Geschichtsrevisionismus beim “Tag der Heimat” des BdV
Beim diesjährigen “Tag der Heimat” des “Bundes der Vertriebenen” (BdV) in Espelkamp hat der Hauptredner Karl-Heinz Kuhlmann Polen eine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg zugeschrieben. In einem Bericht der Lokalpresse über die Veranstaltung heißt es, der Pfarrer im Ruhestand Kuhlmann habe in seine Rede “einen historischen Exkurs zur Vorgeschichte des zweiten Weltkriegs” eingeflochten. Dabei habe er geäußert, in Polen habe es “starke Bestrebungen gegeben …, die einen Krieg befürwortet und sich ‘Gebietsgewinne’ davon versprochen hätten”. Das “Westfalen-Blatt” zitiert ihn wörtlich: “Die polnische Regierung trägt eine Mitverantwortung” für den Kriegsbeginn am 1. September 1939. Kuhlmann konnte beim BdV auftreten, obwohl seine geschichtsrevisionistischen Ansichten schon Wochen vor dem “Tag der Heimat” nicht nur allgemein bekannt, sondern auch Gegenstand heftiger öffentlicher Kritik waren. Örtliche Initiativen und Berichte in der Lokalpresse hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass Kuhlmann Anfang 2011 als Referent beim ultrarechten “Institut für Staatspolitik” aufgetreten war. Politikwissenschaftler sehen das Institut in der Tradition der sogenannten Konservativen Revolution, einer Strömung aus der Zeit der Weimarer Republik, die in der Geschichtswissenschaft als “Wegbereiterin des Nationalsozialismus” eingestuft wird.
via nrw rechtsaußen: Geschichtsrevisionismus beim “Tag der Heimat” des BdV
Posted on 07.09.2012, in holocaust, Kameradschaft, Rechtsextremismus, Revisionismus. Bookmark the permalink. Leave a Comment.







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