlichkeitsscheuen Neusiedler um Jan K. zeigen sich bürgernah. Doch in Klaber leben völkische Rechte, die meisten erst in der letzten Zeit aus Berlin und anderen Städten zugezogen. Erst auf den zweiten Blick sind die Silberketten mit Thorshammer und Runen und die Verzierungen auf dem Kinderrad zu erkennen: ein Christenfisch in den Klauen eines nordischen Adlers, das Symbol der rassistischen “Artgemeinschaft”. Die Neusiedler und ihre Bekannten sind keine harmlosen “Ökos”, die hier ihre Ware ausstellen. Einige von ihnen nennen sich “Neo-Artamanen”, einer war Anführer in der inzwischen verbotenen, militanten “Heimattreuen Deutschen Jugend” (HDJ), ein anderer in wichtiger Position bei der Berliner NPD, und mehrere hängen dem heidnischen Kampfverband, der “Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft” an.
Posted on 27.08.2012, in Kameradschaft, Rechtsextremismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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